Mietminderung bei Laminatschaden

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Sascha_1975
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Mietminderung bei Laminatschaden

Beitrag von Sascha_1975 » 23.09.18, 09:37

Hallo zusammen,

wie ist denn hier die Einschätzung zur Umsetzbarkeit von Mietminderungsansprüchen, wenn folgendes passieren würde:

Durch Fenster dringt bei starkem Regen Wasser in die Wohnung, wurde allerdings schon mehrfach gemeldet und es gab bereits 2 Reparaturversuche, bzw 2 "Überschwemmungen"
Nun gab es nach dem schönen langen Sommer (endlich aber zu spät) mal wieder einen sehr heftigen Regen. In Abwesenheit der Mieter standen damit wieder einmal 2 Zimmer unter Wasser. Fensterbank nass, das im Eigentum der Mieter befindliche Laminat nass und an vielen Stellen aufgequollen und jetzt wellig.

Der Vermieter sieht kein Verschulden und verweist an die persönliche Hausratversicherung die ihrerseits den Schaden nicht übernimmt, weil sie den Vermieter in der Haftung sieht.
Der Vermieter will also den Schaden nicht regulieren, auch wenn er es laut eigener Hausrat müsste.

Wäre das aufgequollene, wellige Laminat jetzt ein möglicher Mietminderungsgrund, auch wenn das Laminat dem Mieter gehört?


Da gingen die Meinungen bei der gestrigen abendlichen Diskussion ein bisschen auseinander und ich sage "Nein, kein Grund für Mietminderung". Der Geschädigte sieht das anders mit der Begründung, dass es natürlich auch ein optischer Mangel ist und es jetzt ausschaut wie bei Schlunz. Kann ich natürlich auch irgendwie nachollziehen.


Grüße und Danke

freemont
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Re: Mietminderung bei Laminatschaden

Beitrag von freemont » 23.09.18, 09:52

Sascha_1975 hat geschrieben:...
Da gingen die Meinungen bei der gestrigen abendlichen Diskussion ein bisschen auseinander und ich sage "Nein, kein Grund für Mietminderung". Der Geschädigte sieht das anders mit der Begründung, dass es natürlich auch ein optischer Mangel ist und es jetzt ausschaut wie bei Schlunz. Kann ich natürlich auch irgendwie nachollziehen.


Grüße und Danke
Hallo,

gemindert werden kann nur wegen Mängeln der Mietsache. da das Laminat dem Mieter gehört, kann deswegen nicht gemindert werden.

Der Mangel sind die undichten Fenster. Das bedingt ja, so lange sie nicht ordnungsgemäß gerichtet sind, dass die betroffenen Zimmer nur eingeschränkt nutzbar sind. Deswegen könnte gemindert werden, wobei man sich wie immer über die Quote streiten kann.

Eher ins Gewicht fällt hier der Schadensersatz. Wenn der Mangel mehrfach dem Vermieter gemeldet wurde und der erfolglos versucht hat die Fenster zu reparieren, haftet er für die Schäden am Mietereigentum. Dabei muss er sich Handwerkerpfusch zurechnen lassen, das sind seine Erfüllungsgehilfen, die er ggf. in Regress nehmen, an die er den Schaden durcheichen kann.

Zahlen würde ganz am Ende vermutlich deren Betriebs-Haftpflicht.

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