Wohnheimmietvertrag

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seefussballer
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Wohnheimmietvertrag

Beitrag von seefussballer »

Ein SchülerInnenWohnraummietvertrag läuft vom 01.08.-31.07. des Folgejahres, es verlängert sich stillschweigend um ein Jahr, wenn nicht form- und fristgerecht gekündigt wird. Nun ist der/die Mieter(in) ab heute schon mal zumindest bis Ende Juni des Jahres krank geschrieben, und begibt sich in Obhut eines Elternteils. Er/Sie wird, wenn überhaupt, das Schuljahr wiederholen müssen. Der Vertrag sagt aus, das bei einer Kündigung aus gesundheitlichen Gründen die Berechtigung durch Vorlage eines amtsärztlichen Attestes nachzuweisen ist. Nun würde ja auf diesem wohl auch der Grund der Erkrankung dokumentiert, was aber doch niemanden etwas angeht. Dürfen die dies verlangen? Oder müsste auch das Attest des Hausarztes annerkannt werden?

Wie ist die Rechtslage?

Baden1957
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Re: Wohnheimmietvertrag

Beitrag von Baden1957 »

seefussballer hat geschrieben:Ein SchülerInnenWohnraummietvertrag läuft vom 01.08.-31.07. des Folgejahres, es verlängert sich stillschweigend um ein Jahr, wenn nicht form- und fristgerecht gekündigt wird. Nun ist der/die Mieter(in) ab heute schon mal zumindest bis Ende Juni des Jahres krank geschrieben, und begibt sich in Obhut eines Elternteils. Er/Sie wird, wenn überhaupt, das Schuljahr wiederholen müssen. Der Vertrag sagt aus, das bei einer Kündigung aus gesundheitlichen Gründen die Berechtigung durch Vorlage eines amtsärztlichen Attestes nachzuweisen ist. Nun würde ja auf diesem wohl auch der Grund der Erkrankung dokumentiert, was aber doch niemanden etwas angeht. Dürfen die dies verlangen? Oder müsste auch das Attest des Hausarztes annerkannt werden?

Wie ist die Rechtslage?


Hallo,

wenn mietvertraglich ein Amtsarzt vereinbart wurde, kann man keinen Hausarzt oder einen Tierarzt beauftragen. :ironie:
Zudem unterliegt der Amtsarzt ebenso der Schweigepflicht, wobei ein Attest eines Amtsarztes den Vorteil haben dürfte, dass der Amtsarzt dem Wohnheim gegenüber nur erklären muss, dass aufgrund amtsärztlicher Untersuchung (hier ist kein Befund erforderlich) die Kündigung aus gesundheitlichen Gründen gerechtfertigt ist.
M.E. ist daher die amtsärztliche Untersuchung vorzuziehen.

lG
Hinweise erfolgen ausschließlich aufgrund eines vorgetragenen Sachverhaltes und nicht aufgrund von Vermutungen; je detaillierter der Sachverhalt ist, desto zutreffender können die Hinweise sein.

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