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recht.de • Thema anzeigen - Schenkung an Enkinder, ohne das Eltern Zugriff darauf haben
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BeitragVerfasst: 09.02.16, 18:36 
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FM hat geschrieben:
Eine Schenkung ist ein zweiseitiger Vertrag.
Wieso muss dann der Beschenkte nicht beim Notar unterschreiben?
Hinweis :arrow: Ein Vertrag ist eine Schenkung jedenfalls nicht 8)

_________________
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 18:46 
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Beiträge: 8104
PurpleRain hat geschrieben:
FM hat geschrieben:
Eine Schenkung ist ein zweiseitiger Vertrag.
Wieso muss dann der Beschenkte nicht beim Notar unterschreiben?
Hinweis :arrow: Ein Vertrag ist eine Schenkung jedenfalls nicht 8)



Er wird trotz des klaren Gesetzeswortlauts nicht vom Gegenteil zu überzeugen sein.

Medicus weise Worte zum Schenkungsvertrag sind sogar als Leseprobe verfügbar:

http://www.chbeck.de/fachbuch/leseprobe ... 889_lp.pdf

Zitat:
Die Schenkung bedarf in jedem Fall – also als Handschenkung wie als Schen-
kungsversprechen – der vertraglichen Einigung nicht bloß über die Unentgeltlich-
keit, sondern auch über das Zustandekommen und den Gegenstand: Selbst einen
Vorteil soll niemand ohne seinen Willen erhalten (§ 311 I) ...


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 19:56 
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khmlev hat geschrieben:
norbertk hat geschrieben:
Vielen Dank zunächst einmal für die vielen Antworten.

Könntet ihr noch genauer darauf eingehen, wie der Zugriff der Eltern verhindert werden kann/muss. Die Eltern als "Vormund" können ja so ziemlich über alles für die Kinder entscheiden.

MfG
Wurde doch direkt im 2. Beitrag beantwortet.


Ein Notar oder Anwalt mag mit der Antwort etwas anfangen können. Da ich das nicht bin, habe ich meine Frage hier im Forum gestellt. Da meine Nachfrage zur Bedeutung der Aussage nicht beantwortet wurde, verstehe ich den erneuten Hinweis darauf nicht.

Vielleicht ist mein IQ ja aber auch zu gering, dass ich es nur nicht verstehen kann.


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 20:04 
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Beiträge: 310

Themenstarter
windalf hat geschrieben:
Wobei eins klar sein sollte. Wählt man eine Konstellation bei der die Eltern irgendwie Zugriff auf das Geld bekommen können aber eigentlich verpflichtet sind es im Zweifel ab dem 18ten den Kindern zur Verfügung zu stellen, hilft es nicht, wenn es grundsätzlich diesen Anspruch von Kindesseite gibt aber der nicht durchsetzbar ist, weil kein Geld mehr da ist oder aber das Kind seine Eltern nicht verklagen möchte. In so einem Fall wäre der letzte Wille eben einfach untergraben auch wenn er es eigentlich nicht sein sollte

Will man sicherer gehen, muss man explizit dafür sorgen, dass die Eltern nicht an das Geld herankommen können. Das wird es nicht zum Sparpreis geben...


Welche Möglichkeiten gibt es dabei denn, und was heißt nicht zum Sparpreis?


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 20:12 
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Beiträge: 11956
Derjenige, der als Testamentsvollstrecker oder Vermögensverwalter bis zum 18. Geburtstag der Enkel eingesetzt wird, muss ja kein Elternteil der Enkel sein. Wenn man einen Freund hat, dem man vertraut, kann man den nehmen.
Wenn man keinen hat, dem man vertraut und dem man es zutraut, muss ein Profi ran, man kann z.B. einen Rechtsanwalt damit beauftragen/als Testamentsvollstrecker benennen. Ein Testamentsvollstrecker erhält ein Honorar von ca. 4% der zu verwaltenden Summe, das hängt von der Höhe des Nachlasses ab.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 20:28 
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Beiträge: 310

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SusanneBerlin hat geschrieben:
Derjenige, der als Testamentsvollstrecker oder Vermögensverwalter bis zum 18. Geburtstag der Enkel eingesetzt wird, muss ja kein Elternteil der Enkel sein. Wenn man einen Freund hat, dem man vertraut, kann man den nehmen.
Wenn man keinen hat, dem man vertraut und dem man es zutraut, muss ein Profi ran, man kann z.B. einen Rechtsanwalt damit beauftragen/als Testamentsvollstrecker benennen. Ein Testamentsvollstrecker erhält ein Honorar von ca. 4% der zu verwaltenden Summe, das hängt von der Höhe des Nachlasses ab.

Die Eltern können dann also nicht an das Geld ran, egal was sie auch anstellen? Wie sieht es mit Vater Staat aus, wenn die Familie z.B. von Harz IV leben müsste?
Gibt es solche Regelungen, wie weiter oben mal erwähnt, auch von der Bank? Also das die das Geld für die Kinder erst mit deren Volljährigkeit frei geben?


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 21:46 
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Beiträge: 8104
norbertk hat geschrieben:
...
Gibt es solche Regelungen, wie weiter oben mal erwähnt, auch von der Bank? Also das die das Geld für die Kinder erst mit deren Volljährigkeit frei geben?



Ja, da ist bloß das Problem eine Bank zu finden, die einen kompetent berät und nicht nur den eigenen Profit im Blick hat. Dann muss man jednfalls nicht zum Notar, keine hohen Kosten und bleibt flexibel.

Hier halbwegs verständlich beschrieben, Zufallsfund: http://www.kindertagesgeld.de/geldanlag ... tenkinder/

Das web ist voll von mehr oder weniger hilfreichen Tips.

Inhaltlich ist das maßgeschneidert gestaltbar, es kann allen Anforderungen Rechnung getragen werden, je nach Präferenzen.

Ob der "Vertrag zugunsten Dritter" das Richtige ist, müsste man abwägen, die steuerlichen Folgen gilt es auch noch zu bedenken.

Wichtiger ist vielleicht, wie man das Geld bei den aktuellen Zinsen anlegt. In 10, 15, 20 Jahren machen schon kleine Zinsunterschiede stattliche Beträge aus. Es sollte mündelsicher sein, aber wenn man etwas mutig ist, käme auch ein solider Index-Fonds in Betracht. Die Banken beraten leider oft eigennützig.


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BeitragVerfasst: 09.02.16, 21:57 
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Das hört sich soweit ja schon mal gut an. Danke an alle.
Gibt's vielleicht noch was bzgl. Vater Staat?


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