Widerspruch des Mieters

Moderator: FDR-Team

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Hallo

Ich habe folgende Rechtsfrage:

Meine Freundin und ich wohnen in einer Wohnung in der es schimmelt, da meine freundin schon die typischen Erkrankungen von Schimmelbefall hat suchten wir eine alternative Wohnung.
Meine Eltern besitzen eine Wohnung die sie vermieten daher haben meine Eltern das Mietverhältnis wegen Eigenbedarf gekündigt.
Dies geschah fristgerecht 3 Monat vorher.
Heute bekamen meine Eltern einen Brief vom Rechtsanwalt per Einwurfeinschreiben in der die Mieterin Widerspruch einlegte da sie keine vergleichbare Wohnung finden würde und Gründe bezüglich darin aufführte.

Wir haben die Wohnung schon gekündigt da die Mieterin keine sichtlichen Zeichen des Widerspruchs zeigte und dabei beobachtete wurde wie sie tagelang Kartons aus der Wohnung trug und mit ihrem Auto wegfuhr.

Leider endet unser Mietvertrag für die Schimmelwohnung am 31.07.14 und es steht auch schon ein Nachmieter fest der den Mietvertrag unterzeichnet hat. Dazu kommt das Ich momentan in Prüfungstress bin da ich mich weiterbilde.

Wie ist die Rechtslage dazu? Was können wir jetzt tun?

ich freue mich auf jede Antwort die uns weiterhilft

Grüße
Michael

Elektrikör
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5568
Registriert: 01.06.07, 18:45
Wohnort: Wehringen

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Elektrikör »

Hallo,

Alles zusammensuchen und zum Anwalt!!

MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Gibt es eine Möglichkeit das alles noch fristgerecht abläuft ohne das wir eine Zwischenlösung finden müssen?

Strider
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14275
Registriert: 13.09.04, 17:14

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Strider »

Wenn die Mieterin nicht ausziehen will, dann bleibt nur noch die Klage. Das dauert dann so 6 bis 12 Monate bis die Mieterin raus ist. Die Kosten trägt natürlich die Mieterin wenn der VM gewinnt und die Mieterin darf dann auch für den entstandenen Schaden aufkommen.

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Wie weit reicht dieser Schadensersatzanspruch? bzw trägt sie dann die Kosten für meine Miete falls ich mir was neues suchen muss?

sitz hier grad ein bisschen auf den heißen kohlen da ich wegener meiner derzeitigen Weiterbildung kein allzuhohes einkommen habe und keine zeit habe auf die schnelle eine Wohnung zu suchen da ich Prüfungen habe die sich über den halben Juli und anfang August ziehen und im September die nächste Weiterbildung zum Betriebswirt anfängt.

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7650
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von winterspaziergang »

Volume_II hat geschrieben: Heute bekamen meine Eltern einen Brief vom Rechtsanwalt per Einwurfeinschreiben in der die Mieterin Widerspruch einlegte da sie keine vergleichbare Wohnung finden würde und Gründe bezüglich darin aufführte.
....
Wie ist die Rechtslage dazu? Was können wir jetzt tun?
Kurz als Ergänzung zur Rechtslage: Der von der Mieterin genannte Grund schützt sie nicht davor ausziehen zu müssen. Anders gesagt: Ihr Grund im Widerspruch ist kein schützwürdiges Interesse, das über dem des Vermieters steht.
Die Eigenbedarfskündigung ist- so sie rechtssicher formuliert ist- wirksam und die Mieterin muss ausziehen.

Es ist ihr Problem, wenn sie nichts anderes findet. Diese Antwort sollte man ihr aber von einem Anwalt zukommen lassen, der auch alles aufführen kann, was an Kosten auf sie zukommt, das kann bewirken, dass wunderbarerweise ein Auszug doch möglich ist.

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Danke für diese Antwort, tatsächlich haben meine Eltern die Kündigung von einem Rechtsanwalt prüfen lassen und der hat noch was verbessert und somit sein okay gegeben.

Als Grund für den Widerspruch gibt sie den Härtefall an welchen sie mit folgenden Begründungen darstellt, sie habe Bluthochdruck und will nicht in einer Erdgeschoss da sie eine ältere Dame sei und somit sich nicht sicher darin fühlen würde desweiteren gibt sie als Grund an es gäbe keine freien Wohnung mit Kamin Anschluss und wo katzen erlaubt seien sowie sei es schwierig Wohnungen zu finden da wegen dem damaligen Hochwasser keine Alternativen zur Verfügung stehen.

Rechtliche Frage diesbezüglich: Ist dies als Härtefall anzuerkennen.

Danke für den Tipp mit den Kosten :wink:

Strider
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14275
Registriert: 13.09.04, 17:14

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Strider »

Ob das als Härtefall durch geht oder nicht wird hier niemand ohne zuverlässige Glaskugel sagen können. Was sich in einen Prozess sicherlich sehr positiv auswirken würde, wäre wenn der VM selber einige Wohnungen gefunden hat die den Kriterien der Mieterin entsprechen. Dann sind die Härtefall Gründe keine mehr, da es ja Wohnungen gibt.

pOtH
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5210
Registriert: 07.03.06, 11:46

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von pOtH »

Volume_II hat geschrieben:Wie weit reicht dieser Schadensersatzanspruch? bzw trägt sie dann die Kosten für meine Miete falls ich mir was neues suchen muss?
Volume_II hat geschrieben:...da sie eine ältere Dame sei...
Ältere Dame? Vielleicht sogar noch Rentnerin?
Ich formuliere es mal sehr vorsichtig.: Wenn man bedenkt wie viel Rente die Dame erhalten könnte u. hiervon den Pfändungsfreibetrag abzieht, dann bleibt da nur sehr wenig bis nichts übrig u. man bleibt auf seinen Kosten ggf. noch sitzen!

//Edit// Ich würde mich nicht darauf einstellen das die Dame zum 31.07. ausgezogen ist u. man selbst einziehen kann.//Editend//

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Die Dame ist noch nicht in Rente und arbeitet bei einer Stelle die ein dauerhaftes einkommen verspricht

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7650
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von winterspaziergang »

Volume_II hat geschrieben: Als Grund für den Widerspruch gibt sie den Härtefall an welchen sie mit folgenden Begründungen darstellt, sie habe Bluthochdruck und will nicht in einer Erdgeschoss da sie eine ältere Dame sei und somit sich nicht sicher darin fühlen würde desweiteren gibt sie als Grund an es gäbe keine freien Wohnung mit Kamin Anschluss und wo katzen erlaubt seien sowie sei es schwierig Wohnungen zu finden da wegen dem damaligen Hochwasser keine Alternativen zur Verfügung stehen.

Rechtliche Frage diesbezüglich: Ist dies als Härtefall anzuerkennen.
was ein Härtefall ist, ist gut beschrieben, da sollte man aber auch seinen Anwalt walten lassen. Härtefall ist alles, was unzumutbar ist.
Eine Kaminwohnung im Parterre in der Katzen erlaubt sind haben zu wollen ist jedenfalls kein Härtefall und ein derartiges Anliegen dürfte für Erheiterung bei Gericht sorgen. Es ist ohne weiteres zumutbar eine Wohnung ohne Kamin im 1. Stock zu bewohnen. Die Vorliebe der Dame für Parterrewohnungen mit Kamin ist nachvollziehbar, für die Rechtmäßigkeit des Eigenbedarfs ohne Belang.
Bluthochdruck macht einen Umzug ebenfalls nicht unzumutbar. :roll:
Wenn die Dame diese Gründe angibt und dann, dass sie keine Wohnung findet, wird deutlich, dass sie nie ernsthaft gesucht hat.
Wenn der Vermieter ohnehin rechtlichen Beistand hat, dann sollte er diesen antworten und auf die Rechtslage und den Kosten einer Räumung hinweisen lassen.

Volume_II
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.14, 18:12

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Volume_II »

Noch dazu kommt das sie keinen Kamin besitzt sondern der in der Wohnung von meinen Eltern gestellt wurde.
Ich habe gestern den Brief von ihrem Anwalt gelesen, in dem letzten Absatz steht das die Mieterin mit einer gütlichen Vereinbarung zufrieden wäre aber dennoch kein Auszug in Sicht stehen würde.

Haben uns schon drauf eingestellt das kein Einzug in nächster Zeit möglich sein wird.

Karsten
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 13341
Registriert: 12.11.04, 19:58
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Karsten »

Nachdem von Seiten des Mieters bereits unmissverständlich erklärt wurde, dass an einen Auszug nicht nicht zu denken ist, könnte vom Vermieter bereits jetzt Räumungsklage eingereicht werden, ohne dass erst abgewartet werden muss, ob der Auszug nun stattfindet oder nicht. Der Anwalt könnte und sollte also zeitnah aktiv werden.

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7650
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von winterspaziergang »

Volume_II hat geschrieben:Noch dazu kommt das sie keinen Kamin besitzt sondern der in der Wohnung von meinen Eltern gestellt wurde.
Ich habe gestern den Brief von ihrem Anwalt gelesen, in dem letzten Absatz steht das die Mieterin mit einer gütlichen Vereinbarung zufrieden wäre aber dennoch kein Auszug in Sicht stehen würde.

Haben uns schon drauf eingestellt das kein Einzug in nächster Zeit möglich sein wird.

Es ist völlig egal, von wem der Kamin in die Wohnung gestellt wurde! Darum geht es überhaupt nicht.

Da kommt ein Brief vom Anwalt mit rechtlich unhaltbaren, an Lächerlichkeit kaum zu überbietenden Gründen, wieso die M nicht ausziehen kann.
Den lässt man entsprechend beantworten, von jemand, der sich nicht von ein paar Zeilen gleich einschüchtern lässt (den Anwalt) zeigt darin der Mieterin, was auf sie zukommt, wenn sie weiter auf stur schaltet (Kosten) und setzt eine Frist.
Die "gütliche Einigung", die man ihr anbieten kann, ist der Verzicht auf die Räumungsklage.

Elektrikör
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5568
Registriert: 01.06.07, 18:45
Wohnort: Wehringen

Re: Widerspruch des Mieters

Beitrag von Elektrikör »

Hallo,

mal zwischen den Zeilen lesen:

Kann es sein, daß im Brief steht, daß man weiß, daß der Auszug nicht verhindert werden kann, aber man gerne bereit wäre, (nach Zahlung einer Summe, auf welche man sich noch einigen müsste) die Sache ohne Scherereien termingerecht über die Bühne zu bringen? :wink:



MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

Antworten