Wie wieder zurück in die GKV ?

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

Antworten
Beamtenschnecke
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 87
Registriert: 16.09.05, 20:56

Wie wieder zurück in die GKV ?

Beitrag von Beamtenschnecke » 07.04.09, 19:32

Liebe Leser,


ein ehemaliger Beamter wird aus dem Probebeamtenverhältnis entlassen, da er schwer krank geworden ist. Er war nun 6 Jahre privat versichert.
Beim nun kommenden Hartz IV-Bezug ist die private Krankenversicherung nicht mehr leistbar, auch nicht im Basistarif und wegen der schweren Krankheit auch nicht mehr sinnvoll (teure Rechnungen, Medikamente...).

Gibt es eine Möglichkeit, in die GKV als freiwilliges Mitglied zurückzukommen ?
Der Beamte fand im Internet etwas von 24 Monaten Pflichtbeiträge in 5 Jahren bzw. 1 Jahr Pflichtversicherung unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht als Voraussetzung, um wieder in die GKV zu kommen.

Heißt das, der Beamte könnte nach der Entlassung versuchen, nochmal 1 Jahr SV-pflichtig zu arbeiten (z.B. Midi-Job), um wieder GKV-versichert zu sein und sich anschließend freiwillig weiterversichern zu können ?

Der Beamte ist sehr dankbar für alle Tipps zu diesem ernsten Problem.

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 16568
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Wie wieder zurück in die GKV ?

Beitrag von FM » 07.04.09, 19:43

Beamtenschnecke hat geschrieben: Heißt das, der Beamte könnte nach der Entlassung versuchen, nochmal 1 Jahr SV-pflichtig zu arbeiten (z.B. Midi-Job), um wieder GKV-versichert zu sein und sich anschließend freiwillig weiterversichern zu können ?
Das wäre eine Möglichkeit, wobei allerdings 1 Tag auch schon reichen würde (dann eben nicht frw. Weiterversicherung sondern Versicherungspflicht als sonst nicht Versicherter).

Eine andere Möglichkeit wäre die Ehe/Lebenspartnerschaft mit einem/r gesetlich Versichertem/r

Beamterich
Account gesperrt
Beiträge: 19
Registriert: 02.04.09, 19:07

Beitrag von Beamterich » 07.04.09, 22:15

@FM

Danke für den Tipp.

Der Beamte war allerdings nun über 6 Jahre privat versichert (Beihilfe + priv. KV), vorher pflichtversichert in der GKV.

Würde man ihn bei den gesetzlichen Kassen nicht eigentlich der privaten KV zurechnen und auf den Basistarif der PKV verweisen ?

Reicht hier wirklich 1 Tag SV-pflichtige Arbeit nach 6 Jahren PKV ? Das wäre ja eine hervorragende Lösung.

spraadhans
FDR-Moderator
Beiträge: 11239
Registriert: 26.11.05, 23:24

Beitrag von spraadhans » 08.04.09, 08:56

Wäre es u.U. nicht doch besser privat versichert zu bleiben, weil sich die besseren Leistungen ggf. auch auf den Heilungserfolg der schweren Erkrankung auswirken können?

Beamtenschnecke
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 87
Registriert: 16.09.05, 20:56

Beitrag von Beamtenschnecke » 08.04.09, 16:41

@Spraadhans

Ja, im Prinzip wäre es natürlich schon besser, privat versichert zu sein, allerdings verlangt die private Krankenversicherung im Volltarif (ohne Beihilfe) 440,- Euro, im Basitarif sogar 485,-

Da nach dem Verbrauch des Ersparten Hartz IV droht, ist die PKV einfach nicht mehr erschwinglich. Daher wäre ein Wechsel in die GKV die einzige finanzierbare Lösung.

Wobei sich der fiktive Beamte natürlich fragt, ob es wirklich reicht, nach der Entlassung nur einen einzigen Tag SV-pflichtig zu arbeiten, um wieder in die GKV zu kommen.

Kleine_Sonne
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 151
Registriert: 20.08.08, 08:26

Beitrag von Kleine_Sonne » 08.04.09, 17:05

Wie lange bestand das Verhältnis als Beamter auf Probe ?

Beamtenschnecke
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 87
Registriert: 16.09.05, 20:56

Beitrag von Beamtenschnecke » 08.04.09, 17:27

@ Kleine Sonne

Was für ein niedlicher Nickname.

Der Beamte war 5 Jahre Beamter auf Probe, Dienstherr hat wegen der Gesundheit auf Maximalprobezeit verlängert. Vorher 3 Jahre Beamter auf Widerruf, d.h. 8 Jahre, die nachversichert werden müssen.

Grüße von der
Beamtenschnecke

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 16568
Registriert: 05.12.04, 16:06

Beitrag von FM » 08.04.09, 19:33

Bei AlG-II-Bezug liegt die Höchstgrenze für den Basistarif plus PPV bei ca. 325 Euro. Der Zuschuss der ARGE zu den Versicherungsbeiträgen allerdings bei max. 145 Euro.

Antworten