Wartung von Silikonfugen

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ktown
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von ktown »

Hanomag hat geschrieben:Aber was ist den mit schimmeligen Fensterfugen, die hat doch keiner nassgeduscht. Da liegt doch ein klarer Beweis vor, dass nicht ausreichend gelüftet wurde.
das machen sie woran fest. Ein Niederschlag von Feuchtigkeit am Übergang zwischen Fensterprofil und Laibung und/oder Fensterprofil und Scheibe (wobei dies in den wenigsten Fällen Silikon ist) kann vielfache Gründe haben. Ich gebe zu es kann auch ein falsches Wohnverhalten sein. Ist es aber in den wenigsten Fällen.
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Hanomag
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

ktown hat geschrieben:Irgendwie vermisse ich die vielen kleinen Helferlein die in Schwimmbädern, Sportstätten, Unterkunftsbetrieben, Sozialräumen von Betrieben, usw. tagtäglich mit dem Lappen durch die Duschen flitzen um die Silikonfugen trocken zu reiben.
Die musst Du nicht vermissen, die kommen dann, wenn die Nässer das Bad verlassen haben. Zur Vorbeugung genügt sicherlich, dass die gefährdeten Stellen mehrere Stunden trocken bleiben.
ktown hat geschrieben:Eine Silikonfuge ist und bleibt eine auf eine begrenzte Dauer in ihrer Funktion verlässliche Masse. Sie wird, auch mit fungiziden Anteilen, immer über kurz oder lang Schimmel ansetzen und Risse bekommen.
Bei schlechter Pflege kurz und bei guter eher lang. Deshalb spricht nichts gegen eine Erneuerung nach gewisser Zeit.
ktown hat geschrieben: Daher dürfen sie gerne Silikonfugen trocken reiben.
Wenn ich als Letzter die Dusche benutze, dann reibe ich zumindest das stehende Wasser (vornehmlich in den Ecken weg). Vermutlich weil ich kein Mieter bin, der das Austauschen der Fugen seinem Vermieter aufbürden kann.
ktown hat geschrieben: Aber in Blickrichtung des Mietrechts ist mir kein Urteil bekannt, in dem einem Mieter die Reparaturkosten einer schimmeligen Silikonfuge aufgebürdet wurde, weil er diese nicht regelmäßig pflegte.
cmd.dea hat doch ein Urteil zitiert, nach dem es nicht ausgeschlossen werden kann.

Ich bin überzeugt, dass es genügent Urteile bezüglich verschimmelten Wohnungen gibt. Und schimmlige Fensterfugen in fachgerecht isolierten und lüftbaren Bauwerken beweisen, doch klar wer hier geschludert hat. Und ich meine keinen Schimmel am Ansatz der Fensterlaibung. Gemeint ist Schimmel, der sich an der unteren waagerechten Fensterfuge bildet.
Evariste
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Evariste »

cmd.dea hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben:Nur deshalb, weil sich dort Feuchtigkeit halten kann.
Dann muss das Bad so beschaffen sein, dass der Mieter durch übliches Lüften dieses verhindern kann
Das sehe ich auch so. Und das Zitat stammt gar nicht von mir. 8)

Zur Frage der Wartung. Es gibt tatsächlich den Begriff der "Wartungsfuge". DIN 52460:
Die Wartungsfuge ist eine starken chemischen und/oder physikalischen Einflüssen ausgesetzte Fuge, deren Dichtstoff in regelmäßigen Zeitab­ständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden muss, um Fol­geschäden zu vermeiden.
Das hat Auswirkungen auf die Gewährleistung (es gibt nämlich keine), bedeutet aber nicht, dass der Mieter für die Kosten der Erneuerung aufkommen muss. Im Gegenteil:
Ein klassisches und wohl unstrittiges Beispiel für eine Wartungsfuge ist die Sanitärfuge.
Bei Schäden in diesem Bereich, z. B. Schimmelbildung, handelt es sich in der Regel nicht um Material- oder Verarbeitungsfehler, sondern um Schädigungen, die zwar vorauszusehen, aber nicht zu vermeiden sind.
(http://www.henkelhaus.de)
Hanomag hat geschrieben: Aber was ist den mit schimmeligen Fensterfugen, die hat doch keiner nassgeduscht. Da liegt doch ein klarer Beweis vor, dass nicht ausreichend gelüftet wurde.
Ich kenne das so, dass bei uns bei normaler Luftfeuchtigkeit (50%) im Winter die Fensterscheiben (Doppelscheiben in einem Neubau) am unteren Ende immer nass sind. Wir wischen das ab und zu weg, aber es kommt immer wieder. Dennoch haben wir keinen Schimmel. Deswegen könnte ich mir vorstellen, wenn sich unter diesen Umständen Schimmel bildet, dass es auch irgendwie an den Fensterfugen liegt.
ktown
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von ktown »

Hanomag hat geschrieben:cmd.dea hat doch ein Urteil zitiert, nach dem es nicht ausgeschlossen werden kann.
Worauf zielen sie ab? Keines der hier zitierten Urteile viel zu Lasten des Mieters aus, weil er keine Silikonfuge trocken rieb.
Außerdem sieht es cmd.dea genauso wie ich:
cmd.dea hat geschrieben: Die Frage ist, welche Pflichten der Mieter hat. Und eine solche dahingehend, nach jedem Benutzen des Bades alles Silikonfugen abzurubbeln, gibt es nicht.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Hanomag
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

cmd.dea hat geschrieben: Die Frage ist, welche Pflichten der Mieter hat. Und eine solche dahingehend, nach jedem Benutzen des Bades alles Silikonfugen abzurubbeln, gibt es nicht.
So ein Blödsinn! Ich zumindest dusche nur in der Duschkabine und muss deshalb nur dort darauf achten, dass die Fugen nicht über einen längeren Zeitraum nass bleiben.

Die anderen Siliconfugen im Bad schimmeln vergleichbar mit den Fensterfungen, wenn schlecht gelüftet wird und das sich aufgrund dessen gebildete Schwitzwasser seltenst weggewischt wird.
windalf
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Auch das ist falsch. Der BGH unterscheidet im Urteil vom 7. 4. 2004 - VIII ZR 167/03 und im Urteil vom 14. 2. 2007 - VIII ZR 123/06 ausdrücklich zwischen Instandsetzung und Instandhaltung iSd. § 1 Abs. 2 BetrKV einerseits, sowie Wartungen andererseits.
Nein. Der BGH verwendet dort nur den Begriff Instandhaltungskosten im falschen technischen SInne nicht aber den Begriff Instandhaltung. Wartung ist weiterhin kein Teil der Instandsetzung. Dazu hat der BGH sich bisher noch nicht geäußert und noch keine technisch falsche Abgrenzung vorgenommen. Damit ist ihre Abgrenzung auch falsch...
Mietrechtlich ist Wartung also nicht das gleiche wie Instandhaltung.
Der Satz beweist schon wieder, dass Sie das nicht verstanden haben. Ich habe noch nie gesagt, dass Wartung das gleiche ist wie Instandhaltung. Wartung ist ein Teil der Instandhaltung.
Nein, die ist falsch.
Das wird nicht deswegen falsch, weil es Ihnen nicht gefällt. Das ist richtig. Wenn das falsch sein soll, dann doch bitte mal einen Beleg. Es lässt sich leicht finden, dass die Wartung von Rauchmeldern in Bayern Mieterpflicht ist. Was daran soll nun falsch sein? Egal ob da im BGB was anderes geregelt ist im Ergebnis ist die Wartung der Rauchmelder Mieterpflicht und mit Wartung ist da genau das gemeint, was es auch im technsichen Sinne ist.
Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie das von Anfang an meinten, denn ansonsten hätten Sie darauf überhaupt nicht hingewiesen, wenn es doch ohnehin keinerlei Unterschied gemacht hätte.
Glauben SIe weiterhin an den Weihnachtsmann. SIe haben ja immer noch nicht verstanden, dass im technischen Sinne Wartun ein Teil der Instandhaltung und nicht gleich der Instandhaltung ist.
Was war denn überhaupt der rechtliche Sinn des Einwandes?
Das es Fälle geben kann in denen den Mieter die Pflicht zur Wartung (aber nicht zur Instandsetzung) betrifft. In diesen Fällen ist es wichtig richtig abgegerenzt zu haben. Das geht nur, wenn man die Begrifflichkeiten richtig verstanden hat.
Das ist keineswegs unstreitig, weil wir nicht wissen, was genau vorgefallen ist. Erkennbar war das Silikon jedoch in einem schlechteren Zustand als bei Übergabe, so dass die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes natürlich eine Instandsetzung ist. Wie Sie da auf Wartung, Instandhaltung oder was auch immer kommen, wird wohl Ihre Geheimnis bleiben.
Es würde dann kein Geheimnis für Sie bleiben, wenn SIe ihren Horizont erweitern würden und mal ein Blick in die DIN werfen würden.
Denn die - wie Sie es selbst nennen - Wartung der Rauchwarnmelder ist weder Instandsetzung, noch Instandhaltung (zB LG Magdeburg, Urt. v. 27. 9. 2011 − 1 S 171/11; AG Schönebeck, Urteil vom 04. Mai 2011 – 4 C 148/11). Das muss auch so sein, da sie sonst nicht umlagefähig wäre (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV).
Aha und das Landgericht Magdeburg hat wieivel in Bayern zu melden? Erbärmlicher Einwand...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Tastenspitz »

windalf hat geschrieben:Damit ist ihre Abgrenzung auch falsch...
Damit? Also ist alles falsch, nur weil der BGH darüber nicht geurteilt hat oder wie soll man das verstehen?

Wartung und Instandsetzung sind beides Bestandteile der Instandhaltung wie man hier recht übersichtlich lesen kann.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.
windalf
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Damit? Also ist alles falsch, nur weil der BGH darüber nicht geurteilt hat oder wie soll man das verstehen?
Nein aber so lange sich der BGH nicht explizit dazu "technisch falsch" geäußert hat, gilt wohl weiterhin die technisch übliche Definition
Tastenspitz hat geschrieben:Wartung und Instandsetzung sind beides Bestandteile der Instandhaltung wie man hier recht übersichtlich lesen kann.
Nichts anderes wiederhole ich ja mehr oder weniger gebetsmühlenartig. Bisher gibt es nur einen, der das nicht verstehen möchte...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Nein. Der BGH verwendet dort nur den Begriff Instandhaltungskosten im falschen technischen SInne nicht aber den Begriff Instandhaltung.
Wieder so eine völlig unbelegte und unbegründete Behauptung von Ihnen. Können Sie das bitte mal belegen, wie Sie zu dieser Auffassung kommen und wer noch außer Ihnen der Ansicht ist, der BGH würde hier die Begriffe falsch benutzen.
Wartung ist weiterhin kein Teil der Instandsetzung. Dazu hat der BGH sich bisher noch nicht geäußert und noch keine technisch falsche Abgrenzung vorgenommen. Damit ist ihre Abgrenzung auch falsch...
Wo steht das, wer außer Ihnen behauptet das? Auf Ihre unsinnigen und nicht einmal ansatzweise begründeten oder belegten Behauptungen gehe ich nicht mehr ein.

Belegen Sie Ihre Behauptungen bitte.
Wartung ist ein Teil der Instandhaltung.
Und ich habe Ihnen am Beispiel der Rauchwarnmelder belegt, dass das nicht so ist.

Wo sind jetzt Ihre Quellen und Belege für Ihre Behauptung? Sie stellen nach wie vor Behauptungen auf, die Sie sich ausdenken, ohne jeden Beleg dafür. Ich warte.
Wenn das falsch sein soll, dann doch bitte mal einen Beleg.
Ja, das hätten Sie gerne bei Ihrer Diskussionskultur oder? Dass der andere Ihre unbelegten Behauptungen widerlegen muss...

Nix da! Sie haben behauptet, die Regelungen in der BayLBauO würde regeln, welche Pflichten bzgl. der Wartung zwischen Mieter und Vermieter gelten.

Ich habe Sie schon 2 Mal aufgefordert, das zu belegen. Bisher kam nur heiße Luft.
Es lässt sich leicht finden, dass die Wartung von Rauchmeldern in Bayern Mieterpflicht ist.
Ja, gegenüber der Behörde. Das ist öffentliches Recht. Hier geht es um die zivilrechtlichen Pflichten aus einem zivilrechtliche Vertrag. Das habe ich Ihnen schon 2 Mal erklärt. Warum anwtorten Sie nicht darauf und erklären, wie öffentliches Bauordnungsrecht die Pflichten zivilrechtlicher Verträge beeinflusst?
Was daran soll nun falsch sein? Egal ob da im BGB was anderes geregelt ist im Ergebnis ist die Wartung der Rauchmelder Mieterpflicht und mit Wartung ist da genau das gemeint, was es auch im technsichen Sinne ist.
Sie verstehen schlicht den Unterschied zwischen öffentlichem Recht und Zivilrecht nicht.

Ich werde Ihnen hier aber kein Grundlagenseminar im Vertragsrecht halten, da Sie behauptet haben, dass es falsch sei, dass in einem Mietvertrag Wartungen immer Vermieterpflicht seien, und dabei auf Art. 46 BayLBauO, also eine Norm des öffentlichen Rechts verwiesen habe, die alleine das Verhältnis zwischen Mieter und Behörde regelt.

Ich fordere Sie nun zum 4. Mal auf, Ihre Behauptung zu belegen, dass Regelungen der Landesbauordnung Einfluss auf die Wartungspflichten des Vermeiters gegenüber dem Mieter aus dem zivilrechtlichen Mietvertrag hätten. Ich habe Ihnen sogar die Brücke zu § 134 BGB gebaut.

Ich warte nach wie vor auf Ihre Antwort.
SIe haben ja immer noch nicht verstanden, dass im technischen Sinne Wartun ein Teil der Instandhaltung und nicht gleich der Instandhaltung ist.
Dann bringen Sie doch endlich mal eine Quelle für Ihre Behauptung, dass die Instandhaltung im Mietrecht die Wartung immer beeinhalten würde. Auch da kam bisher nur heiße Luft und bei den Rauchwarnmelder ist das ziemlich nach hinten losgegangen.

Ich warte auf Ihre Belege.
Das es Fälle geben kann in denen den Mieter die Pflicht zur Wartung (aber nicht zur Instandsetzung) betrifft.
Das ist alles? Es könnte theoretisch Fälle geben, in denen der Mieter zur Wartung verpflichtet ist, obwohl der Fragesteller hier nicht mal selbst davon ausgegangen ist?

Keine weiteren Fragen dazu.
Es würde dann kein Geheimnis für Sie bleiben, wenn SIe ihren Horizont erweitern würden und mal ein Blick in die DIN werfen würden.
Ich haben Ihnen die rechtliche Bedeutung von DIN-Normen erklärt und warte nach wie vor auf einen Beleg, dass diese hier Anwendung finden würde. Welches Gesetz regelt das? Welches Gericht hat so das entschieden?

Ohne einen Beleg hierfür ist Ihre Aussage nach wie vor rechtlich ohne jede Relevanz.
Aha und das Landgericht Magdeburg hat wieivel in Bayern zu melden? Erbärmlicher Einwand...
Netter Versuch, zeigt leider nur, dass Sie wieder mal grundlegende rechtliche Kenntnisdefizite aufweisen und nicht in der Lage sind, zu konkreten Angaben Stellung zu nehmen.

Die Entscheidungen bezogen sich auf die Abgrenzung Wartung/Instandhaltung. Das ist - was Ihnen offensichtlich entgangen ist - Bundesrecht. Sie haben behauptet dass Wartung immer Instandhaltung sei. Das ist falsch, wie sich u.a. aus dieser Entscheidung eindeutig ergibt.

Warum die Entscheidung jetzt was mit Landesrecht, insbs. der BayLBauO zu tun haben soll oder derjenigen des Landes Sachsen-Anhalt, die hier ein ganz anderes Thema betreffen (Ihre Behauptung der Zuständigkeit für die Wartung im Mietverhältnis) und die Frage der Abgrenzung überhaupt nicht regelt, bleibt wieder Ihre Geheimnis.

Das sieht jetzt schlecht für Sie aus: Ihre Behauptung, Wartung sei immer Instandhaltung - nochmal: Das ist eine bundesrechtliche Frage - ist wie belegt falsch. Für Ihre Behauptung haben Sie nach wie vor keinen eigenen Beleg gebracht.

Aber Sie können mir ja gerne mal erklären, weshalb das LG Magdeburg bei der Frage der Abgrenzung zwischen Wartung und Instandhaltung Landesrecht anwenden sollte. Das dürfte eine lustige Sache werden, zumal Sie bislang jede Erklärung, weshalb Landesbauordnungsrecht überhaupt Einfluss auf zivilrechtliche Fragen hätte, verweigert haben.


Zusammengefasst: Sie haben bislang in allen Beiträgen zur Ihren Behauptungen in diesem "Rechts"forum keine einzige juristische Quelle für deren Beleg gebracht, ich warte nach wie vor:

- Belegen Sie bitte Ihre Behauptung, dass im Mietrecht Wartung und Instandhaltung immer gleich sind und erklären Sie bitte, weshalb dann Wartungen nach § 2 Nr. 17 BetrkV umlagefähig sind, obwohl Instandhaltung nach § 2 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV vor der Umlage ausgeschlossen sind.

- Erklären und belgen Sie bitte Ihre Behauptung, dass die Regelung des Art. 46 BayLBauO, die dem öffentlichen Recht zugehörig ist und ausschließlich das Rechtsverhältnis zwischen Verwaltung und Mieter regelt, Einfluss auf die Rechte und Pflichten eines zivilrechtlichen Mietvertrages hätten und dazu führen würden, dass Wartungsarbeiten, die grundästzlich dem Vermieter nach § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB obliegen, nunmehr zivilrechtlich zwischen den Parteien den Mieter treffen würden.

- Erklären und belegen Sie bitte die Behauptung, die Entscheidung des LG Magdeburg, nach der eindeutig Wartungen der Rauchwarnmelder keine Instandhaltung sind und die sich auf Bundesrecht bezieht, hätte irgendetwas mit Landesbauordnungsrecht zu tun und wäre daher in Bayern nicht gültig.

- Und wenn Sie gerade dabei sind könnten Sie auch mal erklären, was Sie eigentlich unter einer "Wartung" von Silikonfliesen verstehen.

Ich warte.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 13.01.16, 09:58, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

Hanomag hat geschrieben:Aber was ist den mit schimmeligen Fensterfugen, die hat doch keiner nassgeduscht. Da liegt doch ein klarer Beweis vor, dass nicht ausreichend gelüftet wurde.
Ich habe Ihnen bereits erklärt, dass die Rechtslage so ist, dass die Ursache von Schimmel grundsätzlich bei dem Vermieter, bzw. der Wohnung vermutet wird. Dieser muss sich entlasten, was vor Gericht nur durch ein Sachverständigengutachten möglich ist.
cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

Hanomag hat geschrieben:So ein Blödsinn! Ich zumindest dusche nur in der Duschkabine und muss deshalb nur dort darauf achten, dass die Fugen nicht über einen längeren Zeitraum nass bleiben.

Die anderen Siliconfugen im Bad schimmeln vergleichbar mit den Fensterfungen, wenn schlecht gelüftet wird und das sich aufgrund dessen gebildete Schwitzwasser seltenst weggewischt wird.
Tja, das mag Ihre Ansicht sein.

Sollte es mal zu einem Gerichtverfahren kommen, werden Sie lernen müssen, dass dort die Rechtslage und nicht Ihre Ansicht maßgeblich ist (das selbe Thema hatten wir schon bei der Betriebskostenabrechnung). Da ist schon so mancher Vermieter aus allen Wolken gefallen.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 13.01.16, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

windalf hat geschrieben:Nein aber so lange sich der BGH nicht explizit dazu "technisch falsch" geäußert hat, gilt wohl weiterhin die technisch übliche Definition
Das hat er, sie verstehen es nur nicht und wollen es nicht akzeptieren.

Seit Jahrzehnten ist Ihre DIN da nicht vorgekommen, weil der BGH die Abgrenzung an § 28 II. BV vornimmt.

Der geneigte Leser kann sich ja jetzt selbst eine Meinung bilden, ob er Ihrer Auffassung oder derjenigen des BGH den Vorzug gibt.
cmd.dea
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von cmd.dea »

Tastenspitz hat geschrieben:Wartung und Instandsetzung sind beides Bestandteile der Instandhaltung wie man hier recht übersichtlich lesen kann.
Nein, das ist es im Mietrecht nicht. Wikipedia ist auch keine brauchbare juristische Quelle.

Das Mietrecht verwendet die Begriffe Instandhaltung sowohl in § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, als auch in § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV und dort einheitlich.

Instandhaltungsarbeiten sind (so nicht im Katalog des § 2 Nr. 1 - 16 BetrKV) ausdrücklich genannt, nicht umlagefähig.

Dennoch kann der Vermieter Wartungen über § 2 Nr. 17 BetrKV umlegen, das aber nur, wenn es keine Instandhaltung ist. Das und welche Fälle hierunter fallen, ist in jedem beliebigen Mietrechtsbuch nachzulesen.

Das derzeit aktuellste Beispiel dafür ist die Wartung der Rauchwarnmelder, die umlagefühig ist, aber nicht unter § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV fällt, weil sie keine Instandhaltung ist. Wäre sie es, wäre sie nicht umlagefähig.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von windalf »

Nein, das ist es im Mietrecht nicht. Wikipedia ist auch keine brauchbare juristische Quelle.
Gucken Sie in die DIN. Da steht das gleiche...
Das Mietrecht verwendet die Begriffe Instandhaltung sowohl in § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, als auch in § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV und dort einheitlich.
Der Begriff Instandhaltung war auch nicht strittig. Stritt war nur, dass Instandsetzung und Wartung ein Teil von Instandhaltung sind...
Instandhaltungsarbeiten sind (so nicht im Katalog des § 2 Nr. 1 - 16 BetrKV) ausdrücklich genannt, nicht umlagefähig.
Was inhaltlich totaler Blödsinn ist...
Dennoch kann der Vermieter Wartungen über § 2 Nr. 17 BetrKV umlegen, das aber nur, wenn es keine Instandhaltung ist. Das und welche Fälle hierunter fallen, ist in jedem beliebigen Mietrechtsbuch nachzulesen.
Wartung ist immer Instandhaltung.
Das derzeit aktuellste Beispiel dafür ist die Wartung der Rauchwarnmelder, die umlagefühig ist, aber nicht unter § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV fällt, weil sie keine Instandhaltung ist.
Wartung ist immer Instandhaltung...
Dann bringen Sie doch endlich mal eine Quelle für Ihre Behauptung, dass die Instandhaltung im Mietrecht die Wartung immer beeinhalten würde.
Ich habe nicht behauptet, dass die Instandhaltung im Mietrecht immer die Wartung beinhaltet. Ich habe nur behautpet, dass Wartung ein Teil von Instandhaltung ist.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Wartung von Silikonfugen

Beitrag von Hanomag »

cmd.dea hat geschrieben:Ich habe Ihnen bereits erklärt, dass die Rechtslage so ist, dass die Ursache von Schimmel grundsätzlich bei dem Vermieter, bzw. der Wohnung vermutet wird.
Eine schöne Rechtslage: Der Vermieter ist nicht vor Ort bzw. darf nicht ständig in die Wohnung, außerdem hat er wenig Einfluß auf die Gepflogenheiten des Mieters.
cmd.dea hat geschrieben:Dieser muss sich entlasten, was vor Gericht nur durch ein Sachverständigengutachten möglich ist.
Sicher läßt es sich auch dadurch belegen, dass der Vormieter keine Schimmelprobleme hatte und dass der aktuelle Mieter putzfaul ist (die Rolllädeninnenseite trotzen vor Dreck). Bevor ich einen Sachverständigen beauftrage, lasse ich die Fugen auf "meine" Kosten erneuern und erhöhe zur Entschädigung eine Miete.
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