Durchzug an Tür

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Etienne777
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von Etienne777 » 10.10.18, 13:45

ktown hat geschrieben:Letztlich wäre nun zu prüfen, inwieweit der Mieter fahrlässig handelte, das ihm die fehlende Dichtung nicht auffiel.
Genau, irgendwie muß man dem Mieter verdammt noch mal doch anlasten können, daß ER schuld ist und von seinem VM nicht mehr verlangen darf, als daß dieser die Mietzahlungen huldvoll entgegennimmt.
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freemont
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von freemont » 11.10.18, 04:24

ktown hat geschrieben:... Letztlich wäre nun zu prüfen, inwieweit der Mieter fahrlässig handelte, das ihm die fehlende Dichtung nicht auffiel.

Nein, das ist nicht zu prüfen, das ist erneut Ihr frei erfundenes Privatrecht, laut § 536b BGB:
Ist ihm der Mangel infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben, so stehen ihm diese Rechte nur zu, wenn ...
Ein normaler Mieter ist doch kein Baugutachter mit Expertenwissen.

Grobe Fahrlässigkeit, gesetzlich nicht definiert, wird angenommen, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt wurde.

Ein sichtbarer Schaden muss noch lange nicht für einen Laien als solcher erkennbar sein, erst recht nicht welche Mangelsymptome dieser Schaden am Ende verursachen kann.

ktown
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 07:36

Sehen sie. Ich für meinen Teil sage jetzt, es müsse zu prüfen sein. Ich Maße mir nicht an dies, aus der theoretischen Sicht heraus, bewerten,zu können. Sie aber hingegen urteilen und meinen nur so und nicht anders kann es sein.
Das ich bisher geurteilt habe entstand nur unter der Fehlinterpretation eines Wortes.
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freemont
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von freemont » 11.10.18, 07:49

ktown hat geschrieben:Sehen sie. Ich für meinen Teil sage jetzt, es müsse zu prüfen sein. Ich Maße mir nicht an dies, aus der theoretischen Sicht heraus, bewerten,zu können. Sie aber hingegen urteilen und meinen nur so und nicht anders kann es sein.
Das ich bisher geurteilt habe entstand nur unter der Fehlinterpretation eines Wortes.
Nein, sehe ich nicht.

Wollen Sie mich jetzt auch noch veraeppeln. Sie behaupten fahrlässige Unkenntnis müsse vorliegen.

Das ist falsch. Par 536b erfordert grob fahrlässige Unkenntnis. Darauf erlaube ich mir allerdings zu bestehen.

Das wollen Sie doch wohl nicht auch noch wegphantasieren.

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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 08:36

Also urteilen sie doch.
Oder wie bewerten sie das keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt?
Ich zitiere:
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Mieter unbeachtet gelassen hat, was jedem hätte einleuchten müssen (BGH NJW-RR 07, 1021 [BGH 18.04.2007 - XII ZR 139/05]) bzw bei oberflächlicher Betrachtung sofort aufgefallen wäre (Ddorf ZMR 94, 403).
In wieweit, bei oberflächiger Betrachtung, dies hätte auffallen müssen, dies zu beurteilen, Maße ich mir nicht an.
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von freemont » 11.10.18, 08:48

ktown hat geschrieben:Also urteilen sie doch.
Oder wie bewerten sie das keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt?
Ich zitiere:
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Mieter unbeachtet gelassen hat, was jedem hätte einleuchten müssen (BGH NJW-RR 07, 1021 [BGH 18.04.2007 - XII ZR 139/05]) bzw bei oberflächlicher Betrachtung sofort aufgefallen wäre (Ddorf ZMR 94, 403).
In wieweit, bei oberflächiger Betrachtung, dies hätte auffallen müssen, dies zu beurteilen, Maße ich mir nicht an.

Muss man das noch kommentieren? Das ist dermaßen verpeilt, das disqualifiziert sich von ganz alleine.

ktown
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 08:57

freemont hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Also urteilen sie doch.
Oder wie bewerten sie das keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt?
Ich zitiere:
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Mieter unbeachtet gelassen hat, was jedem hätte einleuchten müssen (BGH NJW-RR 07, 1021 [BGH 18.04.2007 - XII ZR 139/05]) bzw bei oberflächlicher Betrachtung sofort aufgefallen wäre (Ddorf ZMR 94, 403).
In wieweit, bei oberflächiger Betrachtung, dies hätte auffallen müssen, dies zu beurteilen, Maße ich mir nicht an.

Muss man das noch kommentieren?
Ich bitte darum.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von Etienne777 » 11.10.18, 10:22

Es ist noch immer nicht gesichert, ob der Durchzug überhaupt (mutmaßlich) fehlenden Türdichtungen geschuldet ist. Denn es kann auch andere Ursachen geben, von denen ich einige bereits genannt habe und die ohne Expertenwissen nicht zu validieren wären.

Abgesehen davon gibt es auch Türkonstruktionen, die überhaupt keine Dichtungen vorsehen. Der besichtigende potentielle Mieter ist meiner Meinung nach schon nicht verpflichtet jedes Fenster und jede Tür zu untersuchen, oder aus bestimmten konstruktiven Gegebenheiten bestimmte Schlußfolgerungen zu möglichen Auswirkungen zu ziehen. Er darf darauf vertrauen, daß ihm die gerade angediente Mietsache sich zu dem den Parteien bekannten vorgesehenen Gebrauch ohne Einschränkungen eignet und in Ordnung ist, soweit der VM ihn nicht auf Einschränkungen oder Besonderheiten hinweist.

Ich halte es für praxisfremd anzunehmen, daß ein Mieter bei einer solchen Besichtigung ohne konkreten Anlaß Türen und Fenster untersucht, das wäre meiner Ansicht nach allenfalls geboten, wenn schon bei einem Blick durch den Raum ins Auge stechen würde, daß Fenster oder Tür vergammelt sind. Davon ist hier aber nicht die Rede.
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 10:29

Etienne777 hat geschrieben:Es ist noch immer nicht gesichert, ob der Durchzug überhaupt (mutmaßlich) fehlenden Türdichtungen geschuldet ist. Denn es kann auch andere Ursachen geben, von denen ich einige bereits genannt habe und die ohne Expertenwissen nicht zu validieren wären.

Abgesehen davon gibt es auch Türkonstruktionen, die überhaupt keine Dichtungen vorsehen. Der besichtigende potentielle Mieter ist meiner Meinung nach schon nicht verpflichtet jedes Fenster und jede Tür zu untersuchen, oder aus bestimmten konstruktiven Gegebenheiten bestimmte Schlußfolgerungen zu möglichen Auswirkungen zu ziehen. Er darf darauf vertrauen, daß ihm die gerade angediente Mietsache sich zu dem den Parteien bekannten vorgesehenen Gebrauch ohne Einschränkungen eignet und in Ordnung ist, soweit der VM ihn nicht auf Einschränkungen oder Besonderheiten hinweist.

Ich halte es für praxisfremd anzunehmen, daß ein Mieter bei einer solchen Besichtigung ohne konkreten Anlaß Türen und Fenster untersucht, das wäre meiner Ansicht nach allenfalls geboten, wenn schon bei einem Blick durch den Raum ins Auge stechen würde, daß Fenster oder Tür vergammelt sind. Davon ist hier aber nicht die Rede.
Zafilutsche hat geschrieben:Vielleicht sieht's ein Richter auch wieder anders?
und nichts anderes will ich hiermit sagen.
ktown hat geschrieben:es müsse zu prüfen sein
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von fragenfueralle » 11.10.18, 12:30

ktown hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:es müsse zu prüfen sein
Ich glaube nicht, dass es dadurch besser wird, wenn Sie sich selbst zitieren.
Viele Menschen hinterlassen Spuren.
Nur wenige hinterlassen Eindrücke.

Manche aber hinterlassen nur beim Eindrücken Spuren.

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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 12:56

fragenfueralle hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:es müsse zu prüfen sein
Ich glaube nicht, dass es dadurch besser wird, wenn Sie sich selbst zitieren.
Wenn zwei sich streiten dann landet es bei Gericht und dort wird sicherlich geprüft, ob eine fehlende Dichtung als Mangel anzusehen ist oder nicht.
Die Tatsache ob die Hechtsuppe jemand anderes liefert stellt der TE ja nicht zur Debatte.
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von Etienne777 » 11.10.18, 14:25

ktown hat geschrieben:... dort wird sicherlich geprüft, ob eine fehlende Dichtung als Mangel anzusehen ist oder nicht.
Sie sollten sich langsam mal entscheiden, ob der Mieter mit seinen Ansprüchen grundsätzlich abgeschnitten sein soll, weil er Ihrer Rechtsauffassung nach grob fahrlässig handelte, wenn er Türen nicht auf Vorhandensein und Funktionstüchtigkeit von Dichtungen überprüft hat, oder ob er nicht abgeschnitten ist, so daß es überhaupt eine Rolle spielt, ob eine fehlende Dichtung als Mangel anzusehen ist. Momentan ist das wie der Kurs einer Henne vor einem nahenden Moped.
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 11.10.18, 14:36

Etienne777 hat geschrieben:Sie sollten sich langsam mal entscheiden
Wieso sollte ich. Ich kenn die Situation nicht in vollem Umfang.
Bis ich meine Fehlinterpretation des Wortes "nicht" bemerkte, ging ich davon aus, dass der Mieter um die fehlende Dichtung wusste. Da ist es meines Erachtens die logische Konsequenz, dass dieses akzeptieren eindeutig dem Mieter anzurechnen ist und somit der dadurch auftretende Kaltlufteinfall als kein Mangel anzusehen ist. Da dieser Umstand wohl nicht eindeutig vor Mietbeginn vom Mieter festgestellt wurde, hängt es davon ab, ob ihm dieser Umstand bei oberflächlicher Betrachtung hätte auffallen müssen und das wird dann wohl final ein Gericht prüfen.

Es gibt aber Parteien hier, die sind absolut sicher, dass dies auch bei oberflächiger Betrachtung nicht zwangsläufig hätte auffallen müssen, weil hierfür Fachkenntnis notwendig ist.
Es liegt nun in der Natur eines Forums, dass unterschiedliche Einschätzungen aufeinander treffen. Es wäre kein Forum, wenn es nicht so wäre. :wink:
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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von freemont » 12.10.18, 04:06

ktown hat geschrieben:...
Bis ich meine Fehlinterpretation des Wortes "nicht" bemerkte, ging ich davon aus, dass der Mieter um die fehlende Dichtung wusste.
...
Diesen Sachverhalt haben Sie frei erfunden um den TE ins Unrecht zu setzen. Nur Sie behaupten es gehe hier um eine offensichtlich fehlende Dichtung. Dem TE ist nichts davon bekannt.

Sie nehmen einseitig für den Vermieter Partei, verändern den Sachverhalt, zitieren verstümmelnd den Tenor von Urteilen, verdrehen die Kernaussage in das Gegenteil, verfälschen den Tatbestand von Rechtsnormen, erfinden den Inhalt von unbestimmten Rechtsbegriffen entgegen der ständigen Rechtsprechung neu. Und nicht zuletzt scheinen Sie der dt. Sprache nicht mächtig zu sein, Sie geben Worten gegen den Duden einen ganz eigenen Sinngehalt.

Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für den "Moderator" in einem Rechtsforum. Das grenzt schon an eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Fragesteller i.S. § 826 BGB.

Weshalb sprechen sie den Fragestellern als "Moderator" ihr Recht ab? Weshalb tun Sie das nicht "privat"? Wenn Sie das als "Moderator" tun, maßen Sie sich eine Kompetenz an, die Sie ganz offensichtlich noch nicht einmal ansatzweise haben.

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Re: Durchzug an Tür

Beitrag von ktown » 12.10.18, 08:33

freemont hat geschrieben:Nur Sie behaupten es gehe hier um eine offensichtlich fehlende Dichtung. Dem TE ist nichts davon bekannt.
Sie sagen also, der Mieter wollte nicht von der Hausverwaltung eine Dichtung haben?
Dann habe ich diese Aussagen anscheinend komplett missverstanden
Ich_aus_BW hat geschrieben:Zudem stellt er fest, dass an dieser Tür keinerlei Dichtung angebracht ist
und
Ich_aus_BW hat geschrieben:Der Mieter wendet sich an die Hausverwaltung, die die Eigentümerin vertritt, die eine Abdichtung der Tür ablehnt mit der Begründung, es handele sich um eine Kleinreparatur, die der Mieter selbst ausführen und zahlen soll.
Klären Sie mich mal auf. Wie ist der Sachverhalt ihrer Ansicht nach zu verstehen?
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