Midijob, Minijob und freiberuflich

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

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Laika30
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Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von Laika30 »

Hallo!

Mal angenommen eine Person ist derzeit Freiberufler und privat krankenversichert. Um in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, könnte sie einen Midijob mit ca. 10 Std. annehmen. Dadurch wäre sie dann gesetzl. sozialversicherungspflichtig. Um das Gehalt zu steigern, würde die Person dann als Nebenjob weiterhin 4-5 Stunden freiberuflich arbeiten und zusätzlich einen Minijob mit 5-6 Stunden annehmen. Solange der Midijob mehr Stunden hat und das meiste Geld bringt als die einzelnen Nebentätigkeiten, gilt er als Hauptjob...oder gäbe es womöglich Probleme mit der Krankenkasse?

LG
Laika

Baden-57
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Re: Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von Baden-57 »

Wie alt?
Bei über 55 fast nicht mehr möglich.

Midijobs: Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro im Monat und 850,00 Euro im Monat regelmäßig nicht überschreitet.
Bei mehreren Beschäftigungsverhältnissen ist das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt maßgebend..
Damit wäre der weitere " Minijob mit 5-6 Stunden" nicht möglich, es sei denn, dass beide "Jobs" 850€ mtl. nicht übersteigen.

Ob die GKV Midijob, Minijob und noch die freiberufliche Tätigkeit so akzeptieren, habe ich bedenken, denn auch für die GKV könnte dies so aussehen, als ob man gesetzliche Vorschriften versucht zu umgehen, um den Wechsel in die GKV zu ermöglichen.
Letztendlich entscheidet dies die GKV selber.

Laika30
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Re: Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von Laika30 »

Alter unter 55.

Neben einem Job in der Gleitzone darf man einen Minijob ausüben, ohne, dass dieser angerechnet wird. Auch wenn das Gesamteinkommen 850€ übersteigt. Erst ein zweiter Minijob würde angerechnet. Da wäre jetzt die Frage, ob das Gehalt aus der freiberufl. Tätigkeit als 2. Minijob gilt??
Oder wenn neben dem Midijob nur freiberuflich gearbeitet wird (ohne Minijob) - wird das dann angerechnet oder nicht? :shock:
Wo kann man sich wegen sowas beraten lassen? Bei der Krankenkasse?

LG

P.S.: Außerdem ist so etwas durchaus rechtens, um aus der privaten KV auszutreten.

Baden-57
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Re: Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von Baden-57 »

Laika30 hat geschrieben:Alter unter 55.

Neben einem Job in der Gleitzone darf man einen Minijob ausüben, ohne, dass dieser angerechnet wird. Auch wenn das Gesamteinkommen 850€ übersteigt. ##

Das ist so nicht richtig.


Erst ein zweiter Minijob würde angerechnet. Da wäre jetzt die Frage, ob das Gehalt aus der freiberufl. Tätigkeit als 2. Minijob gilt??

Bei einer freiberuflichen Tätigkeit gibt es kein Gehalt, denn Gehalt oder Lohn gibt es nur aus nichtselbstständiger bzw. abhängiger Beschäftigung.

Oder wenn neben dem Midijob nur freiberuflich gearbeitet wird (ohne Minijob) - wird das dann angerechnet oder nicht? :shock:
Wo kann man sich wegen sowas beraten lassen? Bei der Krankenkasse?

Natürlich, GKV

LG

P.S.: Außerdem ist so etwas durchaus rechtens, um aus der privaten KV auszutreten.

winterspaziergang
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Re: Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von winterspaziergang »

Laika30 hat geschrieben:...würde die Person dann als Nebenjob weiterhin 4-5 Stunden freiberuflich arbeiten ...oder gäbe es womöglich Probleme mit der Krankenkasse?

Das eventuelle Problem hängt von der Art des "freiberuflichen Jobs" ab. Wenn der bislang der Hauptberuf war und der Betreffende gemeldet ist, müsste es vielleicht eine offizielle Veränderung geben, auch wenn es kein Gewerbe ist, das man abmelden kann.

Sonst hat der "Freiberufler" nur eine schlechte Auftragslage und nimmt eben zwei Nebenjobs an- das führt nicht automatisch zur Veränderung des Versichertenstatus.

dr-oetker
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Re: Midijob, Minijob und freiberuflich

Beitrag von dr-oetker »

Hallo!

Wäre es nicht das einfachste, einen "normalen" SV-pflichtigen Job, d.h. oberhalb der Gleitzone (also ab 850,01 €) anzunehmen? Daneben kann die Person problemlos einen Minijob haben, und die nebenberufliche Selbständigkeit fällt (bei dem genannt niedrigen Umsatz und Arbeitsaufwand) auch nicht ins Gewicht. Oder?
Korrigiert mich einfach, wenn ich falsch liege ;)

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