Räumungsklage

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Gabrielllle
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Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 16.03.19, 19:40

Hallo Guten Tag:
Person A braucht Hilfe und bitte die Experten um Hilfe.
Person A hat heute eine Vorladung vom Gericht bekommen, es geht um Räumungsklage.
Das könnte die mündliche Verhandlung sein. Der Termin ist in 6 Wochen.

Muss man zu dem Gerichtstermin auch dann, wenn man die Mietschulden begleicht?

Etienne777
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Etienne777 » 16.03.19, 23:58

Eine gerichtliche Vorladung enthält auch eine Aussage dazu, wozu man geladen wird. In der Ladung sollte in etwa stehen: "... es handelt sich um einen Termin zur Güteverhandlung mit ggf. unmittelbar daran anschließender Hauptverhandlung."

Solange der Gerichtstermin nicht ausdrücklich aufgehoben worden ist, sollte man unbedingt zum Termin erscheinen!

Erscheint man nämlich zu dem Termin nicht, wird der Gegner ein Versäumnisurteil beantragen und auch bekommen, das bedeutet für den Beklagten, er wird ohne weiteres entsprechend den Klageanträgen verurteilt. Ist eine Räumung beantragt, würde der Vermieter damit zu einem vollstreckbaren Titel kommen und der Mieter hat den Gerichtsvollzieher mit dem Möbelwagen vor der Tür.

In der Verhandlung kann der Mieter dann geltend machen, daß er zwischenzeitlich die Mietschulden beglichen hat, unter bestimmten Voraussetzungen ist damit die Kündigung unwirksam und die Klage nachträglich unbegründet. Dem Mieter würden aber die Verfahrenskosten aufgebrummt, also die des Rechtsanwalts des Vermieters, eines ggf. eigenen Rechtsanwalts und die des Gerichts, da er Anlaß zur Klage gegeben hat.

Wenn die Mietschulden beglichen sind, sollte man das per Schriftsatz auch unverzüglich dem Gericht mitteilen. Das Gericht würde dann sicherlich beim Kläger (dem Vermieter) anfragen, ob er Erledigung der Hauptsache erklären möchte. Macht der Kläger das, dürfte eine sogenannte "Abladung" an den Beklagten / Mieter versandt werden, aus der sich ergibt, daß der Termin aufgehoben wurde und er nicht zu erscheinen braucht. Nur wenn der Kläger sowas bekommt, muß er nicht zum Gericht, ansonsten schießt er sich ein gewaltiges Eigentor, wenn er den Termin nicht wahrnimmt.
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Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 17.03.19, 00:06

Etienne777 :
Vielen Dank für Antworten.

Jetzt eine Frage, könnte man den Vermieter fragen, dass man die Mietrückstände begleichen wird und ob er die Klage zurückziehen würde?

SusanneBerlin
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Re: Räumungsklage

Beitrag von SusanneBerlin » 17.03.19, 01:05

Gabrielllle hat geschrieben:Etienne777 :
Vielen Dank für Antworten.

Jetzt eine Frage, könnte man den Vermieter fragen, dass man die Mietrückstände begleichen wird und ob er die Klage zurückziehen würde?
Nur mitteilen, dass man zahlen wird, wird dem Vermieter in diesem.Stadium nicht reichen. Solche Versprechungen hat es sicherlich im Vorfeld schon gegeben? Jedenfalls hätte sich der Vermieter die Klage dann auch gleich sparen können wenn er die Klage aufgrund von Versprechungen des Mieters gleich wieder zurückzieht.

Tatsächlich überweisen, 2-3 Tage warten bis das Geld auf dem Vermieterkonto ist, dann kann man den Vermieter fragen ob er auf die Räumungsklage verzichtet.
Grüße, Susanne

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 17.03.19, 01:12

SusanneBerlin hat geschrieben:
Gabrielllle hat geschrieben:Etienne777 :
Vielen Dank für Antworten.

Jetzt eine Frage, könnte man den Vermieter fragen, dass man die Mietrückstände begleichen wird und ob er die Klage zurückziehen würde?
Nur mitteilen, dass man zahlen wird, wird dem Vermieter in diesem.Stadium nicht reichen. Solche Versprechungen hat es sicherlich im Vorfeld schon gegeben? Jedenfalls hätte sich der Vermieter die Klage dann auch gleich sparen können wenn er die Klage aufgrund von Versprechungen des Mieters gleich wieder zurückzieht.

Tatsächlich überweisen, 2-3 Tage warten bis das Geld auf dem Vermieterkonto ist, dann kann man den Vermieter fragen ob er auf die Räumungsklage verzichtet.
Ich bin kein Ganove.

Die Frage war nach der Möglichkeit.
Und wenn der Vermieter damit einverstanden ist, dann kann man die Miete per Echtzeit – Überweisung überweisen und wird innerhalb 20 Sekunden gutgeschrieben.

winterspaziergang
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Re: Räumungsklage

Beitrag von winterspaziergang » 17.03.19, 07:02

Gabrielllle hat geschrieben:
SusanneBerlin hat geschrieben:
Gabrielllle hat geschrieben:Etienne777 :
Vielen Dank für Antworten.

Jetzt eine Frage, könnte man den Vermieter fragen, dass man die Mietrückstände begleichen wird und ob er die Klage zurückziehen würde?
Nur mitteilen, dass man zahlen wird, wird dem Vermieter in diesem.Stadium nicht reichen. Solche Versprechungen hat es sicherlich im Vorfeld schon gegeben? Jedenfalls hätte sich der Vermieter die Klage dann auch gleich sparen können wenn er die Klage aufgrund von Versprechungen des Mieters gleich wieder zurückzieht.

Tatsächlich überweisen, 2-3 Tage warten bis das Geld auf dem Vermieterkonto ist, dann kann man den Vermieter fragen ob er auf die Räumungsklage verzichtet.
Ich bin kein Ganove.

Die Frage war nach der Möglichkeit.
Und wenn der Vermieter damit einverstanden ist, dann kann man die Miete per Echtzeit – Überweisung überweisen und wird innerhalb 20 Sekunden gutgeschrieben.
Der Mieter wäre gut beraten seine Echtzeit-Überweisung gleich zu tätigen, schließlich schuldet er die Miete.
Es ist recht unverständlich, wozu er das Einverständnis des Vermieters abwarten will.

ExDevil67
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Re: Räumungsklage

Beitrag von ExDevil67 » 17.03.19, 08:47

Als Vermieter würde ich die Klage nach erfolgter Zahlung der Miete erst zurücknehmen, wenn der Mieter mir auch die Kosten für die Klage und ggf meinen Anwalt überwiesen hat.

Etienne777
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Etienne777 » 17.03.19, 11:58

ExDevil67 hat geschrieben:Als Vermieter würde ich die Klage nach erfolgter Zahlung der Miete erst zurücknehmen, wenn der Mieter mir auch die Kosten für die Klage und ggf meinen Anwalt überwiesen hat.
Richtig, und weil das so ist, wird es in der Praxis eher so ablaufen, daß keine Rücknahme der Klage stattfindet, sondern allenfalls die Erklärung daß der Rechtsstreit in der Hauptsache erledigt sei. Danach würde das Gericht entscheiden wer die Kosten trägt, das wird der Mieter sein, wenn er tatsächlich im Zahlungsverzug gewesen ist.
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winterspaziergang
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Re: Räumungsklage

Beitrag von winterspaziergang » 17.03.19, 16:33

Jedenfalls tut sich der Mieter rechtlich keinen Gefallen, wenn er die Zahlung seiner Mietschulden, die nun bereits zur Räumungsklage geführt haben, davon abhängig macht, ob der Vermieter bereit ist, bei Zahlung der längst fälligen Verpflichtung, die Klage zurückzunehmen.
Gabrielllle hat geschrieben:
Gabrielllle hat geschrieben:Jetzt eine Frage, könnte man den Vermieter fragen, dass man die Mietrückstände begleichen wird und ob er die Klage zurückziehen würde?
.....
Die Frage war nach der Möglichkeit.
Und wenn der Vermieter damit einverstanden ist, dann kann man die Miete per Echtzeit – Überweisung überweisen und wird innerhalb 20 Sekunden gutgeschrieben.
Der Schilderung folgend, hat der Mieter das Geld oder könnte es beschaffen, um "innerhalb von 20 sec" die fällige Miete zu begleichen.
Er gewinnt sicher nichts, wenn er das davon abhängig macht, dass der Vermieter seine Klage zurückzieht. Mal abgesehen von der Frage, welcher Vermieter sich darauf einlassen würde, auf seinen Kosten für den Anwalt und das Gericht sitzen zu bleiben, nur um eine - auch rechtliche- Selbstverständlichkeit zu bekommen.

Froggel
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Froggel » 17.03.19, 18:52

Gabrielllle hat geschrieben:Ich bin kein Ganove.
Den Vermieter um seine ihm rechtmäßig zustehende Miete zu prellen, macht einen zumindest nicht zu einer ehrlichen Haut. Indem die Miete nicht rechtzeitig überwiesen wird (und dazu hat man sich mit seiner Unterschrift verpflichtet), begeht man bereits einen Gesetzesverstoß. Wenn dann der Vermieter auch noch Räumungsklage einreicht, wird es sicherlich um mehr als eine (nur) verspätete Monatsmiete gehen.
Ich bin kein Jurist.
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Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 18.03.19, 13:02

In China nennt man diesen "Gesetzesverstoß" auch Mietlückstände

SusanneBerlin
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Re: Räumungsklage

Beitrag von SusanneBerlin » 19.03.19, 09:48

Gabrielllle hat geschrieben: Die Frage war nach der Möglichkeit.
Und wenn der Vermieter damit einverstanden ist, dann kann man die Miete per Echtzeit – Überweisung überweisen und wird innerhalb 20 Sekunden gutgeschrieben
Als ob je ein Vermieter sagen würde "Ich bin nicht damit einverstanden, dass Sie die längst fälligen Mietzahlungen vornehmen."
Und selbst wenn der Vermieters sagen würde, er zieht die Klage zurück, hat der Mieter darauf keinen Rechtsanspruch.
Grüße, Susanne

Celestro
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Celestro » 19.03.19, 15:57

Gabrielllle hat geschrieben:In China nennt man diesen "Gesetzesverstoß" auch Mietlückstände
Macht es dieser lahme Witz weniger schlimm?

Froggel
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Froggel » 19.03.19, 20:48

Celestro hat geschrieben:
Gabrielllle hat geschrieben:In China nennt man diesen "Gesetzesverstoß" auch Mietlückstände
Macht es dieser lahme Witz weniger schlimm?
Wahrscheinlich denkt die TE, dass es sich nur um ein Kavaliersdelikt handelt, wenn man jemandem sein ihm zustehendes Geld vorenthält, und ist sich keines Vergehens bewusst. Jedenfalls lassen ihre Beiträge darauf schließen :roll: Das wird sich mit Sicherheit erst dann ändern, wenn das mal jemand mit ihr macht.
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 19.03.19, 21:12

Die Mieten werden gezahlt , Die Mieten werden gezahlt !
Hoffentlich kommt es jetzt an.

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