Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

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wusel70
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Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von wusel70 » 01.09.15, 07:10

Hallo,

wenn man zur Rente die Grundsicherung beantragen muss, ist da das Amt im Recht, wenn es den Rückkaufswert ener Todesfallversicherung anrechnet? Bzw. muss man diese versicherung zurückkaufen?

Tastenspitz
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Tastenspitz » 01.09.15, 07:49

Todesfallversicherungen bzw. Risikolebensversicherungen haben keinen Rückkaufswert. Also geht es vermutlich um eine BAV oder Kapitallebensversicherung - richtig?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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wusel70
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von wusel70 » 01.09.15, 07:53

Nein es steht obendrüber Todesfall-collect.

und diese wird NUR bei Todesfall ausgezahlt, also sie hat kein Laufzeitende. Und dennoch kann man sie zurückkaufen.

SusanneBerlin
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von SusanneBerlin » 01.09.15, 08:16

wusel70 hat geschrieben:Nein es steht obendrüber Todesfall-collect.

und diese wird NUR bei Todesfall ausgezahlt, also sie hat kein Laufzeitende. Und dennoch kann man sie zurückkaufen.
Das Aufrechterhalten der Versicherung kommt also nur den bestattungspflichtigen Angehörigen bzw. den Erben zugute und nicht dem Hilfebedürftigen. Die Grundsicherung ist jedoch nicht dafür gedacht, dass Rücklagen aufrechterhalten werden, die den Erben zugute kommen.

Der Rückkauf der Versicherung kann nicht erzwungen werden, der Leistungsträger wird nur den Rückkaufwert entsprechend als Vermögen berücksichtigen bei der Berechnung des Hilfebedarfs.

Ob man die Versicherung dann zurückkauft oder sich dann finanziell entsprechend einschränkt, damit die Angehörigen etwas zu erben haben, bleibt dem Hilfebedürftigen selbst überlassen.
Grüße, Susanne

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Tastenspitz » 01.09.15, 08:24

Letztlich ist es angespartes Geld des Antragstellers und wird somit angerechnet. Grundsicherung ist halt nunmal keine Rente sondern eine Sozialleistung.
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von wusel70 » 01.09.15, 08:30

angespartes geld? Er bekommt es ja nicht, sondern der Erbe für die beerdigung! :o

Tastenspitz
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Tastenspitz » 01.09.15, 08:57

Das ändert nmE. nichts. Das Geld gehört dem Antragsteller. Egal wer letztlich Begünstigter ist.
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von ktown » 01.09.15, 09:37

Wenn es sich nicht um eine spezielle Sterbegeldversicherung handelt, dann ist dies der Grundsicherung anzurechnen und nicht schützenswert. Die Erlebens- und Todesfallversicherungen sind von ihrem vertraglichen Zuschnitt her kapitalbildende Lebensversicherungen, denen die besondere Zweckbestimmung in Bezug auf eine Bestattung und/oder auf eine Grabpflege nicht innewohnt.
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Ronny1958 » 01.09.15, 10:41

Ein angemessener Betrag für die eigene Bestattung (ca. 3000 €) unterliegt der Nichtanrechnung.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von wusel70 » 01.09.15, 16:37

also der Tod ist mit 2500€ versichert und der Rückkaufswert beträgt derzeit 500€.

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Ronny1958 » 01.09.15, 18:08

Dann sollte der Betrag anrechnungsfrei bleiben. Ist jedenfalls in Hessen so.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von compi57 » 02.09.15, 11:33

Das mit dem angemessenen Betrag für eine Bestattung betrifft den Fall, wenn ein Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen geschlossen wurde.

Ansonsten ist der Rückkaufwert im Rahmen der Vermögensfreibetrages von 2.600 Euro (falls älter als 60 Jahre) zu bewerten, wenn die 500 Euro der einzige Betrag sind und nicht noch ein Sparbuch von 2.600 Euro existiert, sollte es unproblematisch sein.

Gruß
C.

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von wusel70 » 02.09.15, 11:37

nein weiter exsistiert nix.

kann man die Freigrenze irgendwo nachlesen? Nur im fall sie wollen es doch anrechnen, damit mansich wehren kann.

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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von ktown » 02.09.15, 12:07

wusel70 hat geschrieben:nein weiter exsistiert nix.

kann man die Freigrenze irgendwo nachlesen? Nur im fall sie wollen es doch anrechnen, damit mansich wehren kann.
Also wird hier über ungelegte Eier diskutiert?
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Re: Grundsicherung-Rente-Todesfallversicherung

Beitrag von Ronny1958 » 02.09.15, 19:29

Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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