Wohnungsgeberbestätigung - anders nach Mietvertrag

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Jutta
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Wohnungsgeberbestätigung - anders nach Mietvertrag

Beitrag von Jutta » 06.09.19, 16:41

Hallo,
zu folgender Konstellation bitte ich um eure Meinung:

Vermieter V vermietet eine große 3 ZKB-Wohnung an einen rumänischen Staatsbürger M, der in dem Nachbarort eine gute Arbeit hat und noch am Deutsch-Lernen ist.
M bringt einen Kollegen mit, auch Rumäne aber seit 30 Jahren in Deutschland, zum Übersetzen etc. M hat seine Frau dabei und 5-jährige Tochter.
M füllt Mieterselbstauskunft aus, einziehen will demgemäß er, Frau, Tochter. Legt Gehaltsnachweis etc. alles vor.
V ist zufrieden, es wird Mietvertrag abgeschlossen, M überweist sofort Kaution und erste Miete, V übergibt bei Wohnungsübergabe die Wohnungsgeberbestätigung mit der M sich auf der Gemeinde anmelden kann, ausgefüllt für M, Frau, Tochter.

Eine Woche später erhält V Anruf von der Gemeinde: M wollte sich anmelden, aber zusätzlich noch 2 eigene Kinder im Teenageralter. Die Gemeinde verlangt nun von V eine neue Wohnungsgeberbestätigung zu unterschreiben, die sie ihm vorausgefüllt mit den ganzen Namen, zuschickt.

V ist schon klar, dass er den Zuzug der eigenen Kinder sowieso nicht verhindern kann. Aber wie ist denn nun die Rechtslage? Kann M den V tatsächlich so "verarschen"?
Muss V die Bestätigung unterschreiben?
Gruß
Jutta

lottchen
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Re: Wohnungsgeberbestätigung - anders nach Mietvertrag

Beitrag von lottchen » 06.09.19, 17:14

Man könnte der Gemeinde mitteilen, dass man von diesen Personen nichts weiß und demzufolge auch nicht bestätigen kann, dass sie dort einziehen werden. In meinen Augen wäre in dem Fall der Vater der Wohnungsgeber und nicht der Wohnungsvermieter. Ich weiß aber, dass da manche Gemeinden sich ziemlich querstellen, wenn ein Mieter diese Bestätigung schreibt...Letztendlich wird man damit aber nur Papierkram und Telefonate / Mails / Briefe für alle Beteiligten produzieren und am Ergebnis (Einzug) wohl nichts ändern. V könnte den Mieter anschreiben und um Erklärung bitten. Der deutschsprachige Kollege wird schon übersetzen. Vielleicht wollen die 2 Teenagerkindern nur einen Wohnsitz in D und ziehen gar nicht ein. Dann muss das V auch nicht bestätigen.

Steht eine Personenanzahl im Vertrag?

Für die kleine Tochter hätte V übrigens keine Wohnungsgeberbestätigung ausstellen müssen. Erst für Personen ab 16 Jahre (für die jüngeren sind aut BMG die Eltern zuständig).
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

Jutta
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Re: Wohnungsgeberbestätigung - anders nach Mietvertrag

Beitrag von Jutta » 06.09.19, 17:20

Danke Lottchen, so ähnlich hat V auch schon gedacht, man kann viel Theater machen, aber verhindern kann man wohl eh nix.
Die Wohnung hat 112 qm, also nichts mit Überbelegung ;-)
lottchen hat geschrieben:
06.09.19, 17:14
Für die kleine Tochter hätte V übrigens keine Wohnungsgeberbestätigung ausstellen müssen. Erst für Personen ab 16 Jahre (für die jüngeren sind aut BMG die Eltern zuständig)
Das hat V gar nicht gewußt. V verlangt immer eine Selbstauskunft, in der angegeben werden muss, wer einziehen wird und auf diese stellt er dann auch die Bestätigung aus ...
Gruß
Jutta

lottchen
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Re: Wohnungsgeberbestätigung - anders nach Mietvertrag

Beitrag von lottchen » 06.09.19, 17:28

Jutta hat geschrieben:
06.09.19, 17:20
Das hat V gar nicht gewußt.
https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__17.html

Punkt (3)
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

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