Türschloss defekt? Mietsache?

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andreas100
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Türschloss defekt? Mietsache?

Beitrag von andreas100 »

Guten Tag und hallo in die Runde!

Folgendes Szenario:

Person A wohnt seit 11 Jahren in einer Doppelhaushälfte.

A geht durch Nebentür Carport raus.
Macht normal zu ohne abzuschließen.
Wollte wieder rein, ging nicht.
Schloß musste aufgebohrt werden.

Neuer Zylinder drin, aber hakt ziemlich und Schlüssel lässt sich nicht immer drehen.
Wird wohl mehr defekt sein, denkt sich PersonA.

Vermieter XYZ sagt zu Person A:
Übernehme nur die Kosten des neuen Schloßes


Wäre Vermieter XYZ im Recht und wie würde sich jetzt Person A verhalten?

Würde die Kleinreperatur Klausel hier greifen?

mfg
Dummerchen
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Re: Türschloss defekt? Mietsache?

Beitrag von Dummerchen »

andreas100 hat geschrieben: 10.06.22, 17:41 A geht durch Nebentür Carport raus.
Macht normal zu ohne abzuschließen.
Wollte wieder rein, ging nicht.
Schloß musste aufgebohrt werden.
Warum hat man nicht die Haupttüre benutzt und den Vermieter informiert, dass er sich drum kümmert bzw. einen Schlüsseldienst seiner Wahl beauftragt? Wenn das Haus mehrere Eingänge besitzt, ist es nicht nötig, sofort einen x-beliebigen Schlüsseldienst zu holen.
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Evariste
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Re: Türschloss defekt? Mietsache?

Beitrag von Evariste »

Wenn die sofortige Reparatur nicht nötig war, weil man auch durch die Haupttür hätte gehen können (aus dem Sachverhalt nicht ganz klar), dann muss der Vermieter gar nichts zahlen.

Der korrekte Gang der Dinge ist: Der Mieter informiert den Vermieter über den Defekt, dieser beauftragt einen Handwerker, den Defekt zu beheben.

Die Kleinreparaturklausel bedeutet nicht, dass der Mieter sich um die Reparatur kümmern muss. Sie bedeutet nur, dass der Mieter dem Vermieter die Kosten der Instandsetzung erstatten muss, wenn diese unter dem vereinbarten Höchstbetrag liegen.

Wenn der Mieter ohne Not die Reparatur in Auftrag gibt, dann bleibt er in der Regel auf den Kosten sitzen.

Abseits vom Rechtlichen, wenn ich das hier lese:
andreas100 hat geschrieben: 10.06.22, 17:41 Schloß musste aufgebohrt werden.
Neuer Zylinder drin, aber hakt ziemlich und Schlüssel lässt sich nicht immer drehen.
... dann klingt das für mich nach einem dieser Schlüsseldienste, die völlig unnötig das Schloss aufbohren und einem dann auch gleich noch einen Schließzylinder verkaufen. Wenn die Tür nicht abgesperrt war, muss man eigentlich sehr selten das Schloss aufbohren. Oder wenn doch (Fallen- oder Riegelbruch), dann muss auch das Einsteckschloss ersetzt werden und nicht nur der Schließzylinder. Und dass es jetzt manchmal hakt, kann an dem verkauften Schließzylinder liegen, oder der Schlüsseldienst hat anderweitig gepfuscht.
Froggel
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Re: Türschloss defekt? Mietsache?

Beitrag von Froggel »

Evariste hat geschrieben: 10.06.22, 21:34... oder der Schlüsseldienst hat anderweitig gepfuscht.
Und das ist dann ein Sachmangel, den der Schlüsseldienst zu verantworten hat, d.h. er muss nachbessern – kostenlos!
Ich bin kein Jurist.
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