Wartung von Silikonfugen

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cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Zum Zeitpunkt der von Ihnen genannten Urteile konnte er das ja auch nicht, weil da gab es die DIN in der aktuellen Fassung ja nicht...
Auch in einer anderen Fassung hat der BGH sich bei dieser Thematik im Mietrecht noch nie auf eine DIN-Norm berufen, auch keine anderen Gerichte. Aber wenn Sie eine neuere Entscheidung haben.....
Auch ein Richter wird sich (wenn er es denn versteht) an die technischen Gegebenheiten halten und nicht per Urteil festlegen, dass die Erde eine Scheibe ist, wenn er es besser weiß
Das sieht der BGH ebenfalls anders (und das nicht nur hier, so zB. auch bei der Wohnflächenberechnung). Er bezieht sich auf § 28 II. Berechnungsverordnung (und wendet diese auch im preisfreien Wohnraum an).
Wie definiert den der BGH nun Wartung.
Er bezieht sich zunächst einmal auf § 28 II. BV. Versuchen Sie es doch erst mal damit.

Im Übrigen ist das letztlich ohnehin ohne Relevanz, weil auch "Wartungen" Sache des Vermieters sind, so sie nicht ausnahmsweise nach der BetrKV umlagefähig sind und umgelegt wurden (wobei auch da der Vermieter selbst tätig werden muss, dann aber die Kosten umlgegen dürfte). Für Fälle wie diese gibt es aber keine Umlageposition.
windalf
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Auch in einer anderen Fassung hat der BGH sich bei dieser Thematik im Mietrecht noch nie auf eine DIN-Norm berufen, auch keine anderen Gerichte. Aber wenn Sie eine neuere Entscheidung haben.....
Nur weil er das in der Vergangenheit nicht getan hat, hat er sich wohl nicht automatisch drauf festgelegt es in der Zukunft nicht zu tun...
Er bezieht sich zunächst einmal auf § 28 II. BV. Versuchen Sie es doch erst mal damit.
Da steht hinsichtlich dieses Abgrenzungsproblems nichts hilfreiches...


Im Übrigen ist das letztlich ohnehin ohne Relevanz, weil auch "Wartungen" Sache des Vermieters sind
Das ist so pauschal totaler Blödsinn... Nur um Mal ein Beispiel zu nennen: In Bayern der Mieter für die Wartung der Rauchmelder zuständig...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
Evariste
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Evariste »

Hanomag hat geschrieben:
schneckenkorn hat geschrieben: Schimmel bildet sich zumeist dort wo das Silikon nicht mehr am Material haftet.
Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann. Schimmel bildet sich in einem feuchten Milieu, meist durch das Verschulden des Mieters (Kein ausreichendes Lüften nach dem Duschen, kein trockenreiben der Duschkabine einschl. Silikonfugen).
Das Problem ist, wenn das Silikon nicht mehr am Material haftet, dann bilden sich zwischen Material und Silikon Ritzen, in den sich die Feuchtigkeit sammelt. Und diese Ritzen bekommt man beim besten Willen nicht mehr trocken. Das führt dann zu Schimmel.

Noch schlimmer, beim Duschen kann immer wieder Wasser nach unten tropfen. Ich hatte selbst mal so einen Fall, wo eine undichte Fuge dazu geführt hat, dass in der Wohnung unter mir im Laufe der Zeit ein Wasserschaden (häßliche Flecken an der Decke) entstanden ist.
cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Nur weil er das in der Vergangenheit nicht getan hat, hat er sich wohl nicht automatisch drauf festgelegt es in der Zukunft nicht zu tun...
Es ist seit Jahren laufende BGH-Rechtsprechung. Daher ist das eher unwahrscheinlich. Aber wer weiß schon, was in hundert Jahren ist.

Da steht hinsichtlich dieses Abgrenzungsproblems nichts hilfreiches...
Tja, und da beginnt jetzt die juristische Arbeit. Wie wäre es, wenn Sie erst mal mit der Norm arbeiten und schauen, ob der Fall darunter fällt. Zudem dürften die Abgrenzungskriterien des BGH leicht im Internet zu finden sein. Sie haben ja die Behauptung aufgestellt.

Das ist so pauschal totaler Blödsinn... Nur um Mal ein Beispiel zu nennen: In Bayern der Mieter für die Wartung der Rauchmelder zuständig...
Wenn man keine Ahnung von Mietrecht hat, .....

Das ist öffentliches Recht und hat mit dem Mietvertrag rein garnichts zu tun. Die Landesbauordnung regelt nur, an wen sich die Verwaltung wenden kann und wer Adressat ihrer Verfügungen ist.

Mit dem Inhalt des Mietvertrages und der Regelung des § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB steht das in keinem Zusammenhang. Was meinen Sie denn, warum Wartungskosten bzgl. der Rauchwarnmelder, auch in Bayern, als Betriebskosten umgelegt werden?

Oder glauben Sie, die Landesbauordnung sei ein Verbotsgesetz iSd. § 134 BGB oder ginge § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB vor? Da würden mich die Quellen doch mal interessieren.

Haben Sie jetzt eigentlich auch mal irgendwelche eigenen juristisch haltbaren Quellen für Ihre Behauptung, die Erneuerung von Silikon könnte eine Wartung sein (was mietrechtlich natürlich völliger Unsinn ist, aber Sie haben das ja behauptet), oder verbliebt das hier weiter in stichwortartigem Stochern im Nebel? Denn außer einer von keinem Gericht anerkannten DIN-Norm kam von Ihnen hinsichtlich Ihrer Behauptung bislang rein garnichts.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Sie haben ja die Behauptung aufgestellt.
Was für eine Behauptung habe ich denn aufgestellt. SIe haben behauptet es handelt sich um Instandsetzung und ich habe behauptet das kann sein muss aber nicht so sein muss. Warum es sich nun auf jeden Fall um Instandsetzung handeln muss konnten SIe bisher nicht untermauern...
Das ist öffentliches Recht und hat mit dem Mietvertrag rein garnichts zu tun.
Ja und? Ihre offensichtlich falsche Behauptung war
cmd.dea hat geschrieben: Im Übrigen ist das letztlich ohnehin ohne Relevanz, weil auch "Wartungen" Sache des Vermieters sind
auf Basis welchen Rechtsgebietes sich nun ergibt das ihre Behauptung falsch ist spielt doch keine Rolle...
Mit dem Inhalt des Mietvertrages und der Regelung des § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB steht das in keinem Zusammenhang.
Das habe ich auch nicht behauptet...
Haben Sie jetzt eigentlich auch mal irgendwelche eigenen juristisch haltbaren Quellen für Ihre Behauptung, die Erneuerung von Silikon könnte eine Wartung sein
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Ich habe behauptet man kann das pauschal nicht auf Instandsetzung festzurren und das inhaltlich begründet. Es ist doch an Ihnen eine haltbare juristische Quelle zu bennen die aufzeigt, dass die Erneuerung von Silikonnähten in jedem Falle immer unter Instandsetzung fallen muss.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

cmd.dea hat geschrieben:Da der Schimmel ein Mangel ist, muss dieser beseitigt werden. Wenn das ohne Erneuerung der Silikonfugen geht, muss das auch nicht gemacht werden.
Man kann mit Putzen schon einiges erreichen, doch an den Stellen (hauptsächlich Ecken), wo das Wasser länger steht, da bleibt es einfach schwarz. Ist das nun ein Mangel, oder nur ein Schönheitsfehler?
Evariste hat geschrieben:Das Problem ist, wenn das Silikon nicht mehr am Material haftet, dann bilden sich zwischen Material und Silikon Ritzen, in den sich die Feuchtigkeit sammelt. Und diese Ritzen bekommt man beim besten Willen nicht mehr trocken. Das führt dann zu Schimmel.
Genau das habe ich nachfolgend ausgesagt:
Hanomag hat geschrieben:
schneckenkorn hat geschrieben: Schimmel bildet sich zumeist dort wo das Silikon nicht mehr am Material haftet.
Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann.
Hanomag
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Der Mieter hat eine neue Wohnung übernommen, hat die Fugen infolge mangelhafter Pflege anschimmeln lassen, z. B. Duschfugen nach dem Duschen nicht trocken gerieben
:lachen: :lachen: das meinen sie jetzt aber nicht im ernst?
Da dies von vielen so gesehen wird, braucht sich niemand über so eine Schimmelbildung wundern. Gleiches gilt übrigens auch für verkalkte Duchkabinen.

Es ist zwar verständlich, weil es nach dem Duschen viel schöneres gibt, als die Dusche auszuputzen, aber wer hat den dann den Schimmel verursacht?
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Evariste »

Hanomag hat geschrieben: Genau das habe ich nachfolgend ausgesagt:
Hanomag hat geschrieben:
schneckenkorn hat geschrieben: Schimmel bildet sich zumeist dort wo das Silikon nicht mehr am Material haftet.
Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann.
Ja, aber der Rest hat nicht gepasst. Wenn sich Feuchtigkeit in der Ritze einer schadhaften Silikonfuge sammelt, dann ist dies - jedenfalls dann, wenn sich die Fuge im Nassbereich befindet - kein Verschulden des Mieters. Eine Ritze, die möglicherweise bis zur Wand durchgeht (die dann ebenfalls feucht wird), kann man nicht trockenreiben und auch fleißiges Lüften führt nicht dazu, dass das Wasser in der Ritze verdunstet. Natürlich sollte der Mieter den Schaden unverzüglich seinem Vermieter melden, damit der ihn beheben kann.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Was für eine Behauptung habe ich denn aufgestellt.
Dass es sich bei bei Maßnahmen, die Verschlechterungen des Zustandes der Mietsache beheben oder diesen Zustand erhalten, um Wartungen handeln könnte. Das Mietrecht kennt aber nun einmal nur die Pflichten aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, aus denen folgt, dass der Vermieter die Mietsache jederzeit in dem Zustand zu erhalten hat, wie sie übergeben wurde (mit Ausnahme der Schönheitsreparaturen).

Da in § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB eine Wartung nicht drinnen steht, frage ich Sie noch immer, wie Sie darauf kommen.

Vielleicht haben Sie Wartung schlicht mit Instandhaltung iSd. Norm verwechselt. Das ist aber nicht das gleiche. Den Begriff der Wartung kennt das Gesetz jedoch hier nicht, lediglich im Betriebskostenrecht wird dieser von der Rechtsprechung verwendet (das sind die BGH-Urteile, die ich meinte).

Bringen Sie jetzt einen Beleg dafür oder nicht mehr.
SIe haben behauptet es handelt sich um Instandsetzung
Ich habe mich im Gegensatz zu Ihnen an das Gesetz gehalten und die in § 535 BGB bei den Pflichten genannten Begriffe verwendet, die - das können Sie gerne in jedem Mietrechtskommentar nachlesen - jede Behebungs- oder Erhaltungsmaßnahme der Mietsache erfassen. Der Vermieter ist nach § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB vollumfassend für den gesamten Zustand, dessen Wiederherstellung und Erhaltung verantwortlich (ausgenommen wirksam übertragene Schönheitsreparaturen), weil das mit der Miete abgegolten ist. Diese Pflichten und die des Mieters sind hier auch abschließend geregelt.

Eine Wartung findet sich hier jedoch nicht, so dass Sie es sind, der belegen müsste, dass diese hier doch eine rechtliche Bedeutung hätte.
und ich habe behauptet das kann sein muss aber nicht so sein muss.
Und welcher Grundlage Sie das entnehmen, ist nach wie vor ohne jeden Beleg. Das Gesetz gibt es nicht her.
Warum es sich nun auf jeden Fall um Instandsetzung handeln muss konnten SIe bisher nicht untermauern...
Das ergibt sich aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB. Sie können es wie gesagt auch gerne unter Instandhaltung fassen. Wartung steht dort noch immer nicht und eine solche kennt das Mietrecht in diesem Zusammenhag auch nicht. Haben Sie eine andere Norm des Mietrechts, die Ihre Aussage stützt?
auf Basis welchen Rechtsgebietes sich nun ergibt das ihre Behauptung falsch ist spielt doch keine Rolle...
Meine Behauptung wäre erst falsch, wenn die Regelungen der Landesbauordnung irgend etwas dazu sagen würden, wer in einem zivilrechtlichen Mietvertrag welche Pflichten hat.

Hierzu haben ich Ihnen auch bereits einiges erklärt, was Sie mal eben völlig ignoriert haben.

Nochmal: Die Pflichten zwischen Vermieter und Mieter egeben sich aus dem Mietvertrag und zudem aus den §§ 535 ff. BGB. Die Landesbauordnung regelt das öffentlich-rechtliche Verhältnis zwischen der Verwaltung und einem aus öffentlichem Recht Verpflichteten gegenüber der Behörde.

Ich warte nach wie vor auf Ihren Beleg dafür, dass öffentich-rechtliche Regelungen der Landesbauordnung Einfluss auf die Rechte und Pflichten des Mietvertrages zwischen Vermieter und Mieter nehmen.

Kommt da jetzt etwas?
Das habe ich auch nicht behauptet...
Doch das haben Sie, da Sie eine zivilrechtliche Pflicht des Vermieters gegenüber dem Mieter damit negiert haben, dass eine öffentlich-rechtliche Pflicht des Mieters gegenüber der Behörde bestehen würde.

Ich warte nach wie vor auf einen Beleg von Ihnen für diese Behauptung.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 12.01.16, 19:13, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

Hanomag hat geschrieben:Man kann mit Putzen schon einiges erreichen, doch an den Stellen (hauptsächlich Ecken), wo das Wasser länger steht, da bleibt es einfach schwarz. Ist das nun ein Mangel, oder nur ein Schönheitsfehler?
Sie haben jetzt das Thema vom Schimmel auf dessen Vorbeugung geändert.

Aber egal: Die Frage ist, welche Pflichten der Mieter hat. Und eine solche dahingehend, nach jedem Benutzen des Bades alles Silikonfugen abzurubbeln, gibt es nicht.
Evariste hat geschrieben:Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann.
Dann muss das Bad so beschaffen sein, dass der Mieter durch übliches Lüften dieses verhindern kann. So hat etwa in dem Verfahren AG Siegburg, Urteil vom 04.01.2008 - 117 C 306/06 der Sachverständige festgestellt, dass die Feuchtigkeitsbildungen auf den dortigen Silikonfugen im Bad durch die bauliche Situation und die Einrichtungen (u.a. Undichtigkeit der Duchwand) verursacht war, weshalb der Mieter durch normale Lüftungs- und Trocknungsverhalten dieses nicht verhindern konnte. Der Vermieter konnte sich somit nicht entlasten und der Mangel wurde ihm angelastet.

Ob das hier so oder anders ist, vermag keiner zu sagen. Sollte es zum Gerichtsverfahren kommen, wird einer Sachverständiger das feststellen.
windalf
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Vielleicht haben Sie Wartung schlicht mit Instandhaltung iSd. Norm verwechselt.
Wartung ist ein Teil von Instandhaltung und nicht irgendwas "Paralleles".
Der Vermieter ist nach § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB vollumfassend für den gesamten Zustand, dessen Wiederherstellung und Erhaltung verantwortlich (ausgenommen wirksam übertragene Schönheitsreparaturen), weil das mit der Miete abgegolten ist.
Was nichts anderes heißt, dass er grds. (mit z.B. Ausnahmen. Eine davon habe ich ja genannt) auch für die Wartung verantwortlich ist, weil Wartung eben der Erhaltung des Zustandes dient. Das habe ich auch nicht angezweifelt sondern nur gesagt das es sich bei dem Sachverhalt nicht um Instandsetzung handeln muss...
Wartung steht da nirgends, also frage ich Sie, wie Sie das hernehmen.
Nur weil es da nicht explizit steht, heißt es nicht, dass es das nicht ist... Es bleibt aber weiterhin strittig ob es sich um Instandsetzung oder Wartung handelt. Unstrittig handelt es sich um Instandhaltung.
Und welcher Grundlage Sie das entnehmen, ist nach wie vor ohne jeden Beleg.
Ich hoffe die Ausführungen oben reichen als Beleg...
Das ergibt sich aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB. Sie können es wie gesagt auch gerne unter Instandhaltung fassen. Wartung steht dort noch immer nicht und eine solche kennt das Mietrecht in diesem Zusammenhag auch nicht. Haben Sie eine andere Norm des Mietrechts, die Ihre Aussage stützt?
Braucht da auch ncith stehen, weil die Wartung ja Teil der Instandhaltung ist (aber nicht Teil der Instandsetzung)
Meine Behauptung wäre erst falsch, wenn die Regelungen der Landesbauordnung irgend etwas dazu sagen würden, wer in einem zivilrechtlichen Mietvertrag welche Pflichten hat.
Nein Sie ist deswegen falsch, weil Sie die Begriffe Instandsetzung und Instandhaltung nicht voneinander trennen können...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Wartung ist ein Teil von Instandhaltung und nicht irgendwas "Paralleles".
Auch das ist falsch. Der BGH unterscheidet im Urteil vom 7. 4. 2004 - VIII ZR 167/03 und im Urteil vom 14. 2. 2007 - VIII ZR 123/06 ausdrücklich zwischen Instandsetzung und Instandhaltung iSd. § 1 Abs. 2 BetrKV einerseits, sowie Wartungen andererseits.

Mietrechtlich ist Wartung also nicht das gleiche wie Instandhaltung.
Was nichts anderes heißt, dass er grds. (mit z.B. Ausnahmen. Eine davon habe ich ja genannt)
Nein, die ist falsch.
auch für die Wartung verantwortlich ist, weil Wartung eben der Erhaltung des Zustandes dient. Das habe ich auch nicht angezweifelt sondern nur gesagt das es sich bei dem Sachverhalt nicht um Instandsetzung handeln muss...
Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie das von Anfang an meinten, denn ansonsten hätten Sie darauf überhaupt nicht hingewiesen, wenn es doch ohnehin keinerlei Unterschied gemacht hätte.

Was war denn überhaupt der rechtliche Sinn des Einwandes?
Nur weil es da nicht explizit steht, heißt es nicht, dass es das nicht ist
Das sieht der BGH anders (siehe oben). Zudem bleibt es nach wie vor alleine bei Ihrer Behauptung, dass es das selbe sei. Haben Sie ein Gesetz oder ein Urteil, die das belegen?
... Es bleibt aber weiterhin strittig ob es sich um Instandsetzung oder Wartung handelt. Unstrittig handelt es sich um Instandhaltung.
Das ist keineswegs unstreitig, weil wir nicht wissen, was genau vorgefallen ist. Erkennbar war das Silikon jedoch in einem schlechteren Zustand als bei Übergabe, so dass die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes natürlich eine Instandsetzung ist. Wie Sie da auf Wartung, Instandhaltung oder was auch immer kommen, wird wohl Ihre Geheimnis bleiben.
Braucht da auch ncith stehen, weil die Wartung ja Teil der Instandhaltung ist (aber nicht Teil der Instandsetzung)
Das ist noch immer falsch, wie nicht nur der BGH laufend feststellt. Auch die von Ihnen selbst ins Spiel gebrachten Rauchwarnmelder (dazu näher unten) belegen genau das Gegenteil.

Denn die - wie Sie es selbst nennen - Wartung der Rauchwarnmelder ist weder Instandsetzung, noch Instandhaltung (zB LG Magdeburg, Urt. v. 27. 9. 2011 − 1 S 171/11; AG Schönebeck, Urteil vom 04. Mai 2011 – 4 C 148/11). Das muss auch so sein, da sie sonst nicht umlagefähig wäre (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV).

Wartung ist im Mietrecht also keinesfalls das selbe wie Instandhaltung.

Drittens: Haben Sie nun einen gesetzlichen oder gerichtlichen Beleg für diese Behauptung? Denn mehr als Dinge behaupten, die nicht im Gesetz stehen, haben Sie bislang nicht getan.
Nein Sie ist deswegen falsch, weil Sie die Begriffe Instandsetzung und Instandhaltung nicht voneinander trennen können...
Sie reden wirr, obwohl ich Ihnen eine konkrete Frage gestellt habe.

Sie haben behauptet, der Vermieter schulde keine Wartung, weil die bayrische Landesbauordnung den Mieter in die Pflicht nehme. Daher habe ich Sie gefragt, wie Sie darauf kommen, dass öffentiches Recht Einfluss auf zivilrechtliche Verträge hätte, insbesondere auch dahingehend, ob sie die Regelung des Art. 46 Abs. 4 Satz 4 BayLBauO als Verbotsgesetz iSd. § 134 BGB ansehen, da nur dann Ihre Behauptung zutreffend wäre. Und wenn Sie das meinen, warum das so sei und welche Voraussetzungen eines Verbotsgesetzes hier weshalb vorliegen würden.

Ich stelle also fest, dass Sie keinen Beleg für diese Behauptung haben und nicht begründen könnenn, dass und warum öffentliches Recht Einfluss auf zivilrechtliche Vereinbrarungen haben würde und wie die Regelung des § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB aus einer Vermieterpflicht gegenüber dem Mieter auf einmal aufgehoben oder in eine Mieterpflicht gegenüber dem Vermieter gewandelt würde.

Das wäre nämlich eine ziemlich neue Erkenntnis im Miet- und insgesamt im Vertragsrecht, auf deren Begründung und Beleg ich schon gespannt bin.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 12.01.16, 21:40, insgesamt 10-mal geändert.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von ktown »

Hanomag hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Der Mieter hat eine neue Wohnung übernommen, hat die Fugen infolge mangelhafter Pflege anschimmeln lassen, z. B. Duschfugen nach dem Duschen nicht trocken gerieben
:lachen: :lachen: das meinen sie jetzt aber nicht im ernst?
Da dies von vielen so gesehen wird, braucht sich niemand über so eine Schimmelbildung wundern. Gleiches gilt übrigens auch für verkalkte Duchkabinen.

Es ist zwar verständlich, weil es nach dem Duschen viel schöneres gibt, als die Dusche auszuputzen, aber wer hat den dann den Schimmel verursacht?
Irgendwie vermisse ich die vielen kleinen Helferlein die in Schwimmbädern, Sportstätten, Unterkunftsbetrieben, Sozialräumen von Betrieben, usw. tagtäglich mit dem Lappen durch die Duschen flitzen um die Silikonfugen trocken zu reiben.

Eine Silikonfuge ist und bleibt eine auf eine begrenzte Dauer in ihrer Funktion verlässliche Masse. Sie wird, auch mit fungiziden Anteilen, immer über kurz oder lang Schimmel ansetzen und Risse bekommen. Viele Dachdecker haben in der Vergangenheit dies leidvoll am eigenen Geldbeutel spüren können.

Daher dürfen sie gerne Silikonfugen trocken reiben. Aber in Blickrichtung des Mietrechts ist mir kein Urteil bekannt, in dem einem Mieter die Reparaturkosten einer schimmeligen Silikonfuge aufgebürdet wurde, weil er diese nicht regelmäßig pflegte.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

Hanomag hat geschrieben:
schneckenkorn hat geschrieben: Schimmel bildet sich zumeist dort wo das Silikon nicht mehr am Material haftet.
Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann.
Ich hätte besser schreiben sollen: Weil in diesem Fall die Feuchtigkeit nicht weggewischt oder durch Lüften ausgetrocknet werden kann. Aber es war eigentlich klar formuliert. Dort in der Fuge.
Evariste hat geschrieben:Ja, aber der Rest hat nicht gepasst. Wenn sich Feuchtigkeit in der Ritze einer schadhaften Silikonfuge sammelt, dann ist dies - jedenfalls dann, wenn sich die Fuge im Nassbereich befindet - kein Verschulden des Mieters. Eine Ritze, die möglicherweise bis zur Wand durchgeht (die dann ebenfalls feucht wird), kann man nicht trockenreiben und auch fleißiges Lüften führt nicht dazu, dass das Wasser in der Ritze verdunstet. Natürlich sollte der Mieter den Schaden unverzüglich seinem Vermieter melden, damit der ihn beheben kann.
Der Rest
Schimmel bildet sich in einem feuchten Milieu, meist durch das Verschulden des Mieters (Kein ausreichendes Lüften nach dem Duschen, kein trockenreiben der Duschkabine einschl. Silikonfugen
bezog sich auf ein intakte Siliconfugen. Die nichthaftenden hatte Schneckenkorn unpassernderweise eingemengt.
Hanomag
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

cmd.dea hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Man kann mit Putzen schon einiges erreichen, doch an den Stellen (hauptsächlich Ecken), wo das Wasser länger steht, da bleibt es einfach schwarz. Ist das nun ein Mangel, oder nur ein Schönheitsfehler?
Sie haben jetzt das Thema vom Schimmel auf dessen Vorbeugung geändert.
Habe ich nicht beabsichtigt. Aber meine Aussage ist tatsächlich nicht eindeutig.
cmd.dea hat geschrieben:Aber egal: Die Frage ist, welche Pflichten der Mieter hat. Und eine solche dahingehend, nach jedem Benutzen des Bades alles Silikonfugen abzurubbeln, gibt es nicht.
Ist auch gar nicht erforderlich, bei uns macht es der Letztduschende und hauptsächlich die Stellen, wo das Wasser länger steht. Dort würde sich sonst auch verstärkt Kalk ablagern. An anderen Stellen kann man mit Lüften viel bewirken.
cmd.dea hat geschrieben:Dann muss das Bad so beschaffen sein, dass der Mieter durch übliches Lüften dieses verhindern kann. So hat etwa in dem Verfahren AG Siegburg, Urteil vom 04.01.2008 - 117 C 306/06 der Sachverständige festgestellt, dass die Feuchtigkeitsbildungen auf den dortigen Silikonfugen im Bad durch die bauliche Situation und die Einrichtungen (u.a. Undichtigkeit der Duchwand) verursacht war, weshalb der Mieter durch normale Lüftungs- und Trocknungsverhalten dieses nicht verhindern konnte. Der Vermieter konnte sich somit nicht entlasten und der Mangel wurde ihm angelastet.
Oft liegt es auch an den ungünstig geformten Duschtassen.

Aber was ist den mit schimmeligen Fensterfugen, die hat doch keiner nassgeduscht. Da liegt doch ein klarer Beweis vor, dass nicht ausreichend gelüftet wurde.
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