Löcher durch die Wand

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koco
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Löcher durch die Wand

Beitrag von koco »

Einen schönen Sonntag wünsch ich,

eine Frage bzgl. Löcher durch Wände bohren habe ich:


Löcher bohren um z. B. Regale an die Wand anzubringen ist ja alllgemein erlaubt.


Wie verhält es sich damit, die Wand komplett zu durchbohren, um eiin Kabel in den anderen Raum hindurchzuführen. Ist eine reine Zimmertrennwand innerhalb der Wohnung, in die auch die Tür zwischen den beiden Räumen eingebaut ist. Also keine Brandschutzwand oder so.

Muss sowas mit dem Vermieter abgeklärt werden?
ktown
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Beitrag von ktown »

Also ich denke dass das Loch max. mit einem 10'er Bohrer gemacht wird und die Wand in keinster Weise in ihrer Substanz zerstört. Durchbohren.....Kabel durch.....vor Auszug Kabel rausziehen...... Loch verschließen..... drüberstreichen....fertig :wink:
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koco
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Beitrag von koco »

ne, nicht ganz. die Stecker am Ende des Kabels haben schon einen Durchmesser/Breite von etwa 14 mm. (Sind zwei)

Ist das dann auch unproblematisch?

Weiiß nicht, ob einfach so machen, wenn es nicht auch wirklich unter "normale Nutzung" der Wohnung zählt.
Je nachdem, wie genau der Vermiter bei der Wohnungsabnahme guckt, würde schon auffallen, dass es sich um zwei Durchbohrungen handelt, auch wenn sie verschlossen sind. Zwei Löcher in der gleichen Position in zwei Räumen würde ja schon auffallen.


Es sei denn, man muss eh streichen. Das weiß iich grad nicht. Aber mal angenommen, man müsse nicht renovieren, sondern nur die Löcher verschließen.
ktown
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Beitrag von ktown »

Also wären es nur 13mm gewesen, dann wäre es noch OK gewesen.....aber sooooo
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maconaut
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Beitrag von maconaut »

koco hat geschrieben:ne, nicht ganz. die Stecker am Ende des Kabels haben schon einen Durchmesser/Breite von etwa 14 mm.
Stecker ab, Kabel durch, Stecker wieder dran. 8)

Man kann auch mit 'nem 20er Bohrer sauber durch die Wand, die Statik wird dadurch nicht beeinflusst (es sei denn man macht dutzende solcher Löcher in einer Wand...). Am besten erst dünner vorbohren und dann erweitern. Auch das Verschließen ist kein großes Problem, da gibt's tolle "Spritzen" im Baumarkt mit denen sich das verfüllen lässt.

Ein Wanddurchbohrungsverbot gibt es so jedenfalls nicht.
Strider
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Beitrag von Strider »

Es wird aber meiner Meinung nach eine bauliche Veränderung sein, die der VM genehmigen muss.
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Beitrag von Ronny1958 »

Strider hat geschrieben:Es wird aber meiner Meinung nach eine bauliche Veränderung sein, die der VM genehmigen muss.
Zwei Kabeldurchführungen durch eine nichttragende Wand = bauliche Veränderung ???
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
Strider
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Beitrag von Strider »

Ja, weil das Loch durch die Wand geht. Einen Dübel in der Wand zu versenken, ist normaler Gebrauch. Aber das geht meiner Meinung nach deutlich darüber hinaus.
Ronny1958
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Beitrag von Ronny1958 »

Ein Schwerlastdübel der in eine 11,5er Wand getrieben wird, geht u.U. auch schon fast durch ;)
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
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Beitrag von maconaut »

Bauliche Veränderung im Mietbereich
Bauliche Veränderungen der Mietsache sind alle Veränderungen, die sich bei Auszug des Mieters nicht ohne weiteres wieder entfernen lassen, die in die Bausubstanz eingreifen, die die optische Einheitlichkeit einer Wohnanlage gefährden oder unerwünschte Folgen für andere Bewohner haben. ... Zulässig sind geringfügige Veränderungen, die sich noch im Rahmen des vertragsgemäßen Gebrauchs bewegen. Beispiele: Anbringen neuer Steckdosen, Entfernen von Einbauschränken, Herstellen eines Telefonanschlusses, Dübellöcher (soweit in angemessener Menge und schonend z.B. für Fliesen). ...
Quelle http://der-immo-tip.de/immobilienlexikon-dresden.html

Nach dieser Definition kann man sich trefflich (vor Gericht) darüber streiten, ob ein daumendicker Wanddurchbruch "in die Bausubstanz eingreift". (Tut das ein "normales Dübelloch nicht"? Warum nicht?)
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Beitrag von ktown »

Strider hat geschrieben:Es wird aber meiner Meinung nach eine bauliche Veränderung sein, die der VM genehmigen muss.
Es ist zwar im geringen Maße eine bauliche Veränderung. Sie ist aber ist aber leicht und ohne größeren Aufwand wieder in den Ursprungszustand zurückführbar und daher genehmigungsfrei.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Beitrag von koco »

Hallo und vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ist scheinbar auch unter den rechtskundigen von euch nicht so ganz eindeutig.
ktown hat geschrieben:Sie ist aber ist aber leicht und ohne größeren Aufwand wieder in den Ursprungszustand zurückführbar und daher genehmigungsfrei.
das würde bedeuten, wenn die Löcher vom Mieter vor dem Auszug mit normaler Spachtelmasse wieder verschlossen werden, ist der Ursprungszustand wieder hergestellt?
maconaut hat geschrieben:Stecker ab, Kabel durch, Stecker wieder dran. 8)
stimmt :oops:
ktown
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Beitrag von ktown »

koco hat geschrieben:das würde bedeuten, wenn die Löcher vom Mieter vor dem Auszug mit normaler Spachtelmasse wieder verschlossen werden, ist der Ursprungszustand wieder hergestellt?
Ja das heißt es.
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Beitrag von koco »

super, dankeschön
Chub
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Beitrag von Chub »

ktown hat geschrieben:
koco hat geschrieben:das würde bedeuten, wenn die Löcher vom Mieter vor dem Auszug mit normaler Spachtelmasse wieder verschlossen werden, ist der Ursprungszustand wieder hergestellt?
Ja das heißt es.
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