unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

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Celestro
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Celestro » 07.09.18, 09:46

Evariste hat geschrieben: Bevor das hier weitergeht, bitte alle mal den Paragrafen 193 StGB lesen, "Wahrnehmung berechtigter Interessen". Die Dame hat sich beim Vermieter über einen anderen Mieter beschwert, das durfte sie. Sie durfte sich auch Rechtsrat beim Mieterverein einholen.

Die einschlägigen Paragrafen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers nicht dazu dienen, missliebige Äußerungen der jeweils anderen Partei mit strafrechtlichen Mitteln zu unterdrücken. Ob die Behauptungen wirklich wahr sind, klärt gegebenfalls der Richter, wenn es zu einem Zivilprozess kommt.
Willst Du jetzt ausdrücken, falsche Behauptungen in die Welt zu setzen, sei rechtlich nicht zu beanstanden ?

franzmitfahrer
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von franzmitfahrer » 07.09.18, 09:51

Danke Euch für die Antworten.
Richtig, die unwahren Behauptungen wurden gegenüber Mieterhilfeverein und Vermieter geäußert.

Was ein Schreiben an B bringen soll? Grenzen aufzeigen und zur Unterlassung auffordern. Ich befürchte B wird andernfalls ihre Gängelei ungeschoren fortsetzen.

@Evariste: Klar darf sich Frau B beschweren. Darf sie lügen?
Wie auch immer, A darf darauf reagieren.
Franz

Hr. Freitag
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Hr. Freitag » 07.09.18, 10:29

Von der deutschen Eiche und der Wildsau hat Amitfahrer wohl noch nie etwas gehört...

(Und jetzt kommt bestimmt: "Na, was würden SIIIEEE denn machen, wenn IIIHHHRE Nachbarin..." - das würde zumindest gut zum bisherigen Kindergarten passen)
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franzmitfahrer
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von franzmitfahrer » 07.09.18, 11:01

Sehr ungeehrter Herr Freitag,
Sie können es anscheinend nicht nachvollziehen, dass es Leute gibt, die unter dem Verhalten anderer Nachbarn leiden und Rat suchen.
Dass Sie das für "Kindergarten" halten, interessiert niemanden.

Haben Sie an einem Freitag vormittag nichts anderes zu tun als unnütze und unqualifizierte Nachrichten zu schreiben? Verabschieden Sie sich bitte aus diesem Thread! Ich hoffe von Ihnen nichts mehr zu lesen. Herr Freitag kann ignoriert werden.

Zurück zum Thema.
Franz

lottchen
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von lottchen » 07.09.18, 12:12

Vermutlich muss man das wirklich selber erleben. Für Außenstehende sieht das nun mal nach Kindergarten aus.
Frau B hat sich eines Erfüllungsgehilfen bedient (hier der Mieterhilfeverein, es hätte z.B. auch ein Anwalt sein können oder sie hätte bei guten Deutschkenntnissen den Brief auch selber schreiben können) um dem Vermieter mitzuteilen, wie ihrer Meinung nach Mieter A gegen den Mietvertrag verstößt (genau so, wie sich vorher A das Recht herausgenommen hat, sich beim Vermieter über B zu beschweren - vermutlich wird B hier auch einiges anders sehen als A). Der Vermieter fragt bei A nach, der stellt seine Sicht der Dinge dar. Ende der Geschichte.
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Hr. Freitag
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Hr. Freitag » 07.09.18, 13:24

franzmitfahrer hat geschrieben:Sehr ungeehrter Herr Freitag,
Sie können es anscheinend nicht nachvollziehen, dass es Leute gibt, die unter dem Verhalten anderer Nachbarn leiden und Rat suchen.
Dass Sie das für "Kindergarten" halten, interessiert niemanden.

Haben Sie an einem Freitag vormittag nichts anderes zu tun als unnütze und unqualifizierte Nachrichten zu schreiben? Verabschieden Sie sich bitte aus diesem Thread! Ich hoffe von Ihnen nichts mehr zu lesen. Herr Freitag kann ignoriert werden.
Als ob es einer solch überdeutlichen Bestätigung meines Eindruckes bedurft hätte...

Wer so mimosenhaft reagiert, braucht sich über das Tun seiner Nachbarn nicht zu wundern. Wahrscheinlich sind diese nämlich in Wirklichkeit die Leidtragenden.
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Spezi
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Spezi » 07.09.18, 15:21

Es gibt 2 Alternativen für das Vorgehen:
a.) den Streit weiter führen und die Staatsanwaltschaft wegen der Anschuldigungen einschalten. Ob die wirklich aktiv wird und wann, wird man dann sehen.
Bessern wird das Verhältnis im Hause dadurch nicht.

Oder:

b.) Die Antwort verstehen was sie ist, die Gegenseite wehrt sich und streitet ab, teilt aber ihrerseits aus um Dampf abzulassen.
Die Briefe sind doch nun schon einige Tage her. Hat sich was geändert oder gab es neue Vorfälle ?
Der Vermieter will anscheinend nichts unternehmen. Man kann hoffen, dass dieser Schriftwechsel was bewirkt hat.
Also einfach abwarten.
Gruß Spezi

lottchen
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von lottchen » 07.09.18, 16:04

franzmitfahrer hat geschrieben: in dem behauptet wird, dass Mieter A stundenlang die Bohrmaschine laufen liese und A Frau B einmal die Wohnungstüre ins Gesicht geschlagen habe
Hat A die Beschwerde wortwörtlich gelesen? Und das ist tatsächlich alles, was behauptet wurde?
Spezi hat geschrieben: den Streit weiter führen und die Staatsanwaltschaft wegen der Anschuldigungen einschalten.
Im Ernst? - Herr Staatsanwalt, die da hat fälschlicherweise behauptet, ich würde die Bohrmaschine stundenlang laufen lassen und dann hat sie auch noch behauptet, ich hätte ihr 1x die Wohnungstür ins Gesicht geschlagen (wie auch immer das gehen soll, da muss sie schon saudoof dagestanden haben - vielleicht wurde ja auch nur behauptet, die Wohnungstür wurde vor der Nase zugeschlagen? oder vielleicht war die Haustür gemeint?). Bitte verbieten Sie ihr das! Gefängnis! Oder zumindest horrende Geldstrafe!
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franzmitfahrer
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von franzmitfahrer » 07.09.18, 17:14

@Spezi:
a) Ich bin mir sicher, dass die Staatsanwaltschaft außen vor bleibt - wie lottchen bereits angedeutet hat. Stichwort Geringfügigkeit.
b) Der Zeitverzug kam durch Urlaubsabwesenheit des Vermieters.
Geändert hat sich etwas: Frau B ist seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen (und gehört) worden. Hoffentlich bleibt es so.
Der Vermieter will in der Tat was unternehmen, er bat A das Protokoll möglichst detailiert weiterzuführen und empfahl einen Anwalt einzuschalten. Er wurde von Frau B übrigens auch schon angegangen, genauer gesagt beleidigt und es gab noch weitere Vorfälle (Dachbodenvermüllung von Frau B z.B.)

@lottchen: Der Vermieter hat A das Schriftstück des Mieterhilfevereins per Email weitergeleitet. Ja, das war alles was behauptet wurde.
Franz

Evariste
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Evariste » 07.09.18, 17:54

Celestro hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben: Bevor das hier weitergeht, bitte alle mal den Paragrafen 193 StGB lesen, "Wahrnehmung berechtigter Interessen". Die Dame hat sich beim Vermieter über einen anderen Mieter beschwert, das durfte sie. Sie durfte sich auch Rechtsrat beim Mieterverein einholen.

Die einschlägigen Paragrafen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers nicht dazu dienen, missliebige Äußerungen der jeweils anderen Partei mit strafrechtlichen Mitteln zu unterdrücken. Ob die Behauptungen wirklich wahr sind, klärt gegebenfalls der Richter, wenn es zu einem Zivilprozess kommt.
Willst Du jetzt ausdrücken, falsche Behauptungen in die Welt zu setzen, sei rechtlich nicht zu beanstanden ?
Nein. Einfach noch einmal lesen, es geht um die Paragrafen zur Verleumdung bzw. Beleidigung.

Vielleicht mal ein Beispiel... Kunde K hat von Händler H ein Auto gekauft, das Auto hat einen versteckten Mangel und K meint, H hätte den Mangel arglistig verschwiegen. Dies teilt K seinem Anwalt mit, dieser schreibt dies in einen Schriftsatz an das Gericht. Der Richter urteilt dann, nachdem er alle Beweise gesichtet hat, es wurde nichts verschwiegen. Sind K und sein Anwalt nun wegen Verleumdung dran? Nein.

Was anderes wäre es, wenn K seine Anschuldigungen online stellen würde, das wäre dann nicht mehr vom berechtigten Interesse gedeckt.

Das heißt aber nicht, dass man straflos lügen darf. Zum Beispiel, wenn B den A wegen des Vorfalls mit der Tür wegen Körperverletzung angezeigt hätte, könnte das eine falsche Verdächtigung darstellen, strafbar nach Paragraf 164 StGB. Hierfür liegt die Messlatte aber relativ hoch, man müsste der B die Lüge nachweisen. Und es ist ja wohl auch keine Anzeige erfolgt...

Der Punkt beim 192 StGB ist, es ist normal, dass Menschen voneinander abweichende Wertungen oder auch Tatsachenbehauptungen vertreten. Das muss dann u. U. ausdiskutiert oder auch gerichtlich geklärt werden. Eine Strafbarkeit wegen Beleidigung würde dem vorgreifen.

lottchen
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von lottchen » 10.09.18, 08:40

Was will den franzmitfahrer erreichen? Ich nehme an, er will seine Ruhe. Und die ist doch jetzt eingetreten. Also wäre es doch mehr als kontraproduktiv JETZT irgendwas zu unternehmen (egal wer wem hier nun welche Brief schreibt, anzeigt u.ä.). Kann man doch später immer noch, wenn der Spaß wieder los geht.

Und klar empfiehlt der Vermieter dem Mieter einen Anwalt einzuschalten. Dann muss er das nicht tun und die Kosten für den Anwalt trägt dann auch A und nicht der Vermieter.
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franzmitfahrer
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von franzmitfahrer » 10.09.18, 18:12

Was ich erreichen will? Richtig, dass endlich Ende ist mit der Piesackerei von Seiten unserer Nachbarin - ihr fällt immer wieder was neues ein. Nur ein weiteres Beispiel: Ist man mal auf dem Dachboden, kommt Frau B sofort aus Ihrem Loch heraus und pöbelt einen an, was man denn auf dem Dachboden suche und sie rufe die Polizei und die steckt einen ins Gefängnis etc.
Es nervt!
Wir haben es schon zig mal im Guten versucht und mit ihr normal gesprochen - zwecklos.
Ich befürchte, dass sie bald wieder mit einer Anschuldigung kommt, mir etwas unterstellt oder mich wegen irgendetwas sogar anzeigt (sie kann es sich ja leisten, ihren Anwalt bezahlt der Steuerzahler, weil Frau B Hartz IV bezieht). Falls sich dann herausstellt, dass ich auf die erste Anschuldigung nicht reagiert habe, kann das dann nicht negativ für mich ausgelegt werden?
Ich will es nicht weiter ignorieren.

100%ig juristisch korrekt muss das Schreiben an Frau B ja nicht mal sein, § 186 und § 187 würd ich auf jeden Fall zitieren, Frau B soll einfach ihre Agressionen einstellen.
Franz

SusanneBerlin
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von SusanneBerlin » 10.09.18, 19:24

Frau B soll einfach ihre Agressionen einstellen.
Man kann den Charakter eines Menschen nicht mit juristischen Mitteln ändern.
Grüße, Susanne

Tastenspitz
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von Tastenspitz » 11.09.18, 06:41

Nun denn. Wenn man unbedingt meint auf sowas antworten zu müssen, dann sollte man dies kurz und knapp an der Stelle tun, die einem die Vorwürfe übermittelt hat. Das wäre hier dann wohl der Vermieter.
Die Vorwürfe sind haltlos und entbehren jeglicher Grundlage. Ende.
Eine Frau B hier mit Gegenvorwürfen anzuschreiben würde genau das bewirken, was diese sich vermutlich am Meisten wünscht. Aufmerksamkeit.
franzmitfahrer hat geschrieben:Falls sich dann herausstellt, dass ich auf die erste Anschuldigung nicht reagiert habe, kann das dann nicht negativ für mich ausgelegt werden?
Nein. Wenn es bei einem wie auch immer gearteten Verfahren (Außergerichtlich, Mediation, Klage) zu Anschuldigungen kommt, werden diese zu beweisen sein.
Ein Schrieb in dem Anschuldigungen erhoben werden, ist kein Beweis für deren Existenz.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

lottchen
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Re: unwahre Anschuldigungen via Mieterhilfe - wie reagieren?

Beitrag von lottchen » 11.09.18, 08:53

franzmitfahrer hat geschrieben: Falls sich dann herausstellt, dass ich auf die erste Anschuldigung nicht reagiert habe, kann das dann nicht negativ für mich ausgelegt werden?
Ich will es nicht weiter ignorieren.
A will wissen ob es ihm negativ ausgelegt werden kann wenn er auf ein Schreiben von B (bzw. derem Beauftragten), was überhaupt nicht an A gerichtet war, nicht antwortet? Wenn man denn schon unbedingt antworten will dann doch demjenigen, der einem das Schreiben gegeben hat, also dem Vermieter. Anstatt froh zu sein, dass jetzt mal Ruhe ist, will man wieder alles hochkochen lassen? Dafür habe ich kein Verständnis. Und vor allem wird das nichts bringen. Eine zänkische Alte ist und bleibt eine zänkische Alte.
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