MietenWoG Bln - Untervermietung

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Janine_Neumann
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MietenWoG Bln - Untervermietung

Beitrag von Janine_Neumann »

Hallo,

Folgendes Szenario:
Jemand vermietet seit 2018 in Berlin ein Zimmer + gemeinsam genutzte Räume unter. Die vereinbarte Kaltmiete/qm beträgt 7,00 Euro. Im Juli 2020 kommt es zu einem Wechsel des Untermieters. Die neue vereinbarte Kaltmiete/qm beträgt 8,00 Euro.

Der Hauptmieter bekommt vom Vermieter die Nachricht, dass wegen dem Mietendeckel die Kaltmiete/qm ab Dezember 2020 von 7,50 Euro auf 7,00 Euro reduziert wird.

Fragestellung:
1. War die vereinbarte Kaltmiete/qm von 8,00 Euro des neuen Untermieters bereits zu hoch angesetzt, weil der Untervermieter nur hätte den alten Mietzins in Höhe von 7,00 Euro anwenden dürfen? Falls ja, darf er wenigstens die 7,50 Euro ansetzen, die er seinerseits an seinen Vermieter zahlen muss?

2. Welche Informationspflichten hätte der Untervermieter gegenüber dem neuen Untermieter noch leisten müssen?

3. Welche Rolle spielen vertragliche Pauschalen im Untermietvertrag wie gemeinsame Internetnutzung und GEZ? Werden sie rechtlich separat betrachtet oder zählen sie zur Kaltmiete?

Wie ist die Rechtslage?

Vielen lieben Dank im Voraus! :)
Froggel
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Re: MietenWoG Bln - Untervermietung

Beitrag von Froggel »

1. Der Mietendeckel gilt für alle Vermieter, d.h. für Untermiete wird keine Ausnahme gemacht. Klick mich!
2. Ich würde anstelle des (Unter-)Vermieters die gleiche Information an den Untermieter weitergeben, wie er vom Vermieter bekommen hat. Ferner kann er dann gleich begründen, dass der Untermieter damit Geld zurückbekommt.
3.
Die Mietgrenzen des Landesgesetzes sind als Nettokaltmieten festgelegt. Sind Brutto- oder Bruttowarmmieten vereinbart, dann muss zuerst ausgerechnet werden, welche Mietanteile auf Heizkosten oder sonstige Nebenkosten entfallen
- diese Beträge müssen abgezogen werden, um die fiktive Nettokaltmiete zu ermitteln.
Dementsprechend zählen die genannten Kosten nicht zur Kaltmiete.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -
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