von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

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angelheart23
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von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von angelheart23 »

Meine Eltern (Stiefvater 66, Mutter 55) leben seit 5 Jahren in Torrevieja/Spanien und haben sich vor vier Jahren ein Eigenheim gekauft.
Leider stehen sie nur mit einem halben Haus im Grundbuch, da die Vorbesitzer Erben waren und der andere Teil der Erben nie ausfindig gemacht wurde.(Verkehrswert liegt bei ca. 60.000 Euro, gekauft haben sie das "halbe Haus" für ca. 20.000Euro)
Nun ist das Problem das beide am Existenzminimum leben (500Euro Rente monatlich, sämtliche Ersparnisse aufgebraucht) und auch beide gesundheitlich angeschlagen sind.
Das Beste wäre zurück nach Deutschland zukommen (sind mit Erstwohnsitz noch hier bei Verwandten gemeldet). Das halbe Haus zu verkaufen ist fast unmöglich.
Nun sind wir am überlegen, mir als Tochter, das Haus zu überschreiben und wieder zurück zuwandern. Wäre dies ratsam? Und was wäre zu beachten?
Würde ihnen hier in Deutschland Unterstützung zustehen? Wo kann ich mich hinwenden?
Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank im voraus!

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

Die Angelegenheit mit dem Haus ist spanisches Recht, am besten vor Ort einen FACHKUNDIGEN Anwalt beauftragen, aber die Chancen stehen nicht so gut.

Um in Deutschland Hilfe zu bekommen müssten sie mittellos sein, andererseits, wer will das prüfen...

In D steht ihnen ggf. Sozialhilfe, Wohngeld usw. zu, zudem sind sie ja dann krankenversichert und müssen ihre Behandlungen nicht selbst bezahlen.

Roni
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Roni »

Um in Deutschland Hilfe zu bekommen müssten sie mittellos sein, andererseits, wer will das prüfen...
na ich hoffe doch die ARGE

flokon
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von flokon »

Roni hat geschrieben:
Um in Deutschland Hilfe zu bekommen müssten sie mittellos sein, andererseits, wer will das prüfen...
na ich hoffe doch die ARGE
und die wird sich dann die Überschreibung des Hauses ganz genau anschauen.

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

Ausländische Behörden sind nicht so sehr auskunftsfreudig... ...vor allem nicht wenn es Arbeit bedeutet

Dummerchen
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Dummerchen »

Och, da waere ich mir nicht so sicher. Ich habe durchaus schon Rentenbegutachtungen fuer die BfA gemacht, obwohl ich fuer das Department of Work and Pensions arbeite. Der Auftrag ging speziell an mich, um sicherzustellen, dass die Kommunikation zwischen Moechtegernrentner und Medical Advisor auf jeden Fall funktioniert. Ach ja, Pflegegelduntersuchung und sowas aehnliches fuer die Oesterreicher habe ich auch schon gemacht.
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
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Roni
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Roni »

DaChris77 hat geschrieben:Ausländische Behörden sind nicht so sehr auskunftsfreudig... ...vor allem nicht wenn es Arbeit bedeutet
schon wieder so ein sinnfreier Beitrag :roll:

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

Nö, nur meine Erfahrungen mit dem Ausland.

Man muss den Behörden ja nicht alles auf die Nase binden.


Meine Gläubiger aus D haben es in 9 Jahren nicht geschafft irgendwelche Informationen über mich von Thailand bzw. Schweiz zu erhalten, obwohl ich mich weder verstecke noch sonstwas unternehme um "unterzutauchen". Es besteht einfach kein Interesse dass Geld in andere Länder abfliesst. Würde ich freiwillig nicht zahlen oder Informationen herausgeben, könnten die GL garnichts tun.

Roni
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Roni »

Man muss den Behörden ja nicht alles auf die Nase binden.
in o.g. Fall aber schon, sonst könnte man ein Prpblemchen wegen Betrug bekommen.
Und deshalb ist es Unsinn wenn man sowas auch nur andeutet :!: :!:

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

Die Personen besitzen ja nur 50% und nicht 100%, können somit nicht über das Haus verfügen und auch kurzfristig das Geld erhalten.

Roni
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Roni »

DaChris77 hat geschrieben:Die Personen besitzen ja nur 50% und nicht 100%, können somit nicht über das Haus verfügen und auch kurzfristig das Geld erhalten.
das spielt doch keine Rolle, angeben muss man es trotzdem :roll:

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

und was passiert dann?

Die Arge sagt: Verkaufen, Geld verbrauchen, so lange gibts nix. Wie, wo und ob überhaupt zu verkaufen interessiert dabei recht wenig.

Wird das Objekt, da eigendlich unverkäuflich, zu einem sehr tiefen Preis verkauft, gibts noch den Vorwurf von Betrug usw.

Also im Endefekt nur Ärger und kein Geld.

Gerd aus Berlin
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Gerd aus Berlin »

Auch das ist alles falsch:
DaChris77 hat geschrieben:Die Arge sagt: Verkaufen, Geld verbrauchen, so lange gibts nix. Wie, wo und ob überhaupt zu verkaufen interessiert dabei recht wenig.
  • § 24 Abweichende Erbringung von Leistungen
    (5) Soweit Leistungsberechtigten der sofortige Verbrauch oder die sofortige Verwertung von zu berücksichtigendem Vermögen nicht möglich ist oder für sie eine besondere Härte bedeuten würde, sind Leistungen als Darlehen zu erbringen.
DaChris77 hat geschrieben:Wird das Objekt, da eigendlich unverkäuflich, zu einem sehr tiefen Preis verkauft, gibts noch den Vorwurf von Betrug usw.
Ist ein Haus nur zu Preis X verkäuflich, was ist dann Preis X? Der Verkehrwert!

Gibt es unterschiedliche Einschätzungen über den Verkehrswert, entscheidet zivil- wie sozialrechtlich am Ende ein angerufenes Gericht - nicht die Aussage: "Es ist eigentlich unverkäuflich, deshalb darf ich es verschleudern!" oder so!

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Das Haus der Tochter zu schenken führt 10 Jahre lang zur Verpflichtung, es wieder zurückzufordern, bevor man Sozialhilfe erhält oder Grundsicherung im Alter:
BGB § 528 Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers
(Respektive fordert es das Sozialamt zurück qua Übergang von Ansprüchen.)

PPS. Nachvollziehbare Kosten für Verwaltung und Verkauf des Hauses mindern den anrechenbaren Verkaufserlös.
Recht beratungsresistant
ist und bleibt der Querulant.

"I’m a poet, and I know it,
hope I don’t blow it." Bob Dylan

DaChris77
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von DaChris77 »

So einfach klingt das wenn die Immobilie in D steht.

Steht das Objekt im Ausland, hier z.b. Sapnien, dann sind noch die Landsvorschriften zu beachten.

Ich finde zwar derzeit keinen Link, aber von einem Bekannten weiss ich dass es gar nicht so leicht ist ein Objekt wieder zu verkaufen, zumal es nicht 100% im Eigenbesitz ist.
Je nachdem wo sich das Objekt befindet muss es erst eine Erlaubnis zum Verkauf durch die Behörden geben, zudem müssen alle Eigentümer zustimmen und alle Gebühren und Steuern im Vorraus bezahlt werden. Das Verfahren ist zudem recht langwierig und auch teuer, speziell bei Ausländern.

Vielleicht wäre es sinnvoll mit dem vorherigen Besitzer über eine Rücknahme zu reden.

Zudem sollte man berücksichtigen das es in Spanien derzeit wirtschaftlich weniger gut aussieht und die Immobilienpreise je nach Region doch stark gefallen sind. Zudem kommt Renovierungsstand usw. Aus der Frage lässt sich schliessen dass die Bewohner offenbar nicht so viel Geld hatten, was dann wohl auf einen entsprechenden Objektzustand schliessen lässt.

Zudem bezweifle ich dass es eine deutsche Behörde schafft eine im Ausland an eine andere Person überschriebene Immobilie (Sofern diese nicht in D wohnt) "zurückzuholen". Die Arge könnte höchstens die Leistung verweigern, aber verhungern und auf der Strasse sitzen lassen darf sie die Menschen ja auch nicht.

Wird wohl ggf. nur der langwierige und kostenintensive Klageweg bleiben, wobei dieser ja den deutschen Steuerzahler doppelt kostet, da ja beide Seiten vom Staat bezahlt werden. Im Prinzip klagt der Staat ja gegen sich selbst (von den Kosten her gesehen).

Vielleicht erkennt ja die Arge nach Schilderung der Situation einen Totalverlust an, das wäre das einfachste.

Ich kenne einige Fälle von Rückwanderern wo dies im Endeffekt so ausgegangen ist. Die Arge hat die Kosten, die alleine für Übersetzungen und Anwälte vor Ort "drauf" gegangen wären sowie der imense Zeitaufwand, kalkuliert und dann verzichtet. Diese Fälle waren teilweise auch in der EU, sogar in Frankreich.
Deutsches Recht gilt halt im Ausland nicht sehr viel.

Dummerchen
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Re: von Spanien nach Deutschland-Eigentum überschreiben

Beitrag von Dummerchen »

DaChris77 hat geschrieben:Die Arge sagt: Verkaufen, Geld verbrauchen, so lange gibts nix. Wie, wo und ob überhaupt zu verkaufen interessiert dabei recht wenig.
Ich kenne einige Fälle von Rückwanderern wo dies im Endeffekt so ausgegangen ist. Die Arge hat die Kosten, die alleine für Übersetzungen und Anwälte vor Ort "drauf" gegangen wären sowie der imense Zeitaufwand, kalkuliert und dann verzichtet. Diese Fälle waren teilweise auch in der EU, sogar in Frankreich.
:roll:
Vielleicht entscheidest du dich im naechsten Thread einfach mal vor dem Posten, welche Richtung du tendenziell einschlagen moechtest.
Deutsches Recht gilt halt im Ausland nicht sehr viel.
:shock: Nich wahr, nich?
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