Betriebskostenabrechnung / Kaution-Rückzahlung

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frugender
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Betriebskostenabrechnung / Kaution-Rückzahlung

Beitrag von frugender »

Guten Abend!

Die Betriebskostenabrechnungen für meine vorherige Wohnung im Mehrfamilienhaus kamen NIE pünktlich in den letzten Jahren, erfolgten stets frühestens Mitte Januar. 
Sie endeten in den letzten Jahren immer mit ca. 200 Euro / Jahr Gutschrift für mich. Eine Korrektur der Miete erfolgte nicht.
Vermutlich auch das gleiche Prozedere in diesem Jahr. Da auch sonst die HV durch Nichtstun und Nichtreagieren hervorstach (was dann zum Auszug führte) drei Fragen:

1, Ich würde gern die Hausverwaltung "ärgern“ - also ihr quasi einen Brief/Abmahnung meines Anwaltes zu schicken, mit der Mahnung, sich doch bitte an die Fristen zu halten - einerseits die Frist der Betriebskostenabrechnung - und auch der Frist zur Rückzahlung der Kaution.

2. Frage: wie hoch darf der sicher erfolgende Einbehalt eines Teiles der Kaution sein für die anteilmäßigen Betriebskosten bis zum Auszug Mitte 2017?

3. 6 Monate nach dem Auszug sollte ja in der Regel die Kaution zurückgezahlt werden. Wäre eine Erinnerung (siehe Frage 1) empfehlenswert, auch mit ner kleinen Rechnung meines Anwalts?


Danke!

zimtrecht
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Re: Betriebskostenabrechnung / Kaution-Rückzahlung

Beitrag von zimtrecht »

frugender hat geschrieben:Guten Abend!

Die Betriebskostenabrechnungen für meine vorherige Wohnung im Mehrfamilienhaus kamen NIE pünktlich in den letzten Jahren, erfolgten stets frühestens Mitte Januar.
Im Januar folgend auf den Abrechnungszeitraum oder im Januar folgend auf das Ende der Abrechnungsfrist. Ersteres wäre nicht nur pünktlich, sondern extrem früh, letzteres in der Tat etwas zu spät - aber eben zu spät.
Sie endeten in den letzten Jahren immer mit ca. 200 Euro / Jahr Gutschrift für mich. Eine Korrektur der Miete erfolgte nicht.
Rückerstattungen aus den Betriebskosten ändern auch nicht die Miete, sondern der Mieter kann die Anpassung der Vorauszahlung verlangen. Das ist etwas anderes.
1, Ich würde gern die Hausverwaltung "ärgern“ - also ihr quasi einen Brief/Abmahnung meines Anwaltes zu schicken, mit der Mahnung, sich doch bitte an die Fristen zu halten - einerseits die Frist der Betriebskostenabrechnung - und auch der Frist zur Rückzahlung der Kaution.
Das ist keine Frage.
2. Frage: wie hoch darf der sicher erfolgende Einbehalt eines Teiles der Kaution sein für die anteilmäßigen Betriebskosten bis zum Auszug Mitte 2017?
Das wird Ihnen ihr Anwalt sicher beantworten. Aber da es in den vergangenen Jahren immer eine Rückerstattung gab, dürfte die zu erwartende Einbehaltung für die ausstehende Abrechnung eher gering bis null sein. Allerdings liegen bei Auszug Mitte April praktisch nur Kältetage in der Abrechnungszeit, was ggf. zu einer geringeren Erstattung oder gar einer geringen Nachzahlung führen könnte. Aber auch da gibt es Tabellen glaube ich.
3. 6 Monate nach dem Auszug sollte ja in der Regel die Kaution zurückgezahlt werden. Wäre eine Erinnerung (siehe Frage 1) empfehlenswert, auch mit ner kleinen Rechnung meines Anwalts?
Auch das sollte der Anwalt einschätzen und beantworten können. Auch die Aussicht, dass der Vermieter die Rechnung des Anwalts für ein "Erinnerungsschreiben" übernehmen müsste, kann der Anwalt sicher beurteilen.

hambre
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Re: Betriebskostenabrechnung / Kaution-Rückzahlung

Beitrag von hambre »

Zu 1.: Das kannst Du natürlich machen. Sollte damit jedoch die Erwartung verbunden sein, dass der Vermieter die Kosten Deines Anwaltes bezahlen muss, so trifft diese Erwartungshaltung nicht zu.

Zu 2.: Der Vermieter muss einen Einbehält schon gut begründen, wenn es bislang immer eine hohe Erstattung gab.

Zu 3.: Die Rechnung des Anwalts wirst Du selbst bezahlen müssen.

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