Mahngebühren

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gitta.
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Mahngebühren

Beitrag von gitta. »

Angenommen, in diesem fiktiven Fall hat Herr W. ein Zimmer in einer WG angemietet.

Einige Monate zahlt er pünktlich, dann im Dezember 2019 erfolgt keine Überweisung.

Der Vermieter schickt ihm eine Mahnung, fordert Mahngebühren in Höhe von 10,- EURO.

Herr W. wird bei einer Wohnungsbesichtigung in Zusammenhang mit einem der anderen Mieter angetroffen und auf die geschuldete Miete angesprochen und verspricht, die Miete vom Konto einer Bekannten überweisen zu lassen, weil er angeblich Probleme mit seinem Konto hat. Leider wird dann erst die Miete für Januar 2020 überwiesen.

Der Vermieter schickt ihm eine weitere Mahnung für die Dezember-Miete, diesmal mit Mahnkosten in Höhe von 20,- EURO.

Muss Herr W. die Mahnkosten bezahlen ??

Vielen Dank für eure Einschätzung.

michelbub
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Re: Mahngebühren

Beitrag von michelbub »

Nach diesem Zeitpunkt ist der Mieter automatisch im Verzug mit der Folge, dass der Vermieter die Mahnkosten ersetzt verlangen kann. In einigen Mietverträgen werden die Mahnkosten pauschaliert vereinbart, Beträge bis 10 Euro pro Mahnschreiben sind da im Regelfall zulässig.

lottchen
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Re: Mahngebühren

Beitrag von lottchen »

Und wenn keine Mahngebühren vertraglich vereinbart sind?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

Froggel
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Re: Mahngebühren

Beitrag von Froggel »

lottchen hat geschrieben:
12.02.20, 19:55
Und wenn keine Mahngebühren vertraglich vereinbart sind?
»Wenn im Mietvertrag nichts über die Kosten für Mahnschreiben steht, können solche Kosten auch nicht berechnet werden, weil es zur üblichen Tätigkeit eines Vermieters oder einer Hausverwaltung zählt, Mahnschreiben zu versenden.« Quelle
Wenn im Mietvertrag die Mahnkosten vorgesehen sind, muss aber gleichzeitig dabei stehen, dass es dem Mieter freisteht, nachzuweisen, dass die Mahnkosten geringer ausgefallen sind. Im Zweifel muss man das eben gerichtlich prüfen lassen.
Ich bin kein Jurist.
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