Zwangsversteigerung von Mietobjekt

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Molitu
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Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Molitu » 01.11.18, 17:37

Hallo zusammen,

Durch einen Zufall wurde Publik, das "Vermieter" in Schwierigkeiten ist und das vermietete Einfamilienhaus in 4 Wochen Zwangsversteigert wird!

Was kommt(könnte) nun auf den Mieter (Familie mit kleinkind + Haustieren (Hund+Katzen) zu, die seit 5,5 jahren dort zur miete wohnen?

Gibts da Iwelche Fristen?

Wie ist die Rechtslage?

Spezi
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Spezi » 01.11.18, 17:48

Wie ist die Rechtslage?
Es gibt einen neuen Eigentümer.
Was der vor hat weiß nur er.
Gruß Spezi

Molitu
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Molitu » 01.11.18, 18:04

Also letzten endes sollte die Mieterpartei entweder bangen und hoffen oder gleich etwas neues suchen.....

ratlose mama
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von ratlose mama » 01.11.18, 19:07

Evtl. kann man das Haus ja auch selbst ersteigern.

karli
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von karli » 01.11.18, 19:34

Der Käufer des Hauses kauft den Mieter erstmal mit.
Könnte gut sein, daß der Käufer dann selbst in seinem Haus wohnen möchte und wegen Eigenbedarf kündigt.
Die Kündigungsfrist wäre dann 6 Monate.
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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questionable content
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von questionable content » 01.11.18, 20:07

Es ist eine Zwangsversteigerung.

Damit hat der Ersteigerer ein Sonderkündigungsrecht mit Frist nach § 57 ZVG. Da dieses aber zum ersten zulässigen Termin nach Zuschlag erfolgen muss (und danach nur noch die sonstigen gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten verbleiben) klärt sich dieser Punkt üblicherweise kurz nach dem Abschluss der Versteigerung.

Die zweite typische Kündigungsgrundlage wäre - wie bereits erwähnt - die Eigenbedarfskündigung. Diese ist bei Zwangsversteigerungen allerdings statistisch gar nicht so häufig, da diese besondere Risiken für den Erwerber mit sich bringen. Auch insoweit bleibt üblicherweise "Abwarten".

Die wichtigste Überlegung vor der Versteigerung ist für die Mieter einer Immobilie die zur Zwangsversteigerung steht üblicherweise die Frage, ob man das Objekt selbst erwerben möchte und kann.
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Molitu » 02.11.18, 04:48

ratlose mama hat geschrieben:Evtl. kann man das Haus ja auch selbst ersteigern.

Im grunde würde die Mietpartei es ja gerne, nur diese lebt in Insolvenz vom Hauptverdiener......

Spezi
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Spezi » 02.11.18, 08:10

Nur setzt das Kündigungsrecht bei Wohnraum das Erfordernis eines berechtigten Interesses nicht außer Kraft.

Siehe dazu aus dem N etz:
Kündigungsgrund: Berechtigtes Interesse erforderlich
Was für Vermieter hinsichtlich der Wirksamkeit einer Kündigung gilt, ist auch für Ersteher
zu beachten. Insofern bedarf es zwingend der Darlegung eines berechtigten Interesses
an der Kündigung im Kündigungsschreiben (§ 573d Abs. 1 BGB i.V.m. § 573 Abs. 1 und
Abs. 3 S. 1, § 575a Abs. 1 BGB). Damit ist klargestellt, dass der Eigentumswechsel durch
den Zuschlag im Versteigerungsverfahren nur einen zeitlichen Vorteil sichern kann (BGH
NJW 82, 1696), dies allein aber kein berechtigtes Interesse an der Kündigung begründet
(OLG Hamm NJW-RR 94, 1496; Stöber, a.a.O., Rn. 6.1).
Insofern steht das Sonderkündi-
gungsrecht unter dem Vorbehalt der Gesetzgebung zum Kündigungsschutz des Mieters.
Dieser kann widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen.
Gruß Spezi

Zafilutsche
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Re: Zwangsversteigerung von Mietobjekt

Beitrag von Zafilutsche » 02.11.18, 10:38

Molitu hat geschrieben:
ratlose mama hat geschrieben:Evtl. kann man das Haus ja auch selbst ersteigern.

Im grunde würde die Mietpartei es ja gerne, nur diese lebt in Insolvenz vom Hauptverdiener......
Selbst wenn der Hauptverdiener kein Inso verfahren hätte, fraglich wäre ob eine Kreditgebende Bank überhaupt bereit wäre,
eine Finanzierung für ein Versteigerungsobjekt überhaut anzubieten. Bei der Versteigerung muß das Geld m.W.
ziemlich Schnell über den Tisch gehen und das geht nur bei entsprechend solventen Mitbietern.
Also ein Plan "B" für den Fall auszuarbeiten dass wenn ein neuer Eigentümer kündigen würde, wäre ganz sicher nicht so verkehrt.

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