Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

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o0Julia0o
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Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 18:27

hi,

ich bin gesetzlich Krankenversichert. Ich bat meinen Arzt bzw. die Büromitarbeiter darum mir eine Aufstellung über alle Diagnosen- und Behanldungen auszudrucken. Am Telefon. Das haben die auch gemacht. Die wollten aber noch die Krankenversicherungskarte haben. Ich bin dann ein paar Tage später zum Arzt(bwz. zu den Büromitarbeitern gegangen). Beim Arzt selbst war ich gar nicht drin - wozu auch. Sie haben mir dann einen solchen Ausdruck auch gegeben(der dort schon bereit lag), nachdem sie meine Krankenkarte eingelesen ahben.

Dort stand dann für das Datum, zu dem ich angerufen hatte jedoch eine Diagnose drin: ""gesichert XY". Ich war von Jahren mal wegen XY da. Jetzt aber keine Probleme mehr deswegen. Und wie gesagt, gar nicht beim Arzt drin. Und als Datum haben sie das Datum meines Telefonates gewählt für die Diagnose. Auch der Ausdruck ist vom Datum des Telefonats - steht dort auf dem Ausdruck drauf.

Der Arzt hat also eine Diagnose gestellt, ohne, dass er mich gesprochen oder gesehen hat. Und ohne dass ich 1 Wort über irgendwelche Probleme gesagt hätte. Und rechnet das mit der Krankenkasse ab. Das ist doch Versicherungebetrug. Darüberhinaus steht jetzt Unfug in meiner Krankenakte.

Was kann ich dagegen tun? Ich würde das natürlich auch gerne aus meiner Krankenakte entfernt haben. Steht so etwas einmal drin, ist es unlöschbar? Würde dem Arzt die Lizens entzogen, weil ihm so Versicherungsbetrug vorgeworfen würde oder kann ich den Fehler korrigieren lassen?

lieben Dank

ratlose mama
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von ratlose mama » 06.02.17, 19:00

Sicher nicht richtig vom Arzt.

Aber wäre es dir lieber gewesen, wenn du für das Ausdrucken der Diagnosen/Behandlungen eine Gebühr von 20 € oder mehr verlangt hätte?

Das Ausdrucken von Teilen der Patientenakte ist keine kostenlose Serviceleistung des Arztes. Weder er noch seine netten Damen am Empfang arbeiten kostenlos

Evariste
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von Evariste » 06.02.17, 19:08

o0Julia0o hat geschrieben:hi,

ich bin gesetzlich Krankenversichert. Ich bat meinen Arzt bzw. die Büromitarbeiter darum mir eine Aufstellung über alle Diagnosen- und Behanldungen auszudrucken. Am Telefon. Das haben die auch gemacht. Die wollten aber noch die Krankenversicherungskarte haben. Ich bin dann ein paar Tage später zum Arzt(bwz. zu den Büromitarbeitern gegangen). Beim Arzt selbst war ich gar nicht drin - wozu auch. Sie haben mir dann einen solchen Ausdruck auch gegeben(der dort schon bereit lag), nachdem sie meine Krankenkarte eingelesen ahben.

Dort stand dann für das Datum, zu dem ich angerufen hatte jedoch eine Diagnose drin: ""gesichert XY". Ich war von Jahren mal wegen XY da. Jetzt aber keine Probleme mehr deswegen. Und wie gesagt, gar nicht beim Arzt drin. Und als Datum haben sie das Datum meines Telefonates gewählt für die Diagnose. Auch der Ausdruck ist vom Datum des Telefonats - steht dort auf dem Ausdruck drauf.

Der Arzt hat also eine Diagnose gestellt, ohne, dass er mich gesprochen oder gesehen hat. Und ohne dass ich 1 Wort über irgendwelche Probleme gesagt hätte. Und rechnet das mit der Krankenkasse ab. Das ist doch Versicherungebetrug. Darüberhinaus steht jetzt Unfug in meiner Krankenakte.

Was kann ich dagegen tun? Ich würde das natürlich auch gerne aus meiner Krankenakte entfernt haben. Steht so etwas einmal drin, ist es unlöschbar? Würde dem Arzt die Lizens entzogen, weil ihm so Versicherungsbetrug vorgeworfen würde oder kann ich den Fehler korrigieren lassen?

lieben Dank
Eigentlich sind das 2 Themen:

1. Unrichtige Einträge in der Krankenakte: Hier besteht ein Rechtsanspruch des Patienten auf Korrektur.

2. Die falsche Abrechnung: hier könnte Abrechnungsbetrug vorliegen - oder auch nicht. Wenn die Praxis für den Patienten tätig wird, muss sie ja irgendwas abrechnen, vielleicht hat man hier das erste Beste genommen, was halt nicht passt. Übrigens ist der Krankenkasse dadurch m. W. kein Schaden entstanden, nur den anderen Ärzten, weil die aufgrund der Abrechnung nun weniger bekommen. Der Geldtopf, aus dem die Kassenärztliche Vereinigung die Ärzte bezahlt, bleibt immer gleich.

Mit "Versicherungsrecht" hat das Ganze nicht zu tun, da es nicht um eine private Versicherung geht - sollte man ins Forum "Arzt-, Zahnarzt- und Medizinrecht" verschieben.

o0Julia0o
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 20:05

ratlose mama hat geschrieben: Aber wäre es dir lieber gewesen, wenn du für das Ausdrucken der Diagnosen/Behandlungen eine Gebühr von 20 € oder mehr verlangt hätte?
Ja. Das hatte ich ihm vorgeschlagen am Telefon. So hätte ich mir die Fahrt gesparrt. Wäre insgesamt sogar noch günstiger gewesen. 10€ hatte ein anderer Arzt verlangt. Aber sie bestanden auf das Vorbeibringen der Karte.
ratlose mama hat geschrieben: Das Ausdrucken von Teilen der Patientenakte ist keine kostenlose Serviceleistung des Arztes. Weder er noch seine netten Damen am Empfang arbeiten kostenlos
Na klar. Darum geht es ja auch nicht. Aber er hat eine Diagnose einer Krankheit abgerechnet. Das ist eine Lüge. Und steht nun in meiner Krankenakte. Und kostet alle Versicherten auch mehr Geld, als einen Ausdruck abzurechnen.

Für einen Ausdruckt gibt es: Kostenpauschale für Versandmaterial.... einschließlich Kosten für die Übermittelung.

Auch wurde die quartalmässige Pauschale "Zusatzpauschale zu den Gebührenodrnungspositionen..."(03003) abgerechnet. Da bin ich mir unsicher, ob der Arzt das darf, wenn sie nur etwas ausdrucken. Aber das wäre das kleinere Übel für mich persönlich. Ich bin auch bereit 200€ zu bezahlen, wenn er die Krankenakte bereinigt, und die Position herauslöscht mit der Krankendiagnose, welche ja nicht stimmt. Mir entsteht nämlich auch ein Schaden. Ich kann bei Versicherungen Aufschläge bezahlen oder werde nicht angenommen. Ärgerlich. Nur deswegen brauchte ich die Diagnoseaufstellung. Und jetzt schreibt der mir ne Diagnose hinein. Kann ich wirklich nichts dagegegn tun? Irgendwie glaube ich habe ich keine Chance gegen den Rechtsanwalt von sonem Arzt. Der hat ja bestimmt 2-3 Stück davon am Start die alle das 20fache von meinem verdienen...
Zuletzt geändert von o0Julia0o am 06.02.17, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

winterspaziergang
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von winterspaziergang » 06.02.17, 20:52

o0Julia0o hat geschrieben: Dort stand dann für das Datum, zu dem ich angerufen hatte jedoch eine Diagnose drin: ""gesichert XY". Ich war von Jahren mal wegen XY da. Jetzt aber keine Probleme mehr deswegen. Und wie gesagt, gar nicht beim Arzt drin. Und als Datum haben sie das Datum meines Telefonates gewählt für die Diagnose. Auch der Ausdruck ist vom Datum des Telefonats - steht dort auf dem Ausdruck drauf.
Und man ist sich sicher, dass nicht der Auszug das Datum des Telefonat hat -ausgedruckt am ......2017- und die Diagnose als erwünschte Info des Auszugs der Krankenakte ist?

o0Julia0o
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 21:45

ja, die richtige Diagnose steht auch nochmal drauf - mit dem richtigem Datum von vor ein paar Jahren. Aber mit dem Telefonatsdatum "gesichert DiagnoseXY". Total ärgerlich. Bin wütend aber auch total fertig :(
Zuletzt geändert von o0Julia0o am 06.02.17, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.

winterspaziergang
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von winterspaziergang » 06.02.17, 21:46

o0Julia0o hat geschrieben: Auch wurde die quartalmässige Pauschale "Zusatzpauschale zu den Gebührenodrnungspositionen..."(03003) abgerechnet. Da bin ich mir unsicher, ob der Arzt das darf, wenn sie nur etwas ausdrucken. Aber das wäre das kleinere Übel für mich persönlich. Ich bin auch bereit 200€ zu bezahlen, wenn er die Krankenakte bereinigt, und die Position herauslöscht mit der Krankendiagnose, welche ja nicht stimmt. Mir entsteht nämlich auch ein Schaden. Ich kann bei Versicherungen Aufschläge bezahlen oder werde nicht angenommen. Ärgerlich.
verständlich- aber XY wenn das damals zutreffend war, ist ein Auszug, der das besagt nicht falsch und löschen darf der Arzt das genau deswegen nicht
Nur deswegen brauchte ich die Diagnoseaufstellung. Und jetzt schreibt der mir ne Diagnose hinein. Kann ich wirklich nichts dagegegn tun?
wenn die Diagnose damals zutraf nein. Dafür möchte Ihre Versicherung ja den Auszug.
Irgendwie glaube ich habe ich keine Chance gegen den Rechtsanwalt von sonem Arzt. Der hat ja bestimmt 2-3 Stück davon am Start die alle das 20fache von meinem verdienen...
klar, mindestens 2-3, meist unterhalten Praxen aber eigene Rechtsabteilungen. :ironie:
o0Julia0o hat geschrieben:]ja, die richtige Diagnose steht auch noch drauf - mit dem richtigem Datum von vor ein paar Jahren. Aber mit dem Telefonatsdatum "gesichert DiagnoseXY".
was soll dann falsch oder eine Lüge sein?

o0Julia0o
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 21:50

winterspaziergang hat geschrieben:
o0Julia0o hat geschrieben: verständlich- aber XY wenn das damals zutreffend war, ist ein Auszug, der das besagt nicht falsch und löschen darf der Arzt das genau deswegen nicht
Ich möchte nicht, dass die damalige Diagnose gelöscht wird. Die war ja korrekt. Da war ich auch beim Arzt. Sondern die Diagnose nach dem Telefonat mit der Bürokraft. Die ist nicht korrekt. Nichtmal einen Arzt gesprochen oder gesehen. Und auch nichts von irgendeiner Krankheit gesagt. Ich bin auch nicht krank. Ich wollte NUR den Ausdruck der Diagnose von vor ein paar Jahren. Und schwups, habe ich am Telefonatstag auch nochmal die gleiche Diangnose eingetragen bekommen wie vor ein paar Jahren! Unglaublich eigentlich.
winterspaziergang hat geschrieben:
o0Julia0o hat geschrieben: wenn die Diagnose damals zutraf nein. Dafür möchte Ihre Versicherung ja den Auszug.
Wie gesagt, ich möchte nichts gegen die alte Diagnose machen. Diese war ja tatsächlich so. Aber gegen die Diagnose nach dem Telefonat, welches nur beinhaltete, dass ich die Diagnoseaufstellung von der Praxis haben wollte. Ich öffne den Umschlag, lese dann zum Datum des Telefonats eine Diagnose. Hä? Ich war doch gar nicht beim Arzt an dem Tag. Schon jahrelang nicht. Wieso stellt der eine solche Diagnose?
winterspaziergang hat geschrieben: was soll dann falsch oder eine Lüge sein?
Ich habe angerufen bei den Telefonkräften(kein Arzt). Zuletzt war ich vor Jahren beim Arzt.
Ich habe folgendes etwa gesagt: Können sie mir bitte eine komplette Diagnoseaufstellung ausdrucken und zusenden? Antwort war: Ja, aber wir brauchen dazu die Versicherungskarte.
Diese habe ich dann ein paar Tage später vorbeigebracht.
Ich habe dann die Diagnoseaufstellung erhalten. Jedoch u.a. mit einem Eintrag vom Datum des Telefonats. Und zwar: eine Krankheitsdiagnose: "gesichert Diagnose XY".
Ich habe aber nie am Telefon gesagt, dass ich krank bin. Bin ich ja auch nicht. Auch hat mich der Arzt weder am Telefon gesprochen noch am Tag gesehen/gesprochen, wo ich den Ausdruckt(Druckdatum vom Telefonat) abgeholt habe.
Zuletzt geändert von o0Julia0o am 06.02.17, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.

winterspaziergang
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von winterspaziergang » 06.02.17, 22:00

o0Julia0o hat geschrieben: Ich möchte nicht, dass die damalige Diagnose gelöscht wird. Die war ja korrekt. Da war ich auch beim Arzt. Sondern die Diagnose nach dem Telefonat mit der Bürokraft. Die ist nicht korrekt. Nichtmal einen Arzt gesprochen oder gesehen. Und auch nichts von irgendeiner Krankheit gesagt. Ich bin auch nicht krank. Ich wollte NUR den Ausdruck der Diagnose von vor ein paar Jahren. Und schwups, habe ich am Telefonatstag auch nochmal die gleiche Diangnose eingetragen bekommen wie vor ein paar Jahren! Unglaublich eigentlich.
das lässt sich hier nicht beantworten.
Man kann z.B. zu seiner KK gehen, die kann den Auszug prüfen und klären, ob da wirklich eine neue Diagnose gestellt wurde oder ob die alte Behandlungsdiagnose als alte Behandlungsdiagnose da steht.

o0Julia0o
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 22:03

winterspaziergang hat geschrieben:
o0Julia0o hat geschrieben: Man kann z.B. zu seiner KK gehen, die kann den Auszug prüfen und klären, ob da wirklich eine neue Diagnose gestellt wurde oder ob die alte Behandlungsdiagnose als alte Behandlungsdiagnose da steht.
Die alte Diagnose steht dort. Jedoch mit dem alten Datum(von vor ein paar Jahren). Die neue Diagnose(die Lüge) steht dort mit dem Datum vom Telefonat. Da ist doch unrechtens, oder irre ich jetzt?

Nehmen wir mal an, ich wäre dein Arzt. Jetzt schreibe ich dir für heute irgendeine Diagnose auf, obowhl du nicht mit mir gesprochen hast. Du hast lediglich bei den Arzthelferinnen am Telefon nach einer Diagnoseaufstellung der bisherigen Diagnosen gefragt. Dann würdest du doch auch blöd gucken.

gmmg
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von gmmg » 06.02.17, 22:29

@o0Julia0o, du kannst das hier lange diskutieren, doch das wird an den Tatsachen nichts ändern. Du wirst nicht umhin kommen dich an den Arzt zu wenden. Das geht auch schriftlich und man kann einfach darauf hinweisen, dass am Tag des Audrucks keine Untersuchung stattgefunden hat und die Diagnose Auswirkungen auf den Abschluss einer Versicherung hat. Der Arzt wird kaum gewusst haben welche Bedeutung der Auszug (auf den man übrigens einem Anspruch hat und maximal Kopierkosten zu tragen sind) und diese eine Diagnose hat. Jedenfalls würde ich mich ranhalten bevor die Abrechnungsdaten bei der KV landen, was eine Korrektur erschwert.

Evariste
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von Evariste » 06.02.17, 22:35

Wie gesagt, wenn in der Krankenakte etwas Falsches steht, besteht ein Berichtigungsanspruch, vgl. § 20 BDSG. Dieser kann wenn nötig auch gerichtlich durchgesetzt werden.

Einen Eintrag in der Form "<Datum> Diagnose XY gesichert" würde ich durchaus als falschen Eintrag sehen, wenn am fraglichen <Datum> nur ein Telefongespräch mit einer Sprechstundenhilfe stattgefunden hat (so habe ich es jedenfalls verstanden) - auch dann wenn die Diagnose irgendwann vorher mal richtig gewesen ist.

o0Julia0o
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von o0Julia0o » 06.02.17, 23:02

Ich war am besagten Tag nicht beim Arzt. Dafür habe ich auch Zeugen. Die könnten natürlich das Datum einfach ändern, auf den Tag, wo ich den Ausdruck abgeholt habe. Beim Arzt war ich dort auch nicht. Aber könnte der natürlich behaupten. Ob da eine Klage lohnt. Im Grunde kann der mir auch drohen einfach total viel quatsch dann aufzuschreiben, wenn ich nicht damit zufrieden bin und klagen würde. Ist halt sehr risikoreich die Angelegenheit. Boor hab ich ne Wut und bin gleicheitig sowas von am Boden. Aber gut zu wissen, dass ich im Recht bin.

gmmg
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von gmmg » 06.02.17, 23:19

Ich glaube du verennst dich da. Warum sollte dir dein Arzt etwas Schlechtes wollen - Ärzte sind normalerweise am Wohlergehen ihrer Patienten orientiert. Die Diagnose steht da wohl drauf weil man dir Kosten ersparen wollte, dass dir ein anderer Aspekt wichtiger ist kann ja keiner wissen.

BäckerHD
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Re: Arzt rechnet Diagnose mit KK ab - war nichtmal beim Arzt

Beitrag von BäckerHD » 07.02.17, 06:39

o0Julia0o hat geschrieben:Nehmen wir mal an, ich wäre dein Arzt. Jetzt schreibe ich dir für heute irgendeine Diagnose auf, obowhl du nicht mit mir gesprochen hast. Du hast lediglich bei den Arzthelferinnen am Telefon nach einer Diagnoseaufstellung der bisherigen Diagnosen gefragt. Dann würdest du doch auch blöd gucken.
Ganz schlechte Idee, Ihre hochstilisierten "Probleme" auf Diskussionsteilnehmer übertragen zu wollen, um damit die eigene Position zu stärken. Es sollte Ihnen doch wohl klar sein, dass sich - ganz zu Recht - niemand auf diese Art der Argumentation einlässt. Es wird sich wohl auch so schnell niemand finden, der Ihnen beispringt bei Ihrem Plan, dem Arzt nun die Hölle heiß zu machen und ihm die - wie Sie es nennen - "Lizens" (was auch immer das sein mag) entziehen zu lassen. Hier wird ganz einfach ein Missverständnis passiert sein, das es nun zu korrigieren gilt, ohne gleich so ein Theater zu inszenieren und sich drastische Sanktionen zusammenzuphantasieren, die den Arztz ereilen sollen, weil er Ihnen so Ungeheuerliches angetan hat...

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