Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

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Roni
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von Roni » 16.01.14, 19:13

beim Hausdarlehen gibt es ja einen schriftlichen Vertrag, und im geschilderten Fall offensichtlich nicht und was vereibart wurde ist nicht nachweisbar. Also verjährt

HH-BW
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von HH-BW » 17.01.14, 02:04

Die 3-jährige Verjährungsfrist beginnt erst mit Kündigung des Darlehens ("Fälligkeit").

Also ist noch keine Verjährung eingetreten.

Sie müssten also erstmal kündigen (per Übergabe-Einschreiben/Rückschein/eigenhändig oder Zustellung per GV!).

Die Kündigungsfrist beträgt 3 Mo. (§ 488 III BGB).

Sollte keine Zahlung erfolgen, dann Mahnbescheid.

Karsten
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von Karsten » 18.01.14, 08:29

Stellt die mündliche Rückforderung etwa keine Kündigung dar?

Wenn die Dame aber zwischenzeitlich mal eine Teilzahlung getätigt hätte, würde das die Sache deutlich ändern.
Das hat sie doch. Wann war das?

HH-BW
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von HH-BW » 18.01.14, 22:35

Stellt die mündliche Rückforderung etwa keine Kündigung dar?
Ob in dem Rückzahlungsverlangen eine K. gesehen werden kann? Es kann auch nur eine Zahlungsaufforderung (Mahnung) gewesen sein.

Das Wort "kündigen" muss zwar nicht explizit erwähnt werden, aber es muss aus der WE eindeutig und unmissverständlich die Beendigung des (Darlehens-)Vertrages hervorgehen.

Karsten
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von Karsten » 19.01.14, 01:00

Das wäre wohl der Fall, wenn nur ein Teil, z.B. eine fällige Rate, eingefordert würde. Wenn aber das Darlehen als Ganzes zurück gefordert wird, dann kann ich mir darunter gar nichts Anderes vorstellen, als ein Willenserklärung, die auf die Beendigung des Darlehensvertrages abzielt.
Wie soll man sich denn die Erfüllung dieser 'Zahlungsaufforderung' ohne Beendigung des Vertrages vorstellen?

HH-BW
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Re: Privat Geld verliehen, aber noch nicht zurück bekommen

Beitrag von HH-BW » 19.01.14, 01:48

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte eine "Kündigung" deshalb rein vorsorglich auch als solche bezeichnet werden: "Hiermit kündige ich den Darlehensvertrag mit Wirkung zum ... ". Ohne eindeutige Bezeichnung, was erklärt werden soll, wird die "Kündigung" nämlich angreifbar.

Es ist aber hier irrelevant, da die Verj. auch bei K. "letztes Jahr" noch nicht eingetreten ist.

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