Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

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Whoknows15
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Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Whoknows15 »

Guten Tag,

als Mieterin bin ich inzwischen reichlich frustriert über die Taubenverunreinigung in unserem Hause. Ich habe eine Wohnung mit Balkon gemietet, den ich ja auch nutzen möchte. Ich hänge hier (normalerweise) meine Wäsche zum Trocknen auf. An den Wochenenden frühstücke ich (üblicherweise) auch mal gern auf meinen Balkon. Beides ist aufgrund der Tatsache nur noch deutlich eingeschränkt möglich, da ein Nachbar seinen Balkon von Taubenverunreinigungen nicht säubert. Es fliegen die Flaumfedern durch die Luft und landen bspw. auf der Butter. Die frisch gewaschene Wäsche ist durchaus schon mit Taubenkot verunreinigt worden.

Angeschrieben wurde der Vermieter bereits von mir. Doch dieser Nachbar ignoriert alles. Er hängt weiterhin Meisenknödel auf, doch die weiteren Verschmutzungen durch die
Tauben auf seinem Balkon ignoriert er schlicht. Ich habe photodokumentiert im Abstand von 3 Monaten seit Oktober letzten Jahres. Das frustriert enorm. Dieser Mieter nutzt seinen Balkon nicht einmal. Können andere Mieter nicht verpflichtet werden, den Balkon sauber und geplegt zu halten? Abgesehen von gesundheitlichen Risiken und der jetzt bereits aufgetretenen deutlichen Geruchsbildung durch das nicht Sauberhalten ist das eine Zumutung! Wie ist die Rechstlage?

Freundliche Grüße
Whoknows15

ktown
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von ktown »

Der Mieter kann die Miete mindern. Der Vermieter ist außerdem verpflichtet, geeignete technische Vorrichtungen am Haus anzubringen, so dass Verunreinigungen und Verschmutzungen durch Vogelkot und Vogeldreck verhindert werden.

Wobei dies aber auch mit Einschränkungen verbunden ist.
Guckst du
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Baden1957
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Baden1957 »

Whoknows15 hat geschrieben:Guten Tag,

als Mieterin bin ich inzwischen reichlich frustriert über die Taubenverunreinigung in unserem Hause. Ich habe eine Wohnung mit Balkon gemietet, den ich ja auch nutzen möchte. Ich hänge hier (normalerweise) meine Wäsche zum Trocknen auf. An den Wochenenden frühstücke ich (üblicherweise) auch mal gern auf meinen Balkon. Beides ist aufgrund der Tatsache nur noch deutlich eingeschränkt möglich, da ein Nachbar seinen Balkon von Taubenverunreinigungen nicht säubert. Es fliegen die Flaumfedern durch die Luft und landen bspw. auf der Butter. Die frisch gewaschene Wäsche ist durchaus schon mit Taubenkot verunreinigt worden.

Angeschrieben wurde der Vermieter bereits von mir. Doch dieser Nachbar ignoriert alles. Er hängt weiterhin Meisenknödel auf, doch die weiteren Verschmutzungen durch die
Tauben auf seinem Balkon ignoriert er schlicht. Ich habe photodokumentiert im Abstand von 3 Monaten seit Oktober letzten Jahres. Das frustriert enorm. Dieser Mieter nutzt seinen Balkon nicht einmal. Können andere Mieter nicht verpflichtet werden, den Balkon sauber und geplegt zu halten? Abgesehen von gesundheitlichen Risiken und der jetzt bereits aufgetretenen deutlichen Geruchsbildung durch das nicht Sauberhalten ist das eine Zumutung! Wie ist die Rechstlage?

Freundliche Grüße
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Hallo,

neben der Antwort von ktown ist anzumerken, dass in vielen Städten das Füttern der Tauben gesetzlich verboten ist und bei Verstoß das Ordnungsamt steigende Geldbußen verhängen kann.

Vorgehensweise könnte sein, bei der Gemeinde-Stadtverwaltung sich zu informieren, ob ein Taubenfütterungsverbot vorliegt und in diesem Falle den Nachbarn namentlich zu benennen.
Mietminderung zudem sofort möglich.

lG
Hinweise erfolgen ausschließlich aufgrund eines vorgetragenen Sachverhaltes und nicht aufgrund von Vermutungen; je detaillierter der Sachverhalt ist, desto zutreffender können die Hinweise sein.

Karsten
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Karsten »

Man sollte bei so einer Anzeige aber nicht vergessen, dass Tauben gar nicht in der Lage sind, Meisenknödel anzufliegen, sofern die frei aufgehängt werden. Genau das tut der Nachbar aber nach der Sachverhaltsdarstellung. Er verstößt also nicht gegen irgendein Verbot und man macht sich dann nur lächerlich.
So wie es aussieht, geht es also gar nicht um ein eventuelles Füttern, sonder einfach darum, dass der Nachbar seinen Balkon schlicht nie nutzt und die Tauben das auch wissen. Deswegen tun sie es.

ktown
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von ktown »

Meisen verursachen aber im Gegensatz zu Tauben aber auch nicht diesen Dreck.
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winterspaziergang
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von winterspaziergang »

Die Überlegung, nach der Tauben keine Meisenknödel anfliegen können und daher nicht deswegen auf den Balkon kommen, kann man sich anschließen.
Ebenso, dass der Nachbar seinen Balkon offenbar zu nichts anderem nutzt und daher Tauben und Co sich hier gern und ungestört aufhalten dürften.
Der Knödel spielt indirekt aber schon eine Rolle, denn er lockt allgemein Meisen, Spatzen usw. an und dann kommen vermutlich auch eher Tauben, auch wenn die nichts vom Knödel haben.
Vielleicht füttert der Nachbar die Tauben, indem er auf dem Boden Körner ausgelegt sind, die sieht man von außen wohl nicht. Anders ist es schwer zu erklären, dass offenbar ganze Kolonien sich ausgerechnet auf Nachbars Balkon aufhalten.
Angeschrieben wurde der Vermieter bereits von mir.
und wie hat er reagiert?

Redfox

Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Redfox »

Baden1957 hat geschrieben:neben der Antwort von ktown ist anzumerken, dass in vielen Städten das Füttern der Tauben gesetzlich verboten ist und bei Verstoß das Ordnungsamt steigende Geldbußen verhängen kann.
Das ist richtig. Hamburg hat z.B. eine solche Regelung. Aber die Verordnung über das Verbot des Fütterns von verwilderten Tauben (Taubenfütterungsverbotsverordnung) vom 1. April 2003 verbietet die Fütterung "auf öffentlichem Grund".

Ein Privatbalkon wird kaum darunterfallen. Ob es Verordnungen gibt, die sich auch auf privaten Grund beziehen, kann ich nicht sagen. Man müsste es dann im Einzelfall prüfen.

Karsten
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Karsten »

Also die entsprechende münchner Regelung macht keinen Unterschied zwischen privatem und öffentlichem Grund: Taubenfütterungsverbotsverordnung.

Waschbärin
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Waschbärin »

Aber so lange der Nachbar Meisenknödel aufhängt und keine Taubenknödel, füttert er Meisen & Co. und nicht gezielt Tauben.

Ich habe hier einen gefiederten "Watz", der regelmässig 90% des Futters aus dem Spender grosszügig in der Umgebung verteilt und sogar ganze Meisenknödel inkl. Metallhalterung stieht. Und logisch bedienen sich an dem verstreuten Zeugs auf dem Boden dann auch die Tauben. Die hier allerdings derzeit durch die Falken stark dezimiert werden. Und deren Reste hab ich dann meist auf dem Balkon liegen... (und so 'ne Taube hat ganz schön viele Federn). Und nicht mal 'nen Nachbarn, den ich dafür verantwortlich machen kann...

Whoknows15
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Whoknows15 »

winterspaziergang hat geschrieben:Die Überlegung, nach der Tauben keine Meisenknödel anfliegen können und daher nicht deswegen auf den Balkon kommen, kann man sich anschließen.
Ebenso, dass der Nachbar seinen Balkon offenbar zu nichts anderem nutzt und daher Tauben und Co sich hier gern und ungestört aufhalten dürften.
Der Knödel spielt indirekt aber schon eine Rolle, denn er lockt allgemein Meisen, Spatzen usw. an und dann kommen vermutlich auch eher Tauben, auch wenn die nichts vom Knödel haben.
Vielleicht füttert der Nachbar die Tauben, indem er auf dem Boden Körner ausgelegt sind, die sieht man von außen wohl nicht. Anders ist es schwer zu erklären, dass offenbar ganze Kolonien sich ausgerechnet auf Nachbars Balkon aufhalten.

Das sind viele Antworten auf meine Fragen. Ich hoffe, ich mache das jetzt richtig, ich bin neu hier.
- Ich habe das mit dem Aufhängen von Meisenknödeln erwähnt, weil er zwar scheinbar "tierlieb" ist,
aber den Taubendreck ignoriert und liegenlässt und dass leider seit über einem Jahr schon.

und wie hat er reagiert?
- Als ich den Vermieter letztes Jahr angeschrieben habe, hat er im Anschluss alle Mieter gefragt, ob ein Netz oder eine Drahtschnur (auf dem Balkongeländer) angebracht werden soll.
Der Großteil entschied sich für eine Drahtschnur, weil "unsichtbarer". Auch dieser Mieter, der seinen Balkon nicht weiter nutzt, ließ eine Drahtschnur anbringen.
Damit ist es aber leider allein nicht getan. Die Tauben fühlen sich ungestört auf diesem Balkon, er geht ja kaum auf seinen Balkon!
Unter ihm wohnt ein Nachbar, bei dem die Tauben auch schon genistet hatten. Wir (Nachbarn im Hause) hatten das taubenproblem bis jetzt immer versucht nachbarschaftlich anzusprechen,
ohne den Vermieter einzuschalten, was immer gut funktioniert hat, bis eben auf diesen einen Mieter, der alles schlicht ignoriert.

-Anfügen möchte ich gerne zu den Mitteilungen über die Mitteilungen zur Mietminderung, dass ich über meinen Mieterverein eine Antwort erhielt, die ich nicht nachvollziehen kann und deswegen weiter im Internet gesucht hatte und schließlich hier auf dem Forum gelandet bin. Hier schreibt man mir als Antwort:
"grundsätzlich kann der Befall von Ungeziefer und Tauben eine Mietminderung auslösen. Zuvor müssten Sie diesen Mangel allerdings dem Vermieter schriftlich anzeigen und ihn zur Behebung des Mangels unter Fristsetzung auffordern. Erst nach fruchtlosem Fristablauf wäre eine Mietminderung denkbar. Größenordnung einer Minderung wäre 10% je nach Intensität des Befalls. Wir empfehlen vor Realisierung einer Minderung, einen persönlichen Termin bei uns zu vereinbaren, da eine Minderung im Fall einer unberechtigten Minderung Ihr Mietverhältnis gefährden kann.
Es müsste sich natürlich auch um Ihren Balkon handeln. Bei Verunreinigungen des Nachbarbalkons wäre eine Mietminderung ausgeschlossen.Wir empfehlen die Vereinbarung eines persönlichen Termins in welchem wir Ihren Vermieter anschreiben, ihm den Mangel mitteilen und ihn zur Behebung auffordern, insbesondere auch dazu, es den Nachbarn zu untersagen, die Tauben anzufüttern."
Die Antwort des Mietervereins verstehe ich überhaupt nicht. Also ich bin ehrlich gesagt ratlos wie zuvor. Ich darf also nur eine Mietminderung anzeigen, wenn eine Taubenverunreinigung auf meinem eigenen Balkon vorliegt? Welcher normale Mensch lässt denn seinen eigenen Balkon, wenn man diesen nutzen will bspw. zum Wäscheaufhängen oder zum Frühstücken verunreinigen von Tauben über ein Jahr lang und den Dreck lässt man liegen. Und dann schreib ich meinem Vermieter und mache auf Mietminderung? Verkehrte Welt würde ich da sagen! Genau genommen darf also dieser Mieter machen was er will, ich muss mich damit abfinden und darf in dem Dreck leben, den er hinterlässt. Die Taubenfedern fliegen durch die Luft, landen auf meiner Frühstücksbutter, die frisch gewaschene Wäsche wird verschmutzt mit Taubenkot. Ich nutze meinen Balkon nur noch eingeschränkt, das ganze ist frustran!
Weiß noch jemand Rat? Wie ist die Rechtslage nun genau?

Karsten
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Karsten »

Dass einer Mietminderung irgendeine Fristsetzung voraus zu gehen hat, ist schlichter Unfug. Tatsächlich beginnt die Minderung in dem Moment an zu laufen, in dem der Mangel auftritt, - und zwar ohne jedes Zutun und sogar ohne den Willen des Mieters, ganz automatisch. Letztlich ist das aber nicht wirklich wichtig. Es bestätigt nur die immer wieder berichtete Erfahrung, dass die Mietervereine bei ihren Auskünften nicht sehr korrekt sind.
Richtig ist aber, dass der Mieter sich so lange nicht auf eine Minderung berufen kann, wie der Vermieter durch eine fehlende Benachrichtigung daran gehindert ist, den Mangel zu beseitigen.
Richtig ist auch, dass den Mieter nur Mängel SEINER Wohnung zur Minderung berechtigen. Es kommt also darauf an, wie weit der Mieter tatsächlich an der Nutzung seiner Wohnung gehindert ist. Unerheblich ist dabei die subjektive Empfindlichkeit des Mieters. Sich gestört fühlen reicht nicht, man muss schon gestört sein; Und der Dreck auf Nachbars Balkon stellt nun mal erst dann eine Störung dar, wenn er auf den eigenen fällt.

Waschbärin
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Waschbärin »

Wenn der Nachbarbalkon zentimeterdick mit Taubenkot bedeckt wäre und das entsprechend stark stinken würde, dann würde das schon eine Beeinträchtigung darstellen. Wenn das der Fall sein sollte, dann könnte man die Sache fotografieren, den Geruch durch einige andere Mieter (die man dafür mal auf den eigenen Balkon bittet) bestätigen und dem Vermieter zukommen lassen. Der würde dann bestimmt auf seinen Mieter entsprechend einwirken dass dieser Zustand geändert wird.

Aber ein paar Flaumfedern, die hin und wieder mal auf dem eigenen Balkon landen, oder dass sich mal eine Taube oder ein anderer Vogel auf den eigenen Balkon verirrt, sorry, das gehört zum Leben. Wenn man seine Wäsche draussen zum trocknen aufhängt, dann kann es schon mal passieren dass dort ein Vogel drauf sch... Egal ob auf dem Balkon oder im Garten. Dito wenn man draussen isst und trinkt: Blätter, Insekten, auch mal 'ne Vogelfeder... Es kann sich immer mal etwas ins Glas oder auf den Teller oder die Butter verirren. Ich kenne es seit meiner Kindheit nicht anders dass man deswegen Nahrungsmittel und auch gefüllte Gläser etc. entsprechend abdeckt (man muss seine Butter nicht das gesamte Frühstück über offen stehen lassen, bei uns kam da nach dem Brotschmieren draussen immer gleich wieder der Deckel der Butterdose drüber; dito gibt es extra Deckel zu kaufen mit denen man Gläser, Tassen etc. abdecken kann).

Wenn man sich draussen aufhält muss man damit leben dass es dort auch andere Lebewesen gibt. Man hat kein Anrecht darauf im eigenen Garten oder auf dem Balkon nicht direkt oder indirekt mit der Dasein anderer Lebewesen konfrontiert zu werden. Und man fällt auch nicht gleich tot um nur weil sich in der Nähe eines Hauses auch Vögel aufhalten. Hier nisten die Tauben in manchen Jahren ca. 5 m von meinem Balkon entfernt, direkt auf Augenhöhe, auf dem ich oft und gerne frühstücke und auch andere Mahlzeiten einnehme. Ich habe noch nie Bedenken gehabt dadurch gesundheitlich irgendwie geschädigt zu werden. Obwohl ich, wenn eine der Tauben durch einen der Greifvögel geschlagen wurde, meist Unmengen von Federn (und manch anderes) auf meinem Balkon liegen habe. Falken, Eulen & Co. lassen sich gerne mal auf unserem Dachfirst nieder um ihre Beute zu verzehren, und dann landen die Reste halt bei mir. Und dass der Handlauf des Balkongeländers, wenn man sich in der warmen Jahreszeit regelmässig darauf aufhält, wöchentlich und ggf. auch mal zwischendurch mit einem Lappen und warmen Seifenwasser von Vogelkot (und der Rest des Geländers ggf. von Spinnweben) gereinigt wird gehört zum wöchentlichen Hausputz dazu. Im übrigen hat früher jede Hausfrau auch ihre Wäscheleinen im Garten feucht abgewischt, bevor sie ihre Wäsche darauf aufgehängt hat.

Das gehört alles zum ganz normalen Leben, wenn man seinen Balkon nutzt. Auch dass der Balkonnachbar ggf. Vögel füttert (Experten empfehlen inzwischen gerade in der Stadt die ganzjährige Wildvogelfütterung). Extreme Bealstungen muss man nicht ertragen. Das wäre z.B. der anfangs erwähnte zentimeterdicke Taubenkot auf dem Nachbarbalkon. Oder wenn unzählige Brieftauben eines Nachbarn den Balkon täglich als Einflugschneise zu ihrem Taubenschlag nutzen. In solchen Fällen bekommt man i.d.R. Recht zugesprochen wenn man sich für den Rechtsweg entscheidet (z.B. dass der Nachbar die Anzahl seiner Brieftauben reduzieren muss und/oder die Tauben nur noch zu festgelegten Zeiten aus dem Schlag lassen darf etc.).

Ein einzelnes Wildtaubenpärchen aber, das den Nachbarbalkon anfliegt weil es sich dort am Wildvogelfutter bedient, ist aber doch etwas ganz anderes (selbst wenn es dort mal nisten sollte). Und auch dass dieser Balkon vielleicht ungepflegt aussieht. Man kann in so einem Fall auch einfach einen Sichtschutz zur Seite dieses Nachbarn hin anbringen (die gibt es auch in einer "Rolloversion" zum Ausziehen). Dann muss man sich den Schmuddelbalkon nicht ansehen wenn man draussen frühstücken möchte, und Federn etc. wehen einem von dort dann auch nicht mehr auf's Marmeladenbrötchen. Das wäre für mich die erste Option, über die ich mit meinem Vermieter in so einem Fall reden würde.

Whoknows15
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Whoknows15 »

Waschbärin hat geschrieben:Wenn der Nachbarbalkon zentimeterdick mit Taubenkot bedeckt wäre und das entsprechend stark stinken würde, dann würde das schon eine Beeinträchtigung darstellen. Wenn das der Fall sein sollte, dann könnte man die Sache fotografieren, den Geruch durch einige andere Mieter (die man dafür mal auf den eigenen Balkon bittet) bestätigen und dem Vermieter zukommen lassen. Der würde dann bestimmt auf seinen Mieter entsprechend einwirken dass dieser Zustand geändert wird.

Aber ein paar Flaumfedern, die hin und wieder mal auf dem eigenen Balkon landen, oder dass sich mal eine Taube oder ein anderer Vogel auf den eigenen Balkon verirrt, sorry, das gehört zum Leben. Wenn man seine Wäsche draussen zum trocknen aufhängt, dann kann es schon mal passieren dass dort ein Vogel drauf sch... Egal ob auf dem Balkon oder im Garten. Dito wenn man draussen isst und trinkt: Blätter, Insekten, auch mal 'ne Vogelfeder... Es kann sich immer mal etwas ins Glas oder auf den Teller oder die Butter verirren. Ich kenne es seit meiner Kindheit nicht anders dass man deswegen Nahrungsmittel und auch gefüllte Gläser etc. entsprechend abdeckt (man muss seine Butter nicht das gesamte Frühstück über offen stehen lassen, bei uns kam da nach dem Brotschmieren draussen immer gleich wieder der Deckel der Butterdose drüber; dito gibt es extra Deckel zu kaufen mit denen man Gläser, Tassen etc. abdecken kann).

Wenn man sich draussen aufhält muss man damit leben dass es dort auch andere Lebewesen gibt. Man hat kein Anrecht darauf im eigenen Garten oder auf dem Balkon nicht direkt oder indirekt mit der Dasein anderer Lebewesen konfrontiert zu werden. Und man fällt auch nicht gleich tot um nur weil sich in der Nähe eines Hauses auch Vögel aufhalten. Hier nisten die Tauben in manchen Jahren ca. 5 m von meinem Balkon entfernt, direkt auf Augenhöhe, auf dem ich oft und gerne frühstücke und auch andere Mahlzeiten einnehme. Ich habe noch nie Bedenken gehabt dadurch gesundheitlich irgendwie geschädigt zu werden. Obwohl ich, wenn eine der Tauben durch einen der Greifvögel geschlagen wurde, meist Unmengen von Federn (und manch anderes) auf meinem Balkon liegen habe. Falken, Eulen & Co. lassen sich gerne mal auf unserem Dachfirst nieder um ihre Beute zu verzehren, und dann landen die Reste halt bei mir. Und dass der Handlauf des Balkongeländers, wenn man sich in der warmen Jahreszeit regelmässig darauf aufhält, wöchentlich und ggf. auch mal zwischendurch mit einem Lappen und warmen Seifenwasser von Vogelkot (und der Rest des Geländers ggf. von Spinnweben) gereinigt wird gehört zum wöchentlichen Hausputz dazu. Im übrigen hat früher jede Hausfrau auch ihre Wäscheleinen im Garten feucht abgewischt, bevor sie ihre Wäsche darauf aufgehängt hat.

Das gehört alles zum ganz normalen Leben, wenn man seinen Balkon nutzt. Auch dass der Balkonnachbar ggf. Vögel füttert (Experten empfehlen inzwischen gerade in der Stadt die ganzjährige Wildvogelfütterung). Extreme Bealstungen muss man nicht ertragen. Das wäre z.B. der anfangs erwähnte zentimeterdicke Taubenkot auf dem Nachbarbalkon. Oder wenn unzählige Brieftauben eines Nachbarn den Balkon täglich als Einflugschneise zu ihrem Taubenschlag nutzen. In solchen Fällen bekommt man i.d.R. Recht zugesprochen wenn man sich für den Rechtsweg entscheidet (z.B. dass der Nachbar die Anzahl seiner Brieftauben reduzieren muss und/oder die Tauben nur noch zu festgelegten Zeiten aus dem Schlag lassen darf etc.).

Ein einzelnes Wildtaubenpärchen aber, das den Nachbarbalkon anfliegt weil es sich dort am Wildvogelfutter bedient, ist aber doch etwas ganz anderes (selbst wenn es dort mal nisten sollte). Und auch dass dieser Balkon vielleicht ungepflegt aussieht. Man kann in so einem Fall auch einfach einen Sichtschutz zur Seite dieses Nachbarn hin anbringen (die gibt es auch in einer "Rolloversion" zum Ausziehen). Dann muss man sich den Schmuddelbalkon nicht ansehen wenn man draussen frühstücken möchte, und Federn etc. wehen einem von dort dann auch nicht mehr auf's Marmeladenbrötchen. Das wäre für mich die erste Option, über die ich mit meinem Vermieter in so einem Fall reden würde.
Ich antworte Ihnen:
Sie schreiben von einem einzelnen Tauben-Wildpärchen. Meinen Sie die Siutation bei sich? Meine Situation kennen Sie nicht. Der Balkon ist vom Nachbar seit über einem Jahr (!) nicht mehr gereinigt worden. Alles an Taubenhinterlassenschaften (Kot, Federn, Nistmaterial) liegt hier herum. Insgesamt ist hier an unserem Hause leider eine starke Zunahme der Taubenpopulation festzustellen. Allein nur an unserem Haus lässt sich regelmäßig eine Horde von etwa 8 - 10 Tauben nieder. Ich spreche hier wirklich nicht davon allein inmitten von anderen "Lebewesen" leben zu wollen. Ich habe eher den Eindruck, dass dieser Nachbar sich überhaupt nicht für sein Umfeld, seine Nachbarn, für Hygiene und Sauberkeit interessiert. Auch das eine andere Nachbarin die Tauben dann auch noch fütterte- für mich "verkehrt gelebte Welt". Wenn Nachbarn ganz normale Hygiene und Pflege einhalten würden, hätten wir wahrscheinlich dieses Problem nicht. Ich bin keine pingelig spießige Putzfee. Es ist nur zunehmend ungepflegt und verwahrlost das ganze Haus. Ich habe doch als Mieter einen Anspruch darauf in einem gepflegten und sauberen Haus zu wohnen, sonst hätte ich ja gleich andernorts mieten können.

Karsten
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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Karsten »

Sie haben ein Recht darauf, in einer vertragsgemäß mängelfreien Wohnung zu wohnen. Ihre Rechte erstrecken sich auf diese, ihre, Wohnung, nicht aber darauf, wie ihre Nachbran die Welt zu sehen haben und auch nicht darauf, wie die mit IHRER Wohnung umgehen. Wenn es diesem Nachbarn egal ist, wie SEIN Balkon aussieht, dann ist es SEIN gutes Recht.
Ich hatte es oben schon geschrieben: persönliche Befindlichkeiten begründen keine Rechtsansprüche gegen ihren Vermieter und schon gar nicht gegen Dritte, also andere Mieter. Sie mögen sich zwar stark gestört fühlen, objektiv handelt es sich hier aber doch eher um einen geringfügigen Mangel.
Natürlich endet der Rechtsanspruch des Mieters nicht abrupt an der Innenkante der Wohnungstür. Es hat z.B. schon erfolgreiche Klagen wegen völlig desolater Treppenhäuser und Fassaden gegeben, die durch Graffiti verschandelt waren. Aber seine eigenen Vorstellungen von Sauberkeit und Gepflegtheit auch in andere Wohnungen hinein durchzusetzen... ist eher schwierig.
Das hindert aber nicht daran, weiter Druck auf den Vermieter auszuüben, damit er den Nachbarn zur Ordnung ruft. Hier leidet ja sein Eigentum.

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Re: Taubenverunreiniung - frustrierend -Mietswohnung

Beitrag von Zafilutsche »

Wir können nun nicht wissen, wie stark die Verunreinigungen tatsächlich sind.
Aber vielleicht kann man den Hebel auch woanders ansetzen, denn vom Taubenkot gehen
Gefahren für den Menschen aus
Ggf könnte man das Ordnungsamt/bzw. veterinär Amt bei der Problemstellung mit ins Boot holen.
Fragen kostet nix!

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