Mietrecht

Moderator: FDR-Team

Benny1985
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Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

Hallo,


Meine Freundin und Ich haben eine Kündigung wegen Eigenbedarf erhalten. Dort steht legenlich nur drin das Sie uns die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt. Nun haben wir uns eine Wohnung angesehen die uns sehr gefällt.

Unsere Frage ist nun ob wir die Kündigung (bis zum 01.05.2015) einhalten müssen, oder ob wir schon früher ausziehen können, da keine Gründe für den Eigenbedarf vorliegen.

SusanneBerlin
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Re: Mietrecht

Beitrag von SusanneBerlin »

Hallo,

auch wenn die Eigenbedarfskündigung unwirksam sein sollte, ändert das nichts an der von Ihnen als Mieter einzuhaltenden Kündigungsfrist. Da jedoch die Vermieterin ein Interesse am Freiwerden der Wohnung zu haben scheint, kann man der Vermieterin einem Aufhebungsvertrag zum gewünschten Datum vorschlagen.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Mietrecht

Beitrag von winterspaziergang »

Benny1985 hat geschrieben:Hallo,


Meine Freundin und Ich haben eine Kündigung wegen Eigenbedarf erhalten. Dort steht legenlich nur drin das Sie uns die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt. Nun haben wir uns eine Wohnung angesehen die uns sehr gefällt.

Unsere Frage ist nun ob wir die Kündigung (bis zum 01.05.2015) einhalten müssen, oder ob wir schon früher ausziehen können, da keine Gründe für den Eigenbedarf vorliegen.
Die Kündigungsfrist ist einzuhalten, aber die Kündigung wegen Eigenbedarf ist so wie beschrieben unwirksam.
Wenn der Vermieter eine wirksame Kündigung nachschiebt, dann ist das erst zum 01.03. möglich und der Mieter müsste erst zum 31.05. ausziehen.

Man sollte ohne Hinweis auf Paragraphen versuchen, das Mietverhältnis früher zu beenden, Aufhebungsvertrag bzw. -vereinbarung machen. Der VM will ja, dass die Mieter ausziehen, vielleicht ist es ihm recht oder er ist gar froh, dass es ohne Streit passiert.

Sperrt er sich dagegen, könnte der Hinweis, dass die Mieter nach Rechtslage erstmal gar nicht und nach rechtswirksam erstellter Kündigung später ausziehen müssen, eine Einigung begünstigen.

Benny1985
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Re: Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

das heißt jetzt ? :?:

webelch
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Re: Mietrecht

Beitrag von webelch »

Dass sich Mieter und Vermieter darüber einigen sollten, wann der Mieter auszieht.

Benny1985
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Re: Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

Und wenn wir ohne die Erlaubnis einfach "Abhauen" würden :ironie:
mit welchen Konsequenzen müssten wir rechnen ??

webelch
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Re: Mietrecht

Beitrag von webelch »

Hm... Forderung der Miete bis Ende April? Verlust der Kaution? Gerichtliches Mahnverfahren? Und falls dem Vermieter dann auffällt, dass seine Kündigung unwirksam war, das Ganze in beliebiger Höhe...

Benny1985
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Re: Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

lohnt sich den der aufriss für 350€ ?
Und wer würde die anwaltskosten bzw. Gerichtskosten zahlen ?
zuallem kommt hinzu das die "nette" Dame 80 ist und wir hier von ihrem enkelkind desöfteren gestört werden da der sohn von der VM direkt unter uns mit seinem Sohn wohnt. (VERWIRREND ICH WEIß)
die VM stand auch schonmal plötzlich in der wohnung um unsere Fenster zu putzen, was wir echt nicht gut fanden !!

winterspaziergang
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Re: Mietrecht

Beitrag von winterspaziergang »

Benny1985 hat geschrieben:lohnt sich den der aufriss für 350€ ?
Und wer würde die anwaltskosten bzw. Gerichtskosten zahlen ?
Der Schuldner. Hier wäre es der Mieter.
zuallem kommt hinzu das die "nette" Dame 80 ist und wir hier von ihrem enkelkind desöfteren gestört werden da der sohn von der VM direkt unter uns mit seinem Sohn wohnt. (VERWIRREND ICH WEIß)
die VM stand auch schonmal plötzlich in der wohnung um unsere Fenster zu putzen, was wir echt nicht gut fanden !!
und das hat mit der Ausgangsfrage und Rechtslage jetzt was genau zu tun? :roll: oder was soll uns das sagen: Man muss mit Menschen, die einen irgendwann vielleicht gestört haben und denen man nichts gesagt hat, nicht mehr reden, sondern kann sich einfach aus dem Staub machen?

Fassen wir zusammen:
1. Die Kündigung scheint nicht rechtswirksam formuliert zu sein
2. Die Mieter würden gern früher ausziehen, trauen sich aber nicht die 80jährige Dame mit dem zuweilen lauten Enkelkind zu fragen, ob ihr das recht ist
3. Statt dessen werden völlig belanglose Geschichten erzählt, um zu begründen, wieso man nicht einen Stock runter geht und mit der Vermieterin, welche die Wohnung ja gern frei haben möchte, spricht
4. Die ursprüngliche Frage wurde beantwortet

Benny1985
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Re: Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

wir haben sie gefragt wir dürfen umziehen und dürfen auch raus nur sie will das geld weiter haben !

winterspaziergang
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Re: Mietrecht

Beitrag von winterspaziergang »

Benny1985 hat geschrieben:wir haben sie gefragt wir dürfen umziehen und dürfen auch raus nur sie will das geld weiter haben !
davon war bislang nirgend die Rede...

das muss man gar nicht fragen, natürlich darf man aus jedem Mietverhältnis heraus jederzeit "umziehen und raus". Niemand ist verpflichtet, sein Mietverhältnis abzuwohnen, zahlen muss man natürlich, bis der Vertrag endet.

Daher stand weiter oben ja bereits, dass die Kündigung so unwirksam ist, die Dame also darauf hingewiesen werden könnte, dass die Mieter unter diesen Umständen gar nicht Ende April ausziehen müssen und dass man sich so einigen kann, dass die Mieter auf ihr Recht verzichten und dafür ohne Probleme, aber früher aus dem Mietvertrags- und damit Zahlungsverhältnis entlastet werden.

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Re: Mietrecht

Beitrag von webelch »

Da schliesse ich mich, wie bereits ausgeführt, dem Winterspaziergang an. Eine vernünftige gütliche Einigung sollte angestrebt werden, zumal es wohl noch eine zweite Baustelle der Mieter gibt -> http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=16&t=259943

Karsten
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Re: Mietrecht

Beitrag von Karsten »

Außerdem findet sich zu jeder 80-Jährigen irgendwo ein Sohn, Enkel oder entfernter Neffe aus Amerika, der sie dann doch überredet, vor Gericht zu ziehen.

Benny1985
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Re: Mietrecht

Beitrag von Benny1985 »

Hallo,
habe eine Frage:
meine freundin hat freiwillig 50€ jeden monat mit miete bezahlt. Gestern waren wir bei der Frau XXX um ihr die miete zu bringen, sie meinte dann dass meine Freundin auch die 50€ zahlen soll.

Übrigens: Wir haben nie schriftlich festgelegt das meine Freundin miete zahlen muss, das hat sie immer Freiwillig gemacht.

Jetzt die Frage: Muss sie wirklich die 50€ miete noch zahlen oder muss sie dies nicht tun ?

danke schon mal im vor raus

Strider
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Re: Mietrecht

Beitrag von Strider »

Durch die freiwillige Zahlung könnte eine konkludente Vertragsänderung statt gefunden haben, was zur Folge hat das diese 50,- Euro zu zahlen sind, jedenfalls solange wie der Mietvertrag läuft.

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