Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Recht der Gefahrenabwehr

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karli
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Re: Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Beitrag von karli » 01.06.18, 21:18

FelixSt hat geschrieben:Was hab ich vergessen?
Ramadan, Sperrmüll und Sommerschlußverkauf! :mrgreen:
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

FelixSt
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Re: Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Beitrag von FelixSt » 01.06.18, 22:02

Verdammt!

ktown
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Re: Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Beitrag von ktown » 02.06.18, 09:01

wilbur245 hat geschrieben:Ich Danke für die Antworten, mit Ortspolizei ist schon die "Richtige" Polizei gemeint.
und wieso sprechen sie dann selbst von Ordnungsamt und Freitags 10 Uhr Feierabend?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

wilbur245
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Re: Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Beitrag von wilbur245 » 02.06.18, 11:08

ktown hat geschrieben:
wilbur245 hat geschrieben:Ich Danke für die Antworten, mit Ortspolizei ist schon die "Richtige" Polizei gemeint.
und wieso sprechen sie dann selbst von Ordnungsamt und Freitags 10 Uhr Feierabend?

weil er da angerufen hat, nachdem die Polizei ihm sagte nicht zuständig oder jaaaaaaaaaaaaaaa wir kommen.....oder doch nicht.

ich sehe das auch so das am Wochenende Ordnungswidrigkeiten gute Chancen haben.....ach da gibt es jetzt ja eine Denunzianten App
mit Standleitung zum Ordnungsamt, hab ich gelesen :ironie:

Casimir
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Re: Parkproblem..anruf bei der Orstpolizei

Beitrag von Casimir » 03.06.18, 00:53

wilbur245 hat geschrieben: Der Beamte am Telefon sagt eine Streife zu. Nach 3 Stunden ist immer noch nichts passiert, der Behinderte ruft wieder bei der Polizei an und wird , da die Örtliche Pol Feierabend hat an die Kreisstadt(ca20km) durch gestellt.
Bedauerlich, aber passiert. Dies könnte hier zum Beispiel der Einsatzlage geschuldet sein. Heutzutage hat Polizei zu wenig Menschen für immer mehr Einsätze. Folglich werden Einsätze nach Priorisierung abgearbeitet. Sollte z. B. nach der Meldung über diese Verkehrsbehinderung ein Unfall mit Personenschaden, eine Körperverletzung oder ein Raub, Einbruch, etc. eingegangen sein, wird der Einsatz, der nur in subsidärer Zuständigkeit abzuarbeiten ist, zurück gestellt.

Das hier:
da die Örtliche Pol Feierabend hat an die Kreisstadt(ca20km) durch gestellt.
liest sich nicht so, als ob die zuerst informierte Polizeidienststelle aus einem unendlichen Personalpool schöpfen könnte.
Ist es nicht schon eine Anzeige wenn das gemeldet wird möchte der Mann wissen.....nein sagt der Beamte, was als Anzeige gewertet wird oder ob er eine Streife schickt liegt in seinem ermessen.
Jein....ob er eine Streife schickt oder nicht, liegt tatsächlich in seinem Ermessen. Darum sitzt er ja da. Insofern muss man schon vertrauen, dass der Beamte da vernünftig abwägt und entscheidet und seine Kräfte vernünftig disponiert. Darum heißt der auch bei vielen Behörden Einsatzdisponent. (Und jetzt bitte nicht wieder mit dem Vergewaltigungsnotruf aus Bonn um die Ecke kommen: Ja, das war schlecht gelöst, ist aber die - sehr bedauerliche - Ausnahme)

Eine Anzeige sollte der Beamte tatsächlich nicht am Telefon aufnehmen, da bislang keine Daten gerichtssicher am Telefon erhoben werden können. Stellen Sie sich vor, Sie könnten jederzeit jeden am Telefon wegen allem anzeigen. Dann wäre so manche Sa Nacht sehr interessant in der PKS.
ich finde es nur merkwürdig das offenbar am Wochenende nichts unternommen werden kann weil die Leute vom Ordnungsamt haben offenbar schon Freitag Morgen um 10 Uhr Feierabend.
Es kann ja was unternommen werden. Es muss aber nichts unternommen werden, wenn andere Dinge vorrangig anstehen. Ein vergleichbares Beispiel wäre die Ruhestörung in einer lauen Sommernacht. Das Wetter ist gut, es sind viele Personen auf der Straße, vielleicht sind auch zwei, drei Volksfeste. Irgendwann werden sich dann die mündigen Bürger voll des guten Weines auf die Mappe hauen. Dann werden relativ viele Polizisten benötigt, um Straftaten zu verhindern und auch beweissicher zu Papier zu bringen.
Wenn dann A anruft, weil B um Mitternacht zu laut Musik hört, wird auch hier der Einsatzdisponent sagen, dass er derzeit keine Streife frei hat und es einige Zeit dauern kann, bzw. keiner kommt.
Ich denke daß hier eher etwas mehr Weitbilck notwendig wäre und die persönliche Not des Behinderten etwas höher bewertet und beachtet werden müsste.
Da war doch mal was mit Freund und Helfer.
Siehe oben. Das hat nix mit Weitblick zu tun oder mit Faulheit der Beamten. Umgekehrt würden Sie sich doch auch etwas merkwürdig behandelt fühlen, wenn Sie gerade beraubt wurden, die Streife aber erst eine Verkehrsbehinderung fährt.
Freund und Helfer ist übrigens ein historisch bedenkliches Zitat, welches der politisch gebildete Polizist gar nicht so gerne vernimmt.
Nachdem mein Nachbar nun doch gefrustet war, habe ich mal den Bürgermeister kontaktiert......20min später war die Pol da und hat
den Fahrer mit Nachdruck und Kostennote des Gehwegs verwiesen.
Ist in Ihrem Bundesland der Bürgermeister Chef der Polizei?

In meinem ist das nicht so - und auch der Anruf des Bürgermeisters würde keine kurzfristige Erhöhung von Kräften erzielen. Aber schön, dass Sie einen kurzen Draht zu Ihrem Bürgermeister haben und der einen kurzen Draht zur Polizei hat. Auch dies spricht ja eher für dörfliche Verhältnisse mit wenig Polizeikräften, die aber dennoch einiges zu tun haben.
In meiner Behörde wäre der Leiter der Polizei ein politischer Beamter und der Bürgermeister ein OB. ich weiß nicht, wie weit der OB am Wochenende für Verkehrsbehinderungsmeldungen seiner Wähler zur Verfügung steht, bin mir aber sicher, dass zumindest mein Polizeipräsident am Wochenende - sollte der OB ihm dann Meldung darüber machen, dass nicht sofort ein SEK entsandt wurde - nicht auf der Leitstelle anrufen und Druck ausüben würde.
Versucht mal Freitag vormittags in einer typischen Behörde z.B. in Finanz- oder Personalverwaltung jemanden zu erreichen... Urlaub, Gleitzeittag, Home-Office, Fortbildung, Abteilungsausflug, Mutterschutz, Elternzeit, krank, Kind krank, Burnout... Was hab ich vergessen?
Ein Stück weit gilt das auch für die Polizei. Sind zu normalen Bürozeiten eine Vielzahl von Kräften unterwegs, die auch Verkehrsbehinderungen lösen würden, reduziert sich das außerhalb dieser Zeiten halt grundsätzlich auf die Mindestwachstärke. Und was die abarbeiten können, ist wie oben beschrieben, endlich.
die Polizei ihm sagte nicht zuständig oder jaaaaaaaaaaaaaaa wir kommen.....oder doch nicht.
Wie gesagt: Die Polizei ist nicht (originär) zuständig. Und die gegebene Zusage, wir kommen, kann direkt nach Beendigung des Gespräches direkt hinfällig sein, wenn danach drei Notrufe mit schwerer wiegenden Sachverhalten eingehen.
Alles wird gut.

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