Anonymitäten im Internet

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juststandstill
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Anonymitäten im Internet

Beitrag von juststandstill » 06.01.14, 15:26

Hallo liebe Community,

ich weiß nicht ganz, ob meine Frage hier richtig ist, aber ich versuche es mal. Ist etwas verworren.
Dazu möchte ich sagen, dass es nicht um mich persönlich geht, weswegen einige Informationen evtl. lückenhaft sind.


Folgender Fall:
Person A und B sind verheiratet. Person A betrügt Person B mehrfach mit verschiedenen Leuten und mit einem davon führt sie auch lange eine fast öffentliche Beziehung (auf sozialen Netzwerken wird kaum ein Geheimnis draus gemacht)- neben der Ehe.
Person B erfährt nichts davon.
Einige Zeit später bekommt Person B (der/die Betrogene) eine (evtl auch mehrere) SMS über einen anonymen Free-SMS- Anbieter im Internet mit der Information über eben diesen Betrug. Hätte sich der Verfasser der SMS strafbar gemacht und wäre zu ermitteln bzw strafrechtlich zu verfolgen? Wären die SMS-Anbieter in so einem Fall schon zur Rausgabe der Daten des Verfasser verpflichtet?

Elyss
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von Elyss » 06.01.14, 15:28

Ich kann hier keine Strafbarkeit entdecken
Grüßle

Elyss

juststandstill
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von juststandstill » 06.01.14, 15:33

Auch nicht, wenn Person A leugnen würden?
Und wie sieht es mit der Rückverfolgung aus oder ist eben dafür eine Strafbarkeit Voraussetzung?
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Tastenspitz
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von Tastenspitz » 06.01.14, 15:39

juststandstill hat geschrieben:Auch nicht, wenn Person A leugnen würden?
Was hat das mit dem SMS Versender zu tun?
juststandstill hat geschrieben:Und wie sieht es mit der Rückverfolgung aus oder ist eben dafür eine Strafbarkeit Voraussetzung?
Dazu müßte zunächst ein Strafantrag gestellt werden (warum - weiß ich jetzt nicht, vllt. üble Nachrede) und der Staatsanwalt müßte ein so großes öffentliches Interesse sehen, dass er Ermittlungen für notwendig erachtet.
Chance dafür - aufgerundet bei Null würd ich mal sagen.
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Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

juststandstill
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von juststandstill » 06.01.14, 15:43

Also dürfen Daten (in diesem Fall über den SMS-Versender) nur unter diesen Umständen herausgegeben werden?
Vielen Danke auf jeden Fall schonmal.
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Roni
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von Roni » 06.01.14, 15:44

(auf sozialen Netzwerken wird kaum ein Geheimnis draus gemacht)-
dann ist das doch sowieso schon öffentlich, was soll denn da verfolgt werden.

juststandstill
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von juststandstill » 06.01.14, 15:47

Ja, ich meinte auch eher... wenn man zwischen den Zeilen lesen kann.
Gehen wir davon aus, dass es nie direkt ausgesprochen wurde, aber einen größeren Personenkreis bekannt war.
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von Elyss » 06.01.14, 15:48

Das Öffentlichmachen einer geheimen Beziehung war schon vor Zeiten des Internets nicht strafbar und ist es auch heute noch nicht!
Grüßle

Elyss

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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von Roni » 06.01.14, 15:52

war doch vorher schon öffentlich, also nix neues und dazu noch vom Betroffenen selbst veröffentlicht, "besser" gehts fast nicht mehr :P

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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von hws » 06.01.14, 15:53

juststandstill hat geschrieben:Folgender Fall:
Person A und B sind verheiratet.....
Auch Verheiratete können und dürfen soviel Fremdgehen, wie sie möchten. Das ist keine Straftat. (Wieweit der Partner mitmacht bzw sich dann trennt - ist ne andere Sache. Aber auch nicht strafbar.

Verschicken von SMS: ist auch nicht strafbar.
Schlimmstenfalls, wenn wissentlich unwahre Tatsachen gegenüber "offiziellen Stellen" verbreitet werden. (§ 164 StGB Falsche Verdächtigung) - Aber das wird in der Praxis auch zu nichts führen. Und auch keine Verpflichtung, die IP des SMS Absenders herauszugeben.

Was möchten sie denn erreichen? Dem untreuen Partner eins reinwürgen? Dem Whistleblower eins reinwürgen?

hws

juststandstill
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von juststandstill » 06.01.14, 16:13

Ja, reinwürgen oder leugnen was das Zeug hält.
Ich danke Euch auf jeden Fall.
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von webelch » 06.01.14, 16:41

statt "reinwürgen" oder "leugnen" könnte man es auch mal mit treue und / oder ehrlichkeit probieren. aber das ist jetzt kein rechtlicher rat.

hws
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Re: Anonymitäten im Internet

Beitrag von hws » 06.01.14, 16:46

juststandstill hat geschrieben:Ja, reinwürgen oder leugnen was das Zeug hält.
Reinwürgen wird wohl nicht gehen. Was und womit reinwürgen?
Und leugnen darf man im Privatleben, soviel man will (soweit es andere Leute glauben :twisted: - aber Strafbar ist das auch nicht.)

hws

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