Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Recht der Gefahrenabwehr

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all-in
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von all-in » 24.02.16, 11:25

Nordland hat geschrieben:Der Vergleich hinkt. Bei Netanjahu gibt es kleine, aber feine Unterschiede zu den Flüchtlingen. Denn Natanjahu kommt aus einem Land, das freiheitlich demokratische Werte vertritt und er gehört der Regierung der einzigen Demokratie im Nahen Osten an. Vor allem aber hat er in der Tasche etwas besonderes: Ein Rückflugticket.
Meinst du etwa, Menschen die aus einem Bürgerkriegsland kommen und dahin jetzt auch nicht zurückkehren können, kann man ruhig auch hier weiter verfolgen? Schon bezeichnend dass du dich mal wieder so bloß stellst (auch wenn du es selber nicht verstehen wirst).
Es spielt überhaupt keine Rolle, woher jemand kommt oder wohin jemand geht, wenn es um den Schutz seiner Person und seiner Rechte geht. Art. 3 GG.
Nordland hat geschrieben:Als Deutsche mit unserer Geschichte haben wir vor allem daraus zu lernen. Unmittelbar verpflichtet sind wir den Überlebenden und den Angehörigen.
Direkte Widergutmachung ist so gut wie gar nicht möglich, denn die meisten Opfer des NS-Regimes sind tod.

Nordland
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Nordland » 24.02.16, 21:01

@ all-in: Nein, ich meine, dass man der deutschen Politik keine Vorwürfe machen kann, wenn Netanjahu kommt. Anders aber im Hinblick auf das Problem, dass so viele Flüchtlinge kommen. Die Regierung hat dafür gesorgt, dass sich so viele Menschen eingeladen fühlen. Und sie hat bislang nichts getan, um den Flüchtlingszustrom einzudämmen. Des Weiteren hat sie weder die Rückführungsbemühungen in spürbarer Weise intensiviert noch ein klares Signal an die Flüchtlinge gegeben, dass sie hier nicht auf Dauer bleiben können werden.

Ungeachtet des Umstandes, dass manche hinsichtlich der Protestform noch Nachholbedarf haben (so sollte man zum Beispiel Demonstrationen vorher anmelden und auch auf Blockaden verzichten - wenngleich das bei sogenannten Linken gang und gebe ist), ist es angesichts dieses Versagens nicht verwunderlich, wenn sich Unmut in der Bevölkerung breitmacht.

Ereignisse wie die in Sachsen dienen aktuell dazu, künstliche Empörung aufzubauen, damit man den weit überwiegend friedlich und sachlich geäußerten Unmut außer Acht lassen kann. Ebenso natürlich die Straftaten von Einwanderern. Man könnte so sagen, Clausnitz war die Rache der Linksgrünen für Silvester. Endlich hat sich auch etwas ereignet, über das man sich aufregen kann. Im Unterschied jedoch zum kulturell-religiösen Hintergrund, der im Hinblick auf Migrantenkriminalität stets verleugnet wird, stellt man bei Clausnitz sofort und ohne jeglichen Beleg Zusammenhänge zu allem her, das einem nicht links genug ist. Ganz zu schweigen davon, dass in Clausnitz niemand verletzt wurde.
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j.fugger
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von j.fugger » 25.02.16, 07:24

Jahrzehntelang wird alles kaputt gespart, dann wird ein Szenario geschaffen, wofür die Kräfte nicht ansatzweise ausreichen. Die Politik verbockt's, die Polizisten sollen es ausbaden und wenn dann was passiert, wem wird die Schuld gegeben?

Die Menschen ließen sich immer schon leicht vor Karren spannen.

Während A auf B und B auf C und C auf D haut, lächelt Mutti weiter in die Kamera. Ihr schafft das schon!

Wenn es gut läuft, hat Mutti gute Arbeit geleistet, wenn es schlecht läuft, findet man schon einen Sündenbock.

Und immer weiter fleissig Feindbilder schaffen, mit denen man alles mögliche durchsetzen kann, wie Vorratsdatenspeicherung, Rüstung, Notstandsgesetze, GG- oder Verfassungsänderungen etc. Ob es jetzt Saddam, Osama, IS, Russland, die Linken, die Rechten, die Arbeitslosen, die Hartz4-Empfänger oder die Ausländer sind, ist völlig egal. Solange das Volk weiter nach links, rechts oder unten knüppelt und nur nie nach oben - ist alles gut!

Einfach weiter kleingeistig bleiben, Hirn ausschalten, winken und lächeln.
Der verfasste Beitrag stellt meine Meinung zu dem Thema dar. Ich bin kein Rechtsgelehrter.

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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Nordland » 25.02.16, 20:28

Aktuell gab es wieder eine Demo gegen eine Flüchtlingsunterkunft. In Berlin sollen rund 150 Demonstranten gegen das geplante Flüchtlingsheim demonstriert haben. Die Polizei musste das Rathaus während einer Bezirksverordnetenversammlung sichern.

Wundert mich, dass es keinen Aufschrei gibt. Ach so, das waren Linke :lol: .
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von all-in » 26.02.16, 00:47

Nordland hat geschrieben:Nein, ich meine, dass man der deutschen Politik keine Vorwürfe machen kann, wenn Netanjahu kommt. Anders aber im Hinblick auf das Problem, dass so viele Flüchtlinge kommen. Die Regierung hat dafür gesorgt, dass sich so viele Menschen eingeladen fühlen. Und sie hat bislang nichts getan, um den Flüchtlingszustrom einzudämmen.
Du verdrehst mal wieder die Dinge. Netanjahu war auf Einladung unserer Regierung hier, aber doch nicht die Flüchtlinge. Oder habe ich verpasst, dass Steinmeier von einem Balkon verkündet hat, dass die Menschen nun nach Deutschland einreisen können?
Wir haben Menschen aufgenommen die bereits hier her gelangt waren. Natürlich schauen die Menschen welche ihr Land verlassen müssen wo sie hinkönnen, aber Einladungen wurden nicht verschickt. Und was wäre die Alternative gewesen? Menschen die vor Verfolgung, Krieg und Terror flüchten ihre Recht auf Schutz zu verweigen?
Und bekommst du irgendwie nicht mit, dass es in Europa kaum noch ein anderes Thema gibt als den Flüchtlingsstrom einzudämmen? Also dann fang mal an Zeitung zu lesen und nicht nur Webseiten die einseitige Stimmungsmache betreiben. Es dreht sich alles da rum: Grenzen dicht machen, die Türken und andere bezahlen dass sie Flüchtlinge zurückhalten, neben Frontex nun auch noch die Nato mobilisieren um Flüchtlingsbote in der Ägäis aufzubringen usw. usf.
Nordland hat geschrieben:Im Unterschied jedoch zum kulturell-religiösen Hintergrund, der im Hinblick auf Migrantenkriminalität stets verleugnet wird, stellt man bei Clausnitz sofort und ohne jeglichen Beleg Zusammenhänge zu allem her
Ach Nordland, du stellst doch hier stets Bezüge. Zu Kriminalität, zu Religion, zu Terrorismus, du wirst nicht müde das ins Spiel zu bringen. Das hat mit den Vorfällen in Clausnitz, Görlitz und hunderten anderen nicht s zu tun. Für dich scheinen ja Menschen neuerdings nur noch aus Religion zu bestehen. Das ist doch echt öde.

PurpleRain
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von PurpleRain » 26.02.16, 09:33

all-in hat geschrieben:Oder habe ich verpasst, dass Steinmeier von einem Balkon verkündet hat, dass die Menschen nun nach Deutschland einreisen können?
Technisch gesehen war es nicht Steinmeier sondern de Maizière, der die Einladung mit der pauschalen Aktivierung des Ausnahmetatbestandes im § 18 Abs. 4 2. AsylG ausgesprochen hat.
all-in hat geschrieben:Wir haben Menschen aufgenommen die bereits hier her gelangt waren. Natürlich schauen die Menschen welche ihr Land verlassen müssen wo sie hinkönnen, aber Einladungen wurden nicht verschickt.
Das Posieren mit Flüchtlingen, auf Bildern die über die soziale Medien als Angebot verbreitet werden, dürfte selbst ein Analphabet als Einladung verstehen.
all-in hat geschrieben:Und was wäre die Alternative gewesen? Menschen die vor Verfolgung, Krieg und Terror flüchten ihre Recht auf Schutz zu verweigen?
Fatalerweise können wir gerade diesen Menschen nicht helfen, da 98% der Ankommenden gerade nicht Asylberechtigt sind.
Von der Tatsache, dass in Österreich wohl kaum Verfolgung, Krieg und Terror drohen dürfte, mal ganz abgesehen.

Irgendwie bekommen wir diesen Tread so bald in den SC. Rechtlich ist dazu alles gesagt worden:
Das Blockieren von rechtmäßigem Verkehr zum zweck der Meinungsäußerung kommt in Deutschland leider desöfteren vor.
Je nach Zugehörigkeit zu einer der Konfliktparteien ist die Sicht auf die Rechtmäßigkeit anders.
Alles ausbaden muss dann immer die Polizei :evil:
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von all-in » 26.02.16, 11:23

PurpleRain hat geschrieben:Das Posieren mit Flüchtlingen, auf Bildern die über die soziale Medien als Angebot verbreitet werden, dürfte selbst ein Analphabet als Einladung verstehen.
Soll man die Menschen wie Aussätzige behandeln und in abgeschottete Internierungslager stecken? Wohl kaum, und Mitmenschlichkeit hat ein Gesicht welches man stolz vorzeigen kann.
PurpleRain hat geschrieben:
all-in hat geschrieben:Und was wäre die Alternative gewesen? Menschen die vor Verfolgung, Krieg und Terror flüchten ihre Recht auf Schutz zu verweigen?
Fatalerweise können wir gerade diesen Menschen nicht helfen, da 98% der Ankommenden gerade nicht Asylberechtigt sind.
Von der Tatsache, dass in Österreich wohl kaum Verfolgung, Krieg und Terror drohen dürfte, mal ganz abgesehen.
Willst du jetzt wieder auf politische Verfolgung abstellen, aber Bürgerkriegs- und Terrorflüchtlinge ihrem Schicksal überlassen?
Tatsächlich lag die Anerkennungsquote im Januar bei 63%.
Wir können die Aufgabe nicht unseren Nachbarländern überlassen, wir sind Teil der europäischen Gemeinschaft, und das beudeutet auch gemeinsames Handeln.
Ich frage mich woher eigentlich diese unsolidarische Denke kommt. Es wird so gern über Menschenrechte, über unsere ach so hohen Werte etc. schwadroniert, aber wenn es mal darauf ankommt Einsatz zu zeigen, zeigen so manche nur dass ihr Denken sich um sich selbst und ihre Besitzstandswahrung dreht.
PurpleRain hat geschrieben:Das Blockieren von rechtmäßigem Verkehr zum zweck der Meinungsäußerung kommt in Deutschland leider desöfteren vor.
Es ist einfach nur ignorant, den Hassmob von Clausnitz als Meinungsäußerung abzutun. Die Polizei sprach davon, sich weigernde Businsassen mit Gewalt in die Unterkunft gebracht zu haben, weil es dort sicherer für sie war.
Es handelte sich auch nicht um irgendwelchen Transport von Sachen oder die Blockade einer Einrichtung aus sächlichen Gründen, sondern hier hat man Menschen daran gehindert ihre verfassungsmäßig geschütze Wehnung zu erreichen. Das ist so ziemich das Übelste, was man sich in der Art vorstellen kann.
PurpleRain hat geschrieben:Alles ausbaden muss dann immer die Polizei :evil:
Für Ordnung und Sicherheit zu sorgen gehört zur Aufgabe und Beruf von Polizeibeamten.

Nordland
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Nordland » 27.02.16, 12:41

all-in hat geschrieben:Ich frage mich woher eigentlich diese unsolidarische Denke kommt. Es wird so gern über Menschenrechte, über unsere ach so hohen Werte etc. schwadroniert, aber wenn es mal darauf ankommt Einsatz zu zeigen, zeigen so manche nur dass ihr Denken sich um sich selbst und ihre Besitzstandswahrung dreht.
Es könnte wohl kaum einen Satz geben, der so gut auf dich passte. Denn wie die Situation aussieht, wird doch immer deutlicher:
tagesspiegel.de hat geschrieben:Bis zur Kölner Silvesternacht interessierte die Menschenverachtung unter Flüchtlingen oft nur bekennende Asylfeinde. Als 2014 in Berlin tschetschenische Muslime syrische Christen niederprügelten, folgte dem keine Debatte. Ein Jahr später versuchten arabische Flüchtlinge in Suhl, einen Mann zu lynchen, der den Koran beleidigt haben soll. Kurz darauf drangsalierten Asylbewerber in Dresden homosexuelle Flüchtlinge. Anfang 2016 überfielen auf Fehmarn ein Syrer und ein Afghane einen Juden.

Vor einigen Tagen rückten Beamte in der Notunterkunft in Tempelhof mit Hunden an, um christliche Iraner vor muslimischen Schlägern zu schützen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich Afghanen in derselben Unterkunft darüber unterhalten haben sollen, wie man christliche Mitbewohner wohl töten könne.
Richtig ist, dass wir in Deutschland immer noch keinen nach Hause schicken, wenn er eine demokratiefeindliche Einstellung an den Tag legt oder kriminell wird. Es reicht, dass man einen Asylantrag am laufen hat. Oder man wirft einfach seinen Pass wird und behauptet, von irgendwo her zu kommen. Diese einfach Mittel reichen, um auf Dauer hier bleiben zu können. So viel zur Tatkraft der Politik. Kein Wunder, dass man angesichts dieses Versagens die AfD nur durch repressive Mittel und Medienkampagnen in Schach hält.

Ach ja, du sprachst von humanistischen Werten und Grundrechten, die für alle gälten. Das ist richtig, unser Grundgesetz beschränkt Menschenwürde, Religionsfreiheit usw. nicht auf Deutsche. Der deutsche Staate hat sich insofern weltweit für diese Werte einzusetzen. Es ist allerdings keineswegs so, dass man durch Aufnahme von Migranten aktiv etwas gegen Grundrechtsverletzungen tun müsse. Dann wäre jede Deutsche Regierung schuldig, sobald auch nur ein Kind in Afrika verhungert. Die Öffnung der Grenzen hat ja bislang auch keineswegs zur Verbesserung der Situation in den Krisenländern beigetragen. Migration schadet vielmehr, weil sie als Ventil erscheint, durch das einzelne wenige dem Problem entrinnen. Die Ursachen der Probleme werden aber nicht gelöst, sondern durch die Migration zum teil sogar noch verschärft.

Und zum Thema Ärger über den Flüchtlingszustrom, das ja das Thema dieses Threads ist: Unser Bundespräsident hat sich geäußert, und man sollte genau hinsehen.
SPON hat geschrieben:In seiner Rede ging der Bundespräsident auch auf die jüngsten Ereignisse in Clausnitz und Bautzen ein. Wer gegen eine vermeintliche Überfremdung demonstriere, solle seine Wut nicht gegen jene richten, die "viel schwächer und verletzlicher sind, als ihr es seid", sagte Gauck laut Redeprotokoll. "Wenn ihr protestieren wollt, dann achtet die Regeln."
Friedliche, angemeldete Demos hält Gauck also für akzeptabel. Kein Wunder, dass so oft durch Provokationen versucht wird, für Unruhe zu sorgen. Schließlich waren die AfD- und Pegida-Demos meist friedlich.
Es ist unser Land.

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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von all-in » 27.02.16, 17:16

Nordland hat geschrieben:Und zum Thema Ärger über den Flüchtlingszustrom, das ja das Thema dieses Threads ist:
Irgendwie macht dich das ganze wohl etwas wirr, denn du verkennst schon wieder die Dinge. Das Thema des Threads ist, dass die Polizei in Clausewitz einen Mob von Hassmenschen vornehmlich deutscher Herkunft gedultet hat. Und um es mal deutlich zu sagen, denn sonst kapierst du es ja nicht: Dein ewiges Geseire interessiert mich wenig. Lebe das doch besser mit Leuten aus die denselben Fetisch wie du haben, ich finde den nämlich etwas wiederlich.

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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Deputy » 28.02.16, 14:33

all-in hat geschrieben:Das Thema des Threads ist, dass die Polizei in Clausewitz einen Mob von Hassmenschen vornehmlich deutscher Herkunft gedultet hat.
Du kapierst mal wieder die einfachsten Zusammenhänge nicht: die Polizei hatte auf Grund von zu wenigen Kräften nicht die Möglichkeit, den erteilten Platzverweis durchzusetzen. Das hat nichts damit zu tun, dass das geduldet wurde - es fehlte einfach die Möglichkeit es zu beenden.

Was hätte die Polizei denn machen sollen - in die Menge schießen?

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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von all-in » 28.02.16, 17:21

Ach mein guter Hilfssherrif, Duldung trifft es schon, denn Duldung findet durch Unterlassen eigener Aktionen statt.
Und die Zusammenhänge sind wirklich nicht so kompliziert wie du denkst. Su stellst dich hin und nimmst die Situation, wie sie gegeben war und wie es abgelaufen ist als einzige Möglichkeit hin und bringst dafür sicher passende Erklärungen. Aber wenn etwas nicht funktioniert hat muss man mal schauen was man hätte anders machen können.
Wie wäre es denn damit rechtzig die Lage zu erkennen und Verstärkung heranzuholen?! Da wirst du wieder laventieren dass das nicht ginge. Tja, wenn die so ein schlecht orgenisierter Schlamperhaufen sind muss man da eben was ändern, Punkt, fertig. Die Feuerwehren schaffen es doch auch in angemessener Stärke Brände zu bekämfen, und die sind auch nicht vorhersehbar. Und deren Leute sind größtenteils Freiwillige und nicht zum guten Teil ehemalige Genossen und Stasi, die nur noch darauf warten ihre Pension vom Klassenfeind ausgezahlt zu bekommen. So schaut es doch aus im Osten des Landes.
Aber das will man ja lieber nicht hören. Und es gibt sogar solche Typen, die die Äußerung derartiger Umstände als strafbar ansehen und einem als Klassen- ähm Verfassungsfeind betiteln. Unbequeme Wahrheiten verbieten und bestrafen - schon komisch wie sich doch so manche alte, ganz unterirdische DDR-Denke sogar in den Westen fortgepflanzt hat.

Und nicht dass ich das fordere, aber Haschdealer die einfach nur flüchten in den Rücken schiessen, das kann die deutsche Polizei. Aber bei einem Mob der andere bedroht stellt sie sich hilflos hin, weil sie natürlich Angst haben selbst in Bedrängnis zu geraten. Ist einerseits verständlich, aber adererseits nicht hinnehmbar, da muss man sich eben was einfallen lassen.

Roni
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Roni » 28.02.16, 19:15

Deputy hat geschrieben:
all-in hat geschrieben:Das Thema des Threads ist, dass die Polizei in Clausewitz einen Mob von Hassmenschen vornehmlich deutscher Herkunft gedultet hat.
Du kapierst mal wieder die einfachsten Zusammenhänge nicht: die Polizei hatte auf Grund von zu wenigen Kräften nicht die Möglichkeit, den erteilten Platzverweis durchzusetzen. Das hat nichts damit zu tun, dass das geduldet wurde - es fehlte einfach die Möglichkeit es zu beenden.

Was hätte die Polizei denn machen sollen - in die Menge schießen?
richtig, aber schon der Betreff :
poilzeilich geduldeter Landsfiedensbruch ist genau so falsch.

freemont
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von freemont » 28.02.16, 19:44

Roni hat geschrieben:...
richtig, aber schon der Betreff :
poilzeilich geduldeter Landsfiedensbruch ist genau so falsch.
Aber gerade das ist doch das sensationelle dieses threads, @all-in hat zum allerersten mal bessere Einsicht gewonnen, das kommt von "dulden" und schreibt sich laut Duden "geduldet".

Wer hätte das gedacht, mehr kann man nun wirklich nicht erwarten, der thread läuft doch erst seit 8 Tagen und hat nur 70 Antworten.

Tom Ate
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Tom Ate » 28.02.16, 20:05

@all-in

Die Feuerwehr fährt aber nicht auch noch 24/7 Streife und ist bei Fußball und Demos anwesend.

Klar kann die Polizei überall Bereitschaftseinheiten aufstellen. Müssten nur noch mal einige weitere Polizisten eingestellt werden, aber zunächst muss erstmal der Personalabbau gestoppt werden und die Polizei auf eine angemessene Personalstärke aufgestockt werden.

Jahrelange misswirtschaft mit der Polizei zeigt sich nun.
Aber wenn das Volk (Souverän) das so wollte, dann ist das so. Klagt aber jetzt nicht die Polizei für euer Verhalten an!


Und wieso muss eigentlich nur die Polizei für d Staat einstehen? Wo ist das Volk?

Deputy
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Re: Polizeilich gedulteter Landfriedensbruch

Beitrag von Deputy » 28.02.16, 22:44

all-in hat geschrieben:Ach mein guter Hilfssherrif, Duldung trifft es schon, denn Duldung findet durch Unterlassen eigener Aktionen statt.
Und die Zusammenhänge sind wirklich nicht so kompliziert wie du denkst. Su stellst dich hin und nimmst die Situation, wie sie gegeben war und wie es abgelaufen ist als einzige Möglichkeit hin und bringst dafür sicher passende Erklärungen. Aber wenn etwas nicht funktioniert hat muss man mal schauen was man hätte anders machen können.
Kann ich Dir sagen: pro Bundesland min. eine Hundertschaft 24/7/365 in Bereitschaft. Übernimmst Du die Kosten?

Oder alternativ: was hättest Du ganz konkret in dieser Lage als Einsatzleiter Ort der Polizei gemacht, mit 4x so viel Demonstranten wie Beamten? Und jetzt kommt wieder nichts oder irgendwas sinnloses.
all-in hat geschrieben:Wie wäre es denn damit rechtzig die Lage zu erkennen und Verstärkung heranzuholen?!
Wenn man das frühzeitig erkennt macht man das. Aber grundsätzlich war das eine Lage, wie jeden Tag zigfach in Deutschland vorkommt - da kann man nicht überall so viel Kräfte vorhalten.
all-in hat geschrieben:Da wirst du wieder laventieren dass das nicht ginge.
Das hat nichts mit lamentieren zu tun - Du bist auf Grund mangelnder Kenntnisse einfach nicht in der Lage, die Realität zu beurteilen.
all-in hat geschrieben:Tja, wenn die so ein schlecht orgenisierter Schlamperhaufen sind muss man da eben was ändern, Punkt, fertig.
Einfach gesagt: Eine Hundertschaft 24/7/365 auf Abruf bedeutet ganz grob 500 Beamte und 70 Fahrzeuge zusätzlich. Und bedeutet, dass 500 Beamte 99% ihrer Dienstzeit rumsitzen ohne etwas zu machen. Und das bei einer Stärke der Landespolizei von knapp 14.000 Beamten. Effektivität geht anders.

Sonst bräuchte man natürlich noch verdeckte Ermittler und V-Leute - und zwar überall. Und natürlich müssten Sachen wie eine Telefonüberwachung formlos auf die schnelle nur so bei einem Gefahrenverdacht möglich sein.
all-in hat geschrieben:Die Feuerwehren schaffen es doch auch in angemessener Stärke Brände zu bekämfen, und die sind auch nicht vorhersehbar.
Und hier erkennt man mal wieder, dass Du keine Ahnung hast: so ein Brand ist Alltagsgeschäft. Das Alltagsgeschäft hat die Polizei dort auch geschafft. Unfälle passieren auch unvorhersehbar, genauso wie sonstige Straftaten. Schafft die Polizei alles im normalen Tagesgeschäft.

Was passiert ist, war aber kein Alltagsgeschäft. Das war ungefähr das, was das Zugunglück in Bad Aibling für die dortige FFW war; damit waren die auch überfordert.
all-in hat geschrieben:Und deren Leute sind größtenteils Freiwillige und nicht zum guten Teil ehemalige Genossen und Stasi, die nur noch darauf warten ihre Pension vom Klassenfeind ausgezahlt zu bekommen. So schaut es doch aus im Osten des Landes.Aber das will man ja lieber nicht hören. Und es gibt sogar solche Typen, die die Äußerung derartiger Umstände als strafbar ansehen und einem als Klassen- ähm Verfassungsfeind betiteln. Unbequeme Wahrheiten verbieten und bestrafen - schon komisch wie sich doch so manche alte, ganz unterirdische DDR-Denke sogar in den Westen fortgepflanzt hat.
Dummes Gelaber - aber irgendwie typisch für Dich.
all-in hat geschrieben:Und nicht dass ich das fordere, aber Haschdealer die einfach nur flüchten in den Rücken schiessen, das kann die deutsche Polizei. Aber bei einem Mob der andere bedroht stellt sie sich hilflos hin, weil sie natürlich Angst haben selbst in Bedrängnis zu geraten. Ist einerseits verständlich, aber adererseits nicht hinnehmbar, da muss man sich eben was einfallen lassen.
Und wieder dummes Geschwätz. Es gibt Umstände, bei denen auch auf einen flüchtigen Haschdealer geschossen werden darf; der SWG gegen eine Menge ist unter diesen Umständen aber nie erlaubt.

Du zeigst einfach wieder mal, dass Du von der Rechtslage keine Ahnung hast.

Fallen Sofortlagen aus dem Rahmen, dann braucht es eben Zeit, bis man eine BAO stehen hat. Alternative sie oben.

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