ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Recht der Gefahrenabwehr

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Tom Ate
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 19.10.14, 16:11

Du sprichst für die Erfahrungen irgendwelcher Rettungssanitäter? Ok. Wieviele Einsätze fahren die? Bei wieviele Einsätzen ist ebenfalls Polizei im Einsatz? Wieviel Prozent der Polizeiensätze sind ohne RTW? Bei den Einsätzen wo Polizei und Rettungsdienst eingesetzt sind: wer wurde zuerst alarmiert, wo lag der Einsatzschwerpunkt konkret bei dem Anlass für die Polizei? Bei wieviel Einsätzen wird der Rettungsdienst erst durch die Polizei gefordert? Die Behauptung von dir, dass bei 2von3 Einsätzen der Rettungsdienst zuerst da sei, ist meiner Ansicht nach nicht richtig.

Oktavia
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Oktavia » 19.10.14, 17:56

Bei uns ist oft die Polizei als erstes am Unfallort und vor vielen Jahren war die Polizei bei einem Arbeitsunfall lange vor den Sanitätern bei der eingeklemmten Kollegin. Leider können die da immer nicht viel tun. Ihre Ausbildung führt allerdings dazu dass sie tun was sie am Besten können, sie befragen und sichern Spuren. Manchmal keine gute Idee finde ich. Eine eingeklemmte unter Schock stehende Frau zum Unfallhergang zu befragen und wo sie denn ihre Papier hat ist einfach recht unsensibel. Und ich erinnere mich an einen Fahrradunfall bei dem ich erste Hilfe geleistet habe. Der Verletzte lag noch ins Fahrrad verknotet als der Beamte seine Taschen durchsuchte. Ich wollte das unterbinden und wäre fast verwiesen worden, was dann vielleicht übel für den Verletzten ausgegangen wäre...
Bisher musste ich noch nie lange auf die Polizei warten. Wenn es mir wirklich zu eng würde und ich Angst um Leib und Leben haben müsste würde ich beim Notruf ankündigen dass ich vom Notwehrrecht gebrauch mache und noch nen alten Granatwerfer rumliegen habe :devil:
Entweder lassen sich die Kollegen dann Zeit weil ich mir ja selbst helfen kann oder in 3 min ist die GSG9 da : :engel:
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Tom Ate
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 19.10.14, 19:02

Ich denke nicht, dass die GSG9 es in drei Minuten schaffen würde am Einsatzort zu sein; jedoch gehe ich davon aus, dass der Granatwerfer und eine Notwehrhandlung im Nachgang ermittlungen auslösen.

Deputy
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Deputy » 19.10.14, 19:37

Also das übliche: Oktavia ist lt eigener Meinung die einsame Heldin in allen Lagen, die gegen eine unfähige und inkompetente Polizei rettet was irgendwie zu retten ist.

Und bei kritischen Fragen wird sofort alles ins lächerliche gezogen.

Klimaanlage

Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Klimaanlage » 19.10.14, 19:47

Ich hab schon überlegt was zum ersten Beitrag zu schreiben, finde es aber einfach albern gegen dieses geballt Unwissen über polizeiliche Arbeit irgendwie anzuschreiben… :roll:

Ja Oktavia,
die Polizei kann neben dem Zusammenschlagen von Unschuldigen außschließlich den Verkehr regeln und der hier zugrunde liegende Sachverhalt ist total wichtig auf allen Skalen der Polizei. Der dumme Bulle von der Leitstelle hatte keine Ahnung (der legt übrigens nicht die Priorität fest, sondern der Computer, wenn man das Schlagwort; in diesem Fall HAUSFRIEDENSBRUCH, nicht Bedrohung; eintippt) und das alles ist ein RIIIIIIESEN Skandal… :roll:

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Oktavia » 19.10.14, 19:54

Tom Ate hat geschrieben:jedoch gehe ich davon aus, dass der Granatwerfer und eine Notwehrhandlung im Nachgang ermittlungen auslösen.
Gehe ich auch von aus. Hilft aber ggf auch nicht brav abzuwarten und beim Eintreffen der Polizei irgendwann schon tot zu sein.
Deputy hat geschrieben:Oktavia ist lt eigener Meinung die einsame Heldin in allen Lagen, die gegen eine unfähige und inkompetente Polizei rettet was irgendwie zu retten ist.
Ne aber ich bleibe gern handlungsfähig. ISt schon Mist, wenn frau von kurzer Statur und noch dazu körperlich eingeschränkt ist. Da lernt man schnell a) sich aus gefährlichen Situationen zu bringen und b) die Hoffnung nie aufzugeben :D
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Deputy » 19.10.14, 20:00

Oktavia hat geschrieben:
Deputy hat geschrieben:Oktavia ist lt eigener Meinung die einsame Heldin in allen Lagen, die gegen eine unfähige und inkompetente Polizei rettet was irgendwie zu retten ist.
Ne aber ich bleibe gern handlungsfähig.
Das bezweifel ich in so einer Situation; genau solche Leute gibts leider viel zu oft und sie halten einen viel zu oft von der tatsächlich wichtigen Arbeit ab, weil man sich mit dem von ihnen verusachten Unsinn herumschlagen muss. Und das führt sehr schnell zu (durchgesetzten) Platzverweisen.

Blos in ihren Erzählungen, das haben sie dann standhaft das richtige gemacht und der Polizei getrotzt. Und dann kommt die Beschwerde, wo der Beamte seinen Chef fragt "Muss ich was zu dem Quatsch schreiben?" und als Antwort kommt "Lass mal - zu so einem Quatsch nicht."

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Oktavia » 19.10.14, 20:03

Klimaanlage hat geschrieben:Ja Oktavia, die Polizei kann neben dem Zusammenschlagen von Unschuldigen außschließlich den Verkehr regeln und der hier zugrunde liegende Sachverhalt ist total wichtig auf allen Skalen der Polizei. Der dumme Bulle von der Leitstelle hatte keine Ahnung (der legt übrigens nicht die Priorität fest, sondern der Computer, wenn man das Schlagwort; in diesem Fall HAUSFRIEDENSBRUCH, nicht Bedrohung; eintippt) und das alles ist ein RIIIIIIESEN Skandal…
Nun, wenn du das so sagst wird das wohl stimmen :mrgreen: Warum du allerdings die armen Kollegen mit so bösen Namen belegst...
Der arme Kerl aus der Lei(d)tstelle hatte eh keine andere Möglichkeit. Egal was da passiert wäre, wenn keiner da is kann er keinen schicken. Daher hätte auch mein Granatwerfer wohl wenig geholfen.
Ich denke mal wir sind uns einig dass dieser Misstand an Personaleinsparungen liegt und die meisten Probleme bei der Polizei darin ihren Ursprung haben.
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Deputy » 19.10.14, 20:08

Oktavia hat geschrieben:Ich denke mal wir sind uns einig dass dieser Misstand an Personaleinsparungen liegt und die meisten Probleme bei der Polizei darin ihren Ursprung haben.
Mindestens genauso groß ist das Problem mit irgendwelchen Bürgern, die denken, dass der sonntagliche Tatort sie dazu befähigt, den blöden Streifenpolizisten ihren Job zu erklären. Das macht nämlich inzwischen einen schönen Teil der Einsätze aus, die so überflüssig sind wie Fußpilz.

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Oktavia » 19.10.14, 20:11

Deputy hat geschrieben: Blos in ihren Erzählungen, das haben sie dann standhaft das richtige gemacht und der Polizei getrotzt. Und dann kommt die Beschwerde, wo der Beamte seinen Chef fragt "Muss ich was zu dem Quatsch schreiben?" und als Antwort kommt "Lass mal - zu so einem Quatsch nicht."
Ich tue fast immer das Richtige :mrgreen: es sein denn ich mache einen Fehler :engel:
Ich habe mich noch nie über einen Beamten beschwert. Nutzt nix wie du schon so richtig schreibst und es ändert die Beamten auch nicht, warum also Energie verschwenden.
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 19.10.14, 21:23

Sagst du nicht Granatwerfer sondern Knarre, kann es sein, dass die Polizei sehr schnell da ist - geht dann zwar weniger um den ersten Anlass als um den Neuen (deine Knarre und das Leben des Opfers a.k.a. Täter des Ursprungssachverhalts).

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von wolfmoon » 19.10.14, 22:45

Ich tue fast immer das Richtige :mrgreen: es sein denn ich mache einen Fehler :engel:
Ich habe mich noch nie über einen Beamten beschwert. Nutzt nix wie du schon so richtig schreibst und es ändert die Beamten auch nicht, warum also Energie verschwenden.
Ja leider ändert das nichts aber niemand,nein ganz sicher keiner will denen ihren job erklären,wäre ja auch viel zu anmaßend. :D

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von FM » 19.10.14, 22:50

Es wird zwar immer die zurückgehende Anzahl der Polizeibeamten als Grund für alles mögliche genannt, aber diese Statistik hier sagt etwas anderes aus.
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... utschland/

Also von 229.000 (1997) auf 244.000 (2012) gestiegen.

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tastenspitz » 20.10.14, 06:57

Gut, dass die Statistik nicht erst 1999 angefangen hat. 8)
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 20.10.14, 07:30

Also von 229.000 (1997) auf 244.000 (2012) gestiegen.

Das schöne an Statistiken ist, dass sich nichts aussagen (oder genau das aussagen, was sie aussagen sollen); kritische Fragen "überleben" sie jedoch nicht. Hier war das einmal der Einwand von Tastenspitz und zum anderen die Frage: Wie haben sich die Einsätze der Polizisten seit 1997 entwickelt?



Ich meine wenn 1997 229TSD Polizisten xxx Einsätze leisteten und 2012 244TSD Polizsiten die gleiche Anzahl oder die gleiche Anzahl umgerechnet auf die gestiegen Anzahl an Polizisten passt es; was aber wenn die Einsätze weit mehr gestiegen als die Zahl der der Polizisten?

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