Erstellung einer gesplitteten Heizkostenabrechnung bei Mieterwechsel kostenpflichtig? Abrechnung nach Monaten?

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tobwen
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Erstellung einer gesplitteten Heizkostenabrechnung bei Mieterwechsel kostenpflichtig? Abrechnung nach Monaten?

Beitrag von tobwen »

Angenommen in einer vermieteten Wohnung findet im Jahr ein Mieterwechsel statt (sagen wir zum 31.07.).
Dann sind ja zwei Heizkostenabrechnungen zu erstellen:
Eine bis zum 31.07. und eine ab 01.08.
Wenn nun der zuständige Heizkostenablesedienst darüber informiert wird kann dieser die gesplittete Heizkostenabrechnung auf Basis der nachträglichen Funkablesung vornehmen.

Darf dieser Heizkostenablesedienst dafür zusätzlich Gebühren nehmen oder ist das immer im Vertrag enthalten?

Wenn er Gebühren nehmen darf: In welcher Höhe? Ist die Gebühr gesetzlich begrenzt? Was ist üblich?

Angenommen der Heizkostenablesedienst kann die Daten nicht nachträglich auslesen. Kann dann hilfsweise eine Abrechnung auf Monatsbasis erstellt werden?
Also 7/12 dem alten Mieter und 5 Monate der neue Mieter?
lottchen
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Re: Erstellung einer gesplitteten Heizkostenabrechnung bei Mieterwechsel kostenpflichtig? Abrechnung nach Monaten?

Beitrag von lottchen »

Geht es darum, dass der Mieter die Kosten nicht tragen will oder der Vermieter? Die Ablesung hätte doch der Vermieter bei der Übergabe selber machen können, was hat ihn daran gehindert? Dann wären die Kosten dafür schon nicht da. Dass 2 Abrechnungen mehr kosten als eine sollte klar sein. Die Nutzerwechselgebühr fällt an. Falls einzelvertraglich vereinbart kann das auf den Mieter abgewälzt werden, sonst nicht. Und kosten tut es das, was vertraglich vereinbart ist. Ablesedienste haben normalerweise AGBs und Preislisten, die Vertragsbestandteil sind.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
Jutta
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Re: Erstellung einer gesplitteten Heizkostenabrechnung bei Mieterwechsel kostenpflichtig? Abrechnung nach Monaten?

Beitrag von Jutta »

Hallo,
dass Nutzerwechselgebühren anfallen, ist absolut gängige Praxis.
Kann von 20 bis 40 EUR ca. sein.

Dazu kommen dann Kosten für die Zwischenablesung (bis über 50 EUR gesehen), Einarbeitung der Werte, die der Vermieter übermittelt (auch 2-stellig) oder eben Kosten für die rechnerische Aufteilung.

Die rechnerische Aufteilung erfolgt üblicherweise über die Grad-Tags-Tabelle. Habe aber auch schon Abrechnungen gesehen, wo der Verbrauchsanteil über die Grad-Tage aufgeteilt wurde, der Flächenanteil einfach nur zeitanteilig.

Die Wechselgebühren trägt der Vermieter, wenn er einen entsprechenden Passus im Mietvertrag hat, kann er es auf die Mieter abwälzen.
Gruß
Jutta
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