ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Recht der Gefahrenabwehr

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Tastenspitz
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tastenspitz » 20.10.14, 07:59

Schlimm wäre es, wenn sich das parallel entwickeln würde. Also weniger Polizisten = weniger Straftaten. Da könnte ein streng gläubiger Statistiker auf die Idee kommen, die Polizei doch ganz abzuschaffen und dann gibt es gar keine Straftaten mehr. Wär doch logisch, oder? 8)
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Tom Ate
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 20.10.14, 09:05

Bei uns gab es schon lange kein Feuer mehr. Feuerwehr abschaffen?

FM
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von FM » 20.10.14, 09:17

Tom Ate hat geschrieben: Das schöne an Statistiken ist, dass sich nichts aussagen (oder genau das aussagen, was sie aussagen sollen); kritische Fragen "überleben" sie jedoch nicht. Hier war das einmal der Einwand von Tastenspitz und zum anderen die Frage: Wie haben sich die Einsätze der Polizisten seit 1997 entwickelt?

Ich meine wenn 1997 229TSD Polizisten xxx Einsätze leisteten und 2012 244TSD Polizsiten die gleiche Anzahl oder die gleiche Anzahl umgerechnet auf die gestiegen Anzahl an Polizisten passt es; was aber wenn die Einsätze weit mehr gestiegen als die Zahl der der Polizisten?
"Einsatzzahlen" kenne ich leider nicht, aber ein Anhaltspunkt könnte die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten sein:

1993 (lt. BKA erst ab da gesamtdeutsche Erfassung): 6,75 Millionen
1997: 6,59 Millionen
2013: 5,96 Millionen

Quelle, auch falls jemand noch nach Art der Delikte differenzieren will:
http://www.bka.de/DE/Publikationen/Poli ... sicht.html

Dass ein Großteil der Einsätze keine Straftaten betrifft, ist schon klar. Aber auch bei den Verkehrsunfällen ging die Zahl derer mit Personenschaden (die vermutlich mehr Aufwand erfordern) deutlich zurück:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... aelle.html

Es mag natürlich daran liegen, dass in beiden Bereichen die Polizei mit Prävention besonders ausgelastet ist.

Aber auf den ersten Blick sprechen die Zahlen nicht dafür, dass in Deutschland ein Rückgang der Polizeipräsenz zu einer verschlechterten Sicherheitslage führen würde.

Tom Ate
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von Tom Ate » 20.10.14, 10:42

Veränderte Zahlen in der PKS rufen bei mir die Frage nach dem Warum auf. Ich sag mal so, für den Politiker einer Stadt, einer Region, eines Landes, des Landes ist es schon ein Unterschied, ob hohe oder geringe Kriminalität vorliegt. Deswegen macht es politisch schon, Sinn wenn die Zahlen runtergehen. Also: wurde an der Erfassung (Katogorien) etwas veränder was die Zahlenänderung erklären könnte? Wurde am Strafrecht etwas verändert? Hat die Möglichkeit zur Erfassung durch die Polizei sich was geänder (also haben die nominell mehr Polizisten weniger Ressourcen zum Erfassen der Straftaten).

§nix
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Re: ua. Anfahrtszeit beim Notruf überschritten?

Beitrag von §nix » 20.10.14, 11:25

Da wir nun doch schon weit vom ursprünglichen Thema entfernt sind, möchte ich die Frage anbringen, inwieweit die Polizei durch kommunale wie private Ordnungsdienste und Securities entlastet wurde, denn nur auf (geringfügig) wachsende Personalzahlen registrierte Fälle, etc. hinzuweisen, reicht m.E. nicht aus.

Ebenso interessant wäre zu wissen, wieviele Einsätze, heute im Vergleich zu früher, für Massenveranstaltungen wie Fußball, Demos, Staatsbesuche, etc. die Kapazitäten der Polizei für Otto Normalverbraucher reduzieren.
Vielen Dank im Voraus für freundliche, hilfreiche Antworten.

§nix
Ein Mensch wollt' immer recht behalten: So kam's vom Haar- zum Schädelspalten. Eugen Roth

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