Hotelstornierung seitens Hotels wegen falschem Preis

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mofl
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Hotelstornierung seitens Hotels wegen falschem Preis

Beitrag von mofl » 20.01.15, 15:59

Hallo zusammen,
mal angenommen ein Kunde hat über ein deutsches Online-Portal ein Hotel in Thailand gebucht. Die Hotels sind vorher nicht namentlich bekannt und daher in Reisepreis reduziert. Das Hotel wurde gebucht und per Mail bestätigt.
Nach 11 Tagen hat das Hotel das Zimmer über das deutsche Online-Portal storniert. Der Kunde wurde über das Portal dahingehend informiert. Grund "Den bestätigten Preis erklärt das Hotel für nichtig".
Um die Buchung aufrecht zu erhalten wird ein ca. 2.5x zu hoher Preis gefordert. Eine Stornierung seitens des Kunden war laut AGB niemals möglich. Und wird hier auch nicht angeboten. Bzw. bei nicht Rückmeldung einfach durchgeführt.
Nun sind schon die Flüge nach Phuket (Ort des gebuchten Hotels) gebucht sowie Transfers arrangiert.
Welche rechte hat der Kunde und bei wem muss er diese geltend machen?
Vielen Dank

Tastenspitz
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Re: Hotelstornierung seitens Hotels wegen falschem Preis

Beitrag von Tastenspitz » 22.01.15, 07:53

Wie kann ein Hotel, dass gar nicht festgelegt ist, eine Buchung stornieren? Versteh ich nicht.
Ansprechpartner ist aber das Buchungsportal.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

snoopy96
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Re: Hotelstornierung seitens Hotels wegen falschem Preis

Beitrag von snoopy96 » 22.01.15, 08:32

Vertragspartner ist i. d. R. bei Individualreisen das Onlineportal.

Ich würde denen mitteilen, dass man auf Vertragserfüllung besteht und dass man bereits Flug / Transfer gebucht hat.

Ich würde die auch auffordern ein anderes / vergleichbares Hotel zu suchen und für den Fall der Nichterfüllung (sehr kurze Frist) Schadenersatzansprüche ankündigen.
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Das Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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