Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

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Pirate
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Pirate » 30.12.13, 17:36

Lindi1910 hat geschrieben:und sie hatte auch keine 100€ vom Taschengeld gespart, soviel sollte das Zimmer dann nämlich kosten.
Das spielt für den 110 BGB auch überhaupt keine Rolex. Damit der 'Taschengeldparagraph' angewendet werden kann, muß die Leistung (Bezahlung) bewirkt sein. D.h. der Mindj. muß bereits bezahlt haben. Keine Bezahlung - kein 110 BGB.

Klimaanlage

Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Klimaanlage » 30.12.13, 21:11

Das ergibt sich woraus?

Karsten
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Karsten » 31.12.13, 16:01

Äh, Vielleicht aus dem Wortlaut des Paragraphen 110? :wink:

Pirate
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Pirate » 01.01.14, 15:20

Klimaanlage hat geschrieben:Das ergibt sich woraus?
Direkt aus dem Gesetzestext:

"Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind."

Tom Ate
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Tom Ate » 01.01.14, 16:40

Steht dort "bewirkt hat" oder bewirkt? Macht das einen Unterschied? Rechtsfolge eines geschlossenen Vertrages Übergabe Geld und Übergabe Sache.

hws
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von hws » 01.01.14, 17:34

Tom Ate hat geschrieben:Steht dort "bewirkt hat" oder bewirkt? Macht das einen Unterschied? Rechtsfolge eines geschlossenen Vertrages Übergabe Geld und Übergabe Sache.
Benutzen sie die Suchmaschine ihres Vertrauens.
Semantisch dürfte das gleich sein.

hws

Klimaanlage

Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Klimaanlage » 01.01.14, 20:40

Der Argumentation folgend würde es bedeuten, dass ein Vertrag erst dann zusande kommt, wenn Geld übergeben worden ist.
Ist das so?

Tom Ate
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Tom Ate » 01.01.14, 21:37

Nein. Die Übergabe des Geldes ist die Rechtsfolge des Vertrages.

Klimaanlage

Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Klimaanlage » 02.01.14, 10:27

Nach nochmaligem über das Thema lesen:
Offensichtlich muss tatsächlich das Geld bezahlt worden sein.
Ich hatte das zunächst anders verstanden

Roni
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Roni » 02.01.14, 10:32

Ich hatte das zunächst anders verstanden
ich auch :oops:

Karsten
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Re: Hotelbuchung durch eine 16 Jährige per Internet

Beitrag von Karsten » 12.01.14, 07:14

Der Argumentation folgend würde es bedeuten, dass ein Vertrag erst dann zustande kommt, wenn Geld übergeben worden ist.
Ist das so?
Nein. Nicht das Zustandekommen des Vertrages entscheidet sich am Geldfluss, sondern die Anwendbarkeit des § 110.
Nach nochmaligem über das Thema lesen:
Offensichtlich muss tatsächlich das Geld bezahlt worden sein.
Ich hatte das zunächst anders verstanden
Im Ausgangspost lautet die Frage, ob das Geld angemahnt werden kann, was ja wohl nur bedeuten kann, dass es eben nicht bezahlt wurde.

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