Impfkostenübernahme durch Agentur für Arbeit?

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laxness
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Impfkostenübernahme durch Agentur für Arbeit?

Beitrag von laxness » 13.11.09, 17:16

hallo,

folgendes problem bekam ich die tage zu hören:

eine person a ist seit einigen monaten arbeitslos. jetzt hat a aussicht auf einen arbeitsplatz. a ist im heilberuf tätig. eine grundbedingung ist, dass a eine aktuelle hepatitisimpfung hat. diese muss jetzt aufgefrischt werden. der zukünftige arbeitgeber erwartet dies von a. die kosten bleiben somit bei a hängen, da auch die krankenkasse die kosten nicht übernehmen will. da a noch arbeitslos ist und ohne diese impfung die aussicht auf den arbeitsplatz gefährdet ist, müsste doch die agentur die kosten übernehmen - oder sehe ich das falsch?

lg und danke für euer feedback

darkles
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Beitrag von darkles » 13.11.09, 21:33

hallo, ich bin selbst in der pflege tätig und soweit ich muss der ag wenn er bestimmte impfungen verlangt diese auch bezahlen.
bei mir auf der arbeit ist es so das ich die kosten der impfung auslege , mit der quitung dann zum chef geh und der mir dann das geld wieder erstattet.

FM
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Beitrag von FM » 13.11.09, 21:49

darkles hat geschrieben:hallo, ich bin selbst in der pflege tätig und soweit ich muss der ag wenn er bestimmte impfungen verlangt diese auch bezahlen.
bei mir auf der arbeit ist es so das ich die kosten der impfung auslege , mit der quitung dann zum chef geh und der mir dann das geld wieder erstattet.
Eben deshalb nimmt hier bei einer Neueinstellung der Arbeitgeber halt lieber nur einen Bewerber, der schon geimpft ist. Dann stellt sich die Kostenfrage gar nicht mehr.

mahlzeit
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Beitrag von mahlzeit » 14.11.09, 20:29

FM hat geschrieben:Eben deshalb nimmt hier bei einer Neueinstellung der Arbeitgeber halt lieber nur einen Bewerber, der schon geimpft ist. Dann stellt sich die Kostenfrage gar nicht mehr.
Entspringt das denn der Praxis oder Phantasie? Es wäre ein Armutszeugnis, wenn ein Unternehmen nicht den bestgeeignesten Bewerber auswählt, sondern jemand bei dem ein paar Euro eingespart werden können. Ich würde meine Arbeitskraft auch keinem AG zur Verfügung stellen, dem die Gesundheitsvorsorge der AN so völlig am A.... vorbeigeht.

Mahlzeit!

Chavah
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Beitrag von Chavah » 15.11.09, 09:47

Von wieviel Geld reden/schreiben wir eigentlich?

Chavah

darkles
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Beitrag von darkles » 15.11.09, 21:17

Je Impfung ca. 50,-. EUR Für zehnjährigen Impfschutz drei Impfungen ( ca. 150,- EUR)! Es lohnt sich, eine gekoppelte Impfung gegen Hepatitis A UND B zu nehmen. Die drei Impfungen kosten zusammen "nur" ca. 180 EUR also nur 30,- mehr.

maconaut
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Beitrag von maconaut » 16.11.09, 09:06

mahlzeit hat geschrieben:Es wäre ein Armutszeugnis, wenn ein Unternehmen nicht den bestgeeignesten Bewerber auswählt, sondern jemand bei dem ein paar Euro eingespart werden können.
Aber wenn "geimpft" zu den Pluspunkten der Eignungsbewertung gehört? Ebenso wie "Erfahrung" z.B.? Erfahrung kommt mit der Zeit auch im Job, der AG könnte also auch einen Unerfahrenen einstellen, der wird ja automatisch ein Erfahrener. Ebenso ist es mit der Impfung....

mahlzeit
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Beitrag von mahlzeit » 16.11.09, 10:06

Das sind zwei Paar Schuhe. Das eine braucht man einfach nur überziehen und es passt jedem. Das andere muss sich der AG mit ausreichend Talent und langwierig selbst schustern, das kann ihm kein AG abnehmen.

maconaut
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Beitrag von maconaut » 16.11.09, 11:12

Für Erfahrung braucht's kein Talent - die kommt von allein. Ob dadurch die Arbeit besser wird, sei dahingestellt. Das weiß der AG aber auch nicht vorher. Ob nun eine neu ausgebildete Fachkraft besser ist oder eine, die schon 30 Jahre in dem Beruf arbeitet, kann man pauschal nicht beantworten - es gibt auch Leute, die können Erfahrungen sammeln noch und nöcher und lernen trotzdem nix dazu.

Wie definiert man also nun "Eignung". Wer ist der "bestgeeignete" Bewerber? Wenn das Unternehmen nun entscheidet, die Impfung vor der Einstellung ist unabdingbares Kriterium dann ist das ebenso legitim wie ein vorausgesetzter Schulabschluss oder eine mehr oder minder willkührlich gesetzte Altersober/untergrenze. Keiner dieser Punkte (Impfung, Schulabschluss, Alter etc.) sagt objektiv etwas über die tatsächliche Eignung für die später ausgeübte Tätigkeit aus. Trotzdem gibt es für jede zu besetzende Stelle solche "Must-Have" Kriterien, sinnvoll oder nicht.

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