Polizeiwillkür in RLP???

Recht der Gefahrenabwehr

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De Pfalz-Walz
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von De Pfalz-Walz » 29.01.14, 15:25

Servus,

ich habe mir die ganze Sache hier einmal durchgelesen.

Was mir dabei aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass snoopy96 mit von einer reinen verbalen Auseinandersetzung spricht, und alle anderen von Gewalt in der Ehe, bzw. von häuslicher Gewalt.

Hier sollte man doch deutlich unterscheiden.

Ich bin beruflich im städtischen / sozialen Bereich tätig und es ist in den letzten Jahren so, dass wir beim Thema häusliche Gewalt eine Quote von ca. 40 / 60 zum Ungunsten der Männer haben, sprich ca. 40% der häusl. Gewalt geht jedoch von den Frauen aus.

Leider reagiert die Polizei trotzdem bei Anrufen von weinenden Frau erfahrungsgemäß sehr schnell und teilweise leider auch unüberlegt.

Nach meiner Einschätzung wird in dieser Sache von seitens der Polizei nichts weiter passieren. Es wurde keine Straftat durch den Mann begangen, die Frau hat wohl auch keine Anzeige erstattet und letztlich ist wohl außer einem Wortgefecht nichts weiter passiert.

Vielleicht lassen sich die Eheleute dies eine Lehre sein und lassen sich professionell beraten und helfen!
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Newbie2007
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Newbie2007 » 29.01.14, 20:08

Michael A. Schaffrath hat geschrieben: Sie wollen jetzt nicht im Ernst behaupten, Doris-Day-Komödien spiegelten gesellschaftlich typisches Verhalten wieder?
Vielleicht nicht, aber man kann das Gleiche immer wieder in anderen Filmen aus der Zeit beobachten. Ein Mann überschreitet eine Grenze (manchmal denkt sie nur, dass es so ist), bekommt dafür eine Ohrfeige, und die Beteiligten scheinen das ganz normal zu finden. Das ist etwas, was mir persönlich schon seit vielen Jahren immer wieder aufstößt.
Das war aber nur zur Illustration gedacht, weniger als Beweisführung.

Wissenschaftliche Aussagen zu dem Thema gibt es im Bundesgesundheitsblatt. Aus der DEGS-Studie des Robert-Koch-Instituts:
http://edoc.rki.de/oa/articles/repfVFL9 ... H0Ap7s.pdf
Laut Selbstauskunft gaben Frauen mit 1,2% geringfügig häufiger an, Opfer körperlicher Angriffe durch ihren Partner
geworden zu sein, als Männer mit 0,9% (p=0,404).
D. h. 40% der "Opfer" sind Männer.

Und wenn man die "Täter"befragt, sind unter ihnen sogar die Frauen in der Mehrheit.
Hinsichtlich der Ausübung körperlicher Partnergewalt berichteten Frauen (1,3%) jedoch signifikant höhere Prävalenzen als Männer (0,3%; p=0,003).
Das mag eine Folge von gewissen Verharmlosungstendenzen bei den Männern sein. Jedoch stützt es auch nicht gerade die These, dass der Mann "fast immer" der Aggressor ist.

Weiter hinten findet man:
Weibliche Gewalt scheint nach den Daten von DEGS1 somit schwerpunktmäßig im häuslichen Bereich lokalisiert zu sein.
Hinsichtlich der in bevölkerungsbezogenen Studien häufig gefundenen gleichen, zum Teil höheren Raten von physischer Partnergewalt von Frauen gegenüber Männern ist häufig argumentiert worden, dass Partnergewalt von Frauen primär in Selbstverteidigungsabsicht gegenüber einem männlichen Partner-Aggressor ausgeübt wird [35]. Carney und Kollegen [36] stellen diesen Erklärungsansatz in einem aktuellen Literaturreview jedoch infrage...
Was lese ich daraus (jeder mag sich selbst sein Urteil bilden):
- Gewalt wird anscheinend dich zu jeweils gleichen Teilen von Männern wie von Frauen ausgeübt.
- Die Wissenschaft bemüht sich aber redlich, den Anteil der Frauen herunterzuspielen. (Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?)

Klimaanlage

Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Klimaanlage » 29.01.14, 22:57

Die ganzen tollen Studien und Ausführungen von Psychologen spiegel aber halt nicht das wieder, was die Polizei tagtäglich erlebt.
In meinen 15 Jahren Polizeidienst habe ich vielleicht 5-10 Anzeigen aufgenommen, bei denen Männer von Frauen geschlagen wurden. (und ich habe ALLE Anzeigen aufgenommen, bei denen der Mann Gewalt gegen sich angezeigt hat...)
Die Anzahl der Fälle von häuslicher Gewalt, bei denen die Frauen die Geschädigten waren ist zahlenmäßig nicht mehr nachvollziehbar, ich würde vermuten, dass ich da im hohen dreistelligen Bereich liege.
Den anderen Kollegen geht es nicht anders.

Ist ja auch völlig egal. Denn hier kam es ja gar nicht zu einem Körperverletzungsdelikt.
Ich habe mit meine Darstellung lediglich versucht dem TE zu erklären, warum es eben doch so ist, dass i.d.R. (im Großteil aller Fälle) der Mann der ist, der die Gewalt ausübt. (zumindest in den Fällen, die der Polizei bekannt werden: Quelle in diesem Fall in Hessen, aber jedes andere Bundesland dürfte ähnliche Statistiken haben... Wie gesagt, die Studien sind ja alle schön und gut, aber das was Polizeibeamte tagtäglich auf der Straße erleben sieht halt anders aus, als diese Studien und prägt natürlich dann auch das Bild der Kollegen)

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 30.01.14, 09:09

De Pfalz-Walz hat geschrieben:...
Leider reagiert die Polizei trotzdem bei Anrufen von weinenden Frau erfahrungsgemäß sehr schnell und teilweise leider auch unüberlegt.
...
und
snoopy96 hat geschrieben:Ehemann schreit Frau an: „mir reicht es jetzt, ich nehme mein Kind und gehe raus“.

Sie versteht, er haut mit dem Kind ab und Sie sieht es nicht wieder.

Sie ruft unter Tränen die Polizei an und sagt, Ihr Mann will Ihr das Kind wegnehmen.
Das Thema hier ist m.E. nicht die häusliche Gewalt oder wer wen mehr schlägt, sondern die Gefahr der Kindesentziehung (§ 235 StGB).

@all:

Innerhäusliche Gewalt ist zwar ein nettes Thema, aber hier in der Diskussion sollte es m.E. mehr um das Kind gehen. Die Polizei hat sich m.E. richtig verhalten. Die von snoopy96 angekündigte Dienstaufsichtsbeschwerde, als auch die Strafanzeige gegen die Polizisten wegen "Nötigung" wird m.E. ins Leere gehen. Die Polizei wurde gerufen, um eine Kindesentführung zu verhindern. Dies hat sie erfolgreich geschafft.

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Newbie2007 » 30.01.14, 10:54

Klimaanlage hat geschrieben:Die ganzen tollen Studien und Ausführungen von Psychologen spiegel aber halt nicht das wieder, was die Polizei tagtäglich erlebt.
Ich sehe da keinen Widerspruch, denn diverse Studien zeigen eben auch (und eigentlich braucht man dazu keine Studien, um darauf zu kommen), dass bei Männern die Hemmschwelle relativ hoch ist, erlittene Gewalt bei der Polizei anzuzeigen.

Sie haben aber geschrieben
Klimaanlage hat geschrieben:
snoopy96 hat geschrieben:
Warum wird eigentlich "fast" immer nur den Frauen geglaubt??
Weil in fast allen Fällen der häuslichen Gewalt der Mann der Aggressor ist....
... und das lässt sich eben allein aus der Anzeigestatistik nicht ableiten

@Sozialarbeiter:
Alles schön und gut, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt, weil man sich fragt, ob die Beamten auch so prompt reagiert hätten, wenn der Mann angerufen hätte.

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 30.01.14, 12:46

Newbie2007 hat geschrieben:...
@Sozialarbeiter:
Alles schön und gut, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt, weil man sich fragt, ob die Beamten auch so prompt reagiert hätten, wenn der Mann angerufen hätte.
Beim Verdacht der Kindesentziehung, hätte die Polizei in jedem Fall so prompt reagiert.

Also kein schaler Beigeschmack, sondern wenn Kinder betroffen sind, reagieren in der Regel alle Behörden schnell.

Thema ist in der Tat nicht "innerhäusliche Gewalt", sondern eine gliche Kindesentführung.

Daher bringt die Diskussion über die Statistik nicht wirklich weiter. Wenn wir vom Thema wegkommen wollen, können wir uns gerne über grüne Klaviere unterhalten, und ob man/frau auf diesen auch Bach spielen kann. M.E. kann Bach nur auf rote Klaviere gespielt werden. Einverstanden? ;-)

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von De Pfalz-Walz » 30.01.14, 13:05

Klimaanlage hat geschrieben:Das Thema hier ist m.E. nicht die häusliche Gewalt oder wer wen mehr schlägt, sondern die Gefahr der Kindesentziehung (§ 235 StGB).
dem steht jedoch folgendes entgegen:

snoopy96 schrieb das es wohl ein Missverständnis zw. Mutter u. Vater gab.

Mutter dachte, Vater will mit Kind abhauen; Vater sagte aber, ich gehe raus spazieren mit Kind, weil mich die Frau nervt.

Hier liegt wohl das eigentliche Problem in der Beziehung, welche man mit Strafrecht wohl nicht erreichen wird.

Im übrigen liegt hier nach meiner Meinung nicht einmal vom Ansatz her eine Kindesentziehung vor, zudem fehlt wohl auch ein Strafantrag der Mutter!

Frage an snoopy96: hat die Polizei etwas zum Tatvorwurf gesagt? Hat die Mutter einen Strafantrag gestellt?
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 30.01.14, 13:56

De Pfalz-Walz hat geschrieben:...
Hier liegt wohl das eigentliche Problem in der Beziehung, welche man mit Strafrecht wohl nicht erreichen wird.

Im übrigen liegt hier nach meiner Meinung nicht einmal vom Ansatz her eine Kindesentziehung vor, zudem fehlt wohl auch ein Strafantrag der Mutter!

Frage an snoopy96: hat die Polizei etwas zum Tatvorwurf gesagt? Hat die Mutter einen Strafantrag gestellt?
und
snoopy96 hat geschrieben:Sie ruft unter Tränen die Polizei an und sagt, Ihr Mann will Ihr das Kind wegnehmen.

...

Polizei kommt mit Martinshorn und Blaulicht angefahren und kann eigentlich nicht viel machen, weil der Mann ja bereits weg war (sprich der war bei uns).
@ De Pfalz-Walz,

die Hauptfrage im Forum "Polizeirecht" war doch:
  • Polizeiwillkür in RLP???
Es scheint ja mittlerweile Volksport geworden sein, der Polizei an den Karren zu pinkeln.

Die Polizei hat aber nur den Anruf (Notruf/Hilferuf) der Mutter ernst genommen und ist mit Blaulicht zum Einsatzort gefahren. Warum wohl fuhr sie mit Blaulicht?

Nach Polizeirecht war die Polizei auch berechtigt, gegen den Ehemann einen Platzverweis auszusprechen. Nun soll den Polizisten, die nur ihren Job gemacht haben, daraus einen Strick gedreht werden(?). Daher auch an Sie die Frage, wie Sie das Verhalten der Polizisten sehen.

Die Rille "Tatvorwurf/Strafantrag" können Sie getrost verlassen, weil die Polizei zur Hilfe gerufen wurde. Im Raum stand zum Zeitpunkt des Anrufes eine mögliche Kindesentziehung. Daher wird die Polizei auch auf die Tube gedrückt haben (Blaulicht).

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von snoopy96 » 30.01.14, 13:59

Hallo,

ich habe jetzt mal bei meinen Nachbarn nachgefragt.

Bei der ganzen Aktion stand Sie im Wohnzimmer und er war mit dem Kind im Schlafzimmer.
Es waren zwei Türen dazwischen, die geschlossen waren.

Er sagte wohl: „mir reicht es jetzt mir Dir und deinen Generve. Ich haue jetzt ab und gehe sparzieren, und den Kleinen nehme ich mit“.

Sie versteht: „er haut jetzt ab und nimmt den Kleinen mit“.

Daraufhin bricht Sie in Tränen aus und ruft die Polizei.

Zu diesem Zeitpunkt war der Vater ohne Kind schon aus der Wohnung raus.

Die Polizisten sagten dann wohl zur Mutter, dass Sie mit dem Kind ins Frauenhaus gehen kann oder dass man dem Mann auch einen befristeten Platzverweis für die Wohnung erteilen kann. Sie muss sich aber in beiden Fällen dann am nächsten Tag an das Jugendamt wenden.

Sie sagte dann, Sie will beides nicht und das Kind sei ja da und wäre ja auch gar nicht weg gewesen.

Die Polzisten meinten dann wohl, Sie würden den Sachverhalt an die Nachtschicht weitergeben (weil gleich Feierabend) und falls es wieder Streit gibt, sollte Sie sich wieder melden.

Das war es, nicht mehr und auch nicht weniger ist passiert!
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 30.01.14, 14:04

@ snoopy96,

nach der Schilderung hat sich die Polizei vorbildlich verhalten und Unbeteiligte (Nachbarn) müssen nicht überall ihre Nase reinstecken. Der Konflikt ist doch erst durch die Nachbarn entstanden. Damit wären wir dann u.U. bei der Straftat "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte".

snoopy96
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von snoopy96 » 30.01.14, 14:09

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Der Konflikt ist doch erst durch die Nachbarn entstanden
Bevor man so einen Unsinn hier schreibt, würde ich an Ihrer Stelle mir das Ganze noch einmal genau durchlesen.

Meine Nachbaren waren nach dem Streit und dem Polizeiauftritt bei mir und berichteten mir hiervon, bzw. in der Folge noch öfters.

Die Nachbaren haben damit also rein gar nichts zu tun, außer hier im Forum die Fragen der Beteiligten "1 zu 1" zu stellen!
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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 30.01.14, 14:18

snoopy96 hat geschrieben:
Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Der Konflikt ist doch erst durch die Nachbarn entstanden
Bevor man so einen Unsinn hier schreibt, würde ich an Ihrer Stelle mir das Ganze noch einmal genau durchlesen.
gesagt, getan
snoopy96 hat geschrieben:Ehemann lässt das Kind dann bei der Frau und kommt zu uns.

Polizei kommt mit Martinshorn und Blaulicht angefahren und kann eigentlich nicht viel machen, weil der Mann ja bereits weg war (sprich der war bei uns).

Polizei erklärt, Frau soll ins Frauenhaus od. Mann bekommt pol. Verfügung (Platzverweis).

Da haben wir uns eingeschaltet und gefragt, wo da der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit liegt?
Vergessen, was Sie geschrieben haben? ;-)

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Newbie2007 » 30.01.14, 14:19

snoopy96 hat geschrieben: Die Polizisten sagten dann wohl zur Mutter, dass Sie mit dem Kind ins Frauenhaus gehen kann oder dass man dem Mann auch einen befristeten Platzverweis für die Wohnung erteilen kann. Sie muss sich aber in beiden Fällen dann am nächsten Tag an das Jugendamt wenden.

Sie sagte dann, Sie will beides nicht und das Kind sei ja da und wäre ja auch gar nicht weg gewesen.
Das klingt aber ganz anders als
snoopy96 hat geschrieben: Polizei erklärt, Frau soll ins Frauenhaus od. Mann bekommt pol. Verfügung (Platzverweis).
Es wurde also gar kein Platzverweis ausgesprochen, sondern die Beamten haben erst einmal geklärt, was los ist, und dabei die rechtlichen Möglichkeiten erläutert.

Finde ich OK.

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von Newbie2007 » 30.01.14, 14:21

snoopy96 hat geschrieben:
Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Der Konflikt ist doch erst durch die Nachbarn entstanden
Die Nachbaren haben damit also rein gar nichts zu tun, außer hier im Forum die Fragen der Beteiligten "1 zu 1" zu stellen!
Ich glaube, mit Nachbarn waren Sie gemeint. :devil:

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Re: Polizeiwillkür in RLP???

Beitrag von De Pfalz-Walz » 30.01.14, 14:29

snoopy96 hat geschrieben:Er sagte wohl: „mir reicht es jetzt mir Dir und deinen Generve. Ich haue jetzt ab und gehe sparzieren, und den Kleinen nehme ich mit“. Sie versteht: „er haut jetzt ab und nimmt den Kleinen mit“.
verständliches Missverständnis wenn:
snoopy96 hat geschrieben:Bei der ganzen Aktion stand Sie im Wohnzimmer und er war mit dem Kind im Schlafzimmer. Es waren zwei Türen dazwischen, die geschlossen waren
aber bei einem solchen Missverständlich auch verständlich, wenn dann:
snoopy96 hat geschrieben:Daraufhin bricht Sie in Tränen aus und ruft die Polizei
sprich Sie empfindet in diesem Moment eine Gefahr, welche aber zu diesem Zeitpunkt gar nicht gegeben war, denn:
snoopy96 hat geschrieben:Zu diesem Zeitpunkt war der Vater ohne Kind schon aus der Wohnung raus.

Also wird die Polizei wegen einer unklaren Sachlage unter den Oberbegriff: Streitigkeiten in der Ehe" angerückt sein.

Anschließend passierte ja nichts mehr, weil

- keine akute Gefahr mehr vorhanden
- Frau keine Anzeige stellte und auch keinen Platzverweis für Mann wollte u. auch nicht ins Frauenhaus wollte

Polizei erklärte dann, dass man aufgrund des Schichtwechsels die Nachtschicht informiere würde, und dass diese dann bei Bedarf wiederkommen würde.

Ende Fall für Polizei damit erledigt!
Nach meiner Ansicht hat die Polizei hier alles richtig gemacht!!

Interessant wäre es nur gewesen, was passiert wäre, wenn die Polizei tats. einen, wie sich ja später herausgestellt hat, unangemessenen Platzverweis aufgrund der falschen Aussagen der Frau gegen den Mann ausgesprochen hätte?

Hoffentlich informiert die Polizei jedoch das Jugendamt (weil ja Kinder im Spiel sind) und dieses teilt einen Familienhelfer zu.

Fazit: Pack "schlägt" sich (in diesem Fall Pack streitet sich), Pack verträgt sich!

Ende! Klappe (hoffentlich) dauerhaft zu!

Nachtrag an snoopy96: immer diese Nachbarn...... :devil:
Tarifverträge sind eine schöne u. gute Sache, allerdings nur dann, wenn sich auch alle daran halten!!!

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