Neuvertrag bei Auszug des Partners?

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webmaster76
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von webmaster76 » 15.03.19, 07:43

Froggel hat geschrieben:dass er sich z.B. an den Expartner wenden könnte, sodass dieser von sich aus kündigen möchte, weil er noch durch den alten Vertrag gebunden ist, und er dann darauf drängt, dass auch die Ex-Frau der Kündigung zustimmt
Das sehe ich auch als einzig "zielführenden" Hebel für den Vermieter. Wenn er schlau ist, verlangt er ab sofort die volle Miete vom Ex-Partner. Damit wird er schnell zu Ziel kommen.

Aber unabhängig davon muss sich die Mieterin früher oder später eh Gedanken darüber machen, wie sie aus dem gemeinsamen Mietvertrag mit dem Ex-Partner herauskommt.

SusanneBerlin
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von SusanneBerlin » 15.03.19, 07:50

webmaster76 hat geschrieben:Wenn er schlau ist, verlangt er ab sofort die volle Miete vom Ex-Partner. Damit wird er schnell zu Ziel kommen.
Ich nehme mal an, dass die Mieterin die Miete vollständig und pünktlich bezahlt. Ergo kann der Vermieter dem Ex-Partner zwar Briefe schreiben und ihn z.B. darauf hinweisen, dass er nach wie vor für die Mietzahlung haftet, aber einen Zahlungsanspruch den er gegen den Ex-Partner geltend machen kann, hat der Vermieter nicht solange die Miete pünktlich auf dem Vermieterkonto ist.
Grüße, Susanne

Celestro
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von Celestro » 15.03.19, 11:00

SusanneBerlin hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass die Mieterin die Miete vollständig und pünktlich bezahlt. Ergo kann der Vermieter dem Ex-Partner zwar Briefe schreiben und ihn z.B. darauf hinweisen, dass er nach wie vor für die Mietzahlung haftet, aber einen Zahlungsanspruch den er gegen den Ex-Partner geltend machen kann, hat der Vermieter nicht solange die Miete pünktlich auf dem Vermieterkonto ist.
Das Ziel eines solchen Briefes ist es NICHT, den Ex zur Kasse zu bitten. Sondern er soll sich darum kümmern, aus dem Mietvertrag heraus zu kommen. :wink:

SusanneBerlin
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von SusanneBerlin » 15.03.19, 11:14

Das ist mir schon klar. Meine Antwort bezieht sich auf webmaster76s Beitrag, der vorschlug "ab sofort die volle Miete vom Ex-Partner zu fordern".
Grüße, Susanne

webmaster76
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von webmaster76 » 15.03.19, 11:57

Worauf ich ja auch hinaus wollte. Ein Schreiben "bitte kümmern Sie sich darum aus dem Mietvertrag zu kommen" hat halt weniger Nachdruck als "bitte überweisen Sie ab sofort die Miete für die Wohnung" :wink: Fordern kann man zunächst alles Mögliche, es geht hier mehr um die Signalwirkung.

An den "Knochen" muss die Mieterin sowieso irgendwann. Besser früher wie später, denn irgendwann möchte Sie u.U. kurzfristig ausziehen und merkt dann, dass sie munter weiter bezahlen muss bis im Worst Case mal ein Urteil von einem Gericht vorliegt, wenn sich der Ex-Partner quer stellt (was nicht selten in die Monate geht).

SusanneBerlin
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Re: Neuvertrag bei Auszug des Partners?

Beitrag von SusanneBerlin » 15.03.19, 12:17

webmaster76 hat geschrieben:Worauf ich ja auch hinaus wollte. Ein Schreiben "bitte kümmern Sie sich darum aus dem Mietvertrag zu kommen" hat halt weniger Nachdruck als "bitte überweisen Sie ab sofort die Miete für die Wohnung" :wink: Fordern kann man zunächst alles Mögliche, es geht hier mehr um die Signalwirkung.
Der Ex-Partner wird wahrscheinlich, unwissend über die Rechtslage, mit "Warum, ich wohne da nicht mehr" reagieren (Wenn er überhaupt reagiert).
webmaster76 hat geschrieben: An den "Knochen" muss die Mieterin sowieso irgendwann. Besser früher wie später, denn irgendwann möchte Sie u.U. kurzfristig ausziehen und merkt dann, dass sie munter weiter bezahlen muss bis im Worst Case mal ein Urteil von einem Gericht vorliegt, wenn sich der Ex-Partner quer stellt (was nicht selten in die Monate geht).
Theoretisch stimmt das natürlich, aber ich glaube nicht daran, dass der Vermieter eine Kündigung der Mieterin ohne die Unterschrift des Ex, zurückweisen wird.
Nachdem der Vermieter den Auszug innerhalb von Jahresfrist fordert und bei Nichteinwilligung mit "fristloser Kündigung" droht, ist es unwahrscheinlich dass der Vermieter sich bei einer Kündigung der Mieterin querstellt, zumal seinem Verhalten nach, auch der Vermieter sich entweder der Rechtslage nicht bewußt ist, oder die Rechtslage bewußt ignoriert.
Grüße, Susanne

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