Transport für Behinderte

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

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Shaqour
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Transport für Behinderte

Beitrag von Shaqour »

Beispiel:

Person X ist gehbehindert (Merkzeichen G, H, B), Pflegestufe III

Person X muss in den nächsten Monaten zu diversen Ärzten und zum Physiotherapeuten.

Um die Wohnung verlassen zu können, benötigt dieser Assistenz. Außerdem sind die Ärzte nicht in der Nähe seiner Wohnung, d.h. er muss gefahren werden.

Die Krankenkassen lehnte Anträge auf Krankentransport ab und den Tele-Bus kann Person X nicht für (regelmäßige) Arztbesuche benutzen.

Gibt es andere Leistungsträger, die hier helfen können? Es geht um die Kostenübernahme.
FM
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von FM »

Zuständig ist die Krankenkasse. Pflegestufe III und Merkzeichen H sprechen - allerdings nicht zwingend - für einen Anspruch.

Falls die Begründung der Ablehnung fehlerhaft ist, legt man Widerspruch ein.
ExDevil67
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von ExDevil67 »

Shaqour hat geschrieben:und den Tele-Bus kann Person X nicht für (regelmäßige) Arztbesuche benutzen.
Was bitte ist ein Tele-Bus?

Und warum sollte der nicht nutzbar sein?
FM
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von FM »

Es gibt oft kommunale Regelungen zu Freifahrten für Behinderte mit entsprechenden Fahrdiensten, aber dabei sind Fahrten zum Arzt oft ausgenommen (eben weil dafür bereits die Krankenkassen zuständig sind).
SusanneBerlin
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von SusanneBerlin »

Bei immobilen Patienten machen Physiotherapeuten Hausbesuche.
Grüße, Susanne
RHW
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von RHW »

Hallo Shqour,

bei Pflegestufe III übernimmt die Krankenkasse die notwendigen Fahrten zu Ärzten und Therapeuten. Folgende Voraussetzungen prüft die Krankenkasse:

- Pflegestufe II oder III liegt vor

- Fahrten wurden vorher beantragt

- der Arzt hat die Krankenvbeförderung und das notwendige Verkehrsmittel vorher verordnet

- die ärztliche Behandlung und die Therapie werden von der Krankenkasse bezahlt (keine Privatbehandlung)

Was gibt die Krankenkasse genau als Ablehnungsgrund an?

Gruß
RHW
mondbein
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von mondbein »

RHW hat geschrieben:Hallo Shqour,

bei Pflegestufe III übernimmt die Krankenkasse die notwendigen Fahrten zu Ärzten und Therapeuten. Folgende Voraussetzungen prüft die Krankenkasse:

- Pflegestufe II oder III liegt vor

- Fahrten wurden vorher beantragt

- der Arzt hat die Krankenvbeförderung und das notwendige Verkehrsmittel vorher verordnet

- die ärztliche Behandlung und die Therapie werden von der Krankenkasse bezahlt (keine Privatbehandlung)
Kannst du mir sagen, ob das für Privatversicherte auch gilt? Vielen Dank im Voraus!
FM
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von FM »

Kannst du mir sagen, ob das für Privatversicherte auch gilt? Vielen Dank im Voraus!
Das hängt davon ab, ob der Privatversicherte diese Leistungsart in seinem Vertrag mit versichert hat.
RHW
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Re: Transport für Behinderte

Beitrag von RHW »

Hallo Mondbein,

bei Privatversicherten sind alle Leistungen der Pflegeversicherung wie bei GKV-Versicherten.

Fahrkosten gehören aber zur Krankenversicherung. In der Krankenversicherung ist bei Privatversicherten immer der abgeschlossene Vertrag maßgebend. Am besten das Kleingedruckte komplett durchgehen und bei allen Unklarheiten eine schriftliche Auskunft der Versicherung einholen.

Bei Fahrlosten leisten viele Privatversicherungstarife weniger als die gesetzlichen Krankenkassen.

Gruß
RHW
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