ALG-2 Anspruch bei Besitz einer Eigentumswohnung

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ratte1
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ALG-2 Anspruch bei Besitz einer Eigentumswohnung

Beitrag von ratte1 » 13.04.09, 17:40

Hallo,

Person X, 23 Jahre alt, im Besitz einer kleinen vermieteten Eigentumswohnung, abgeschlossene Ausbildung, sucht zur Zeit Arbeits- bzw. (Zweit)-Ausbildungsplatz.

Lebt seit 1 1/2 Jahren mit Person Y (21 Jahre) zusammen (nicht in der Eigentumswohnung) die ebenfalls auf Ausbildungsplatzsuche ist und nur von den Eltern unterstützt würde.

Unterstellt Person X hätte grds. Anspruch auf ALG-2, wie würde sich der Besitz einer Eigentumswohnung auswirken? Kosten und Einkünfte aus der vermieteten Whg heben sich in etwa gegeneinander auf.

Würden fiktive Einkünfte aus der Eigentumswohnung angesetzt oder wäre er verpflichtet, die Eigentumswohnung zu verkaufen?

Freundlíche Grüße

ratte1

compi57
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Beitrag von compi57 » 13.04.09, 18:20

Grundsätzlich ist eine kleine Eigentumswohnung geschützt, aber nur, wenn sie selbst bewohnt wird, d.h. in diesem Fall wohl einziehen oder verkaufen.

Gruß C.

Gerd aus Berlin
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Beitrag von Gerd aus Berlin » 14.04.09, 00:13

Aufschlussreiches zum Wohneigentum findet man in den nicht überall verbindlichen Hinweisen der BA zu §12 SGB II.

Inwieweit Miete und Pacht als Einkommen bereinigt werden beim ALG II, sollte entsprechend in den Hinweisen zu § 11 SGB II zu finden sein.

Aber wie beides in der eigenen Gemeinde gehandhabt wird, kann man genauer erst nach Antragstellung erfahren.

Gruß aus Berlin, Gerd

windalf
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Beitrag von windalf » 14.04.09, 00:18

Vermutlich kann es ökonmisch sinnvoll sein, wenn Person Y nicht mit X zusammen in die Eigentumswohnung zieht, sondern praktischer Weise die kleine Eigentumswohnung auf dem gleichen Flur direkt gegenüber mietet (oder kauft)
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

matthias.
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Re: ALG-2 Anspruch bei Besitz einer Eigentumswohnung

Beitrag von matthias. » 14.04.09, 07:02

ratte1 hat geschrieben:Kosten und Einkünfte aus der vermieteten Whg heben sich in etwa gegeneinander auf.
Mit Kosten meinst du einen nicht abbezahlten Kredit?

ratte1
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Beitrag von ratte1 » 14.04.09, 19:40

Hallo,

vielen Dank für die hilfreichen Hinweise.

@windulf: Ökonomischer ist es sicher, aber die Liebe...

@matthias: Ich gehe davon aus, das die Tilgung des Kredits nicht berücksichtigungsfähig wären, sondern ggf. die Kosten z.B. Zinsen für den Kredit oder auch Betriebskosten der Whg, die ncht auf den Mieer umlegbar sind.

Für mich ist nur die Frage, ob für einen etwaigen ALG-2-Anspruch die Whg verkauft werden muss, oder ob stattdessen der (zur Zeit jedoch nur geringfügigen ) Einnahmeüberschuss angerechnet wird.

@Gerd: Ich werde mir die Links näher ansehen, vielen Dank auch dafür!

Viele Grüße

ratte1

Das die Abzahlung des Kredits nicht berücksichtigt werden können,

windalf
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Beitrag von windalf » 14.04.09, 19:55

@windulf: Ökonomischer ist es sicher, aber die Liebe...
Ich glaube du hast nicht richtig gelesen was ich geschrieben habe...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ratte1
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Beitrag von ratte1 » 14.04.09, 20:04

Hallo,

zu Klarstellung: Die Eigentumswohnung von x befindet sich in Ort O, x und y wohnen im Ort Z in einer Mietwohnung.
windalf hat geschrieben:
@windulf: Ökonomischer ist es sicher, aber die Liebe...
Ich glaube du hast nicht richtig gelesen was ich geschrieben habe...
Bitte hilf mir auf die Sprünge...

MfG

ratte1

windalf
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Beitrag von windalf » 14.04.09, 20:08

Also auch ALG2-Empfänger dürfen andere Personen besuchen... :wink:

Wenn man nur 1m über den Flur entfernt wohnt aber dafür doppelt soviel Wohnfläche hat sehe ich da kein "Liebeshinderniss", sondern vielmehr die Option die Wohnungsgröße beim zusammenlegen in ferner Zukunft irgendwann mal zu verdoppeln...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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