Pensionskassen, Rente, Witwe, Krankenversicherung....

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

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prof_haase
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Pensionskassen, Rente, Witwe, Krankenversicherung....

Beitrag von prof_haase »

Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Thema Pensionskassen.
Also, es gib Mann (M), Frau (F), Kind 1 (K1) und Kind (K2). M hat eine entsprechende Versicherung wo er (vom Bruttogehalt) und sein AG Beiträge einzahlen. Folgende Fälle

Fall 1:
M erreicht das reguläre Rentenalter und geht „in Rente“. Er bezieht Rente aus der gesetzlichen RV. Aus der Pensionskasse bekommt er z.B. 100€
Von diesen 100€ muss er als Rentner (M liegt immer unter der BBMG) Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen. (Steuern lassen wir mal weg, es geht um das SGB)
1) Wie viel KV zahlt M von den 100€? Die vollen 100% der 50% die RV, 50% er?

Fall 2
M erreicht nicht das Rentenalter und stirbt vorher. F lässt sich nun die Pensionskasse von z.B. 10.000€ von Versicherung V auszahlen. F fällt durch K1 und K2 in die große Witwenrente, K1 und K2 bekommen Halbwaisenrente. F bekommt z.B. 550€ Witwenrente, wovon ja auch KV abgeführt wird. Nun muss F für die 10.000€ ja Krankenversicherung zahlen.
1) Wie viel? Die 14,6% (Pflegevers. lassen wir mal weg und Extrabeiträge auch, es geht um das Verständnis), oder 7,3% und die anderen 7,3% von der RV?
2) Steht F frei das Geld auf einen Schlag zu zahlen, oder muss sich F hier den Forderungen der Versicherung „beugen“?


Danke

Haase

Old Piper
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Re: Pensionskassen, Rente, Witwe, Krankenversicherung....

Beitrag von Old Piper »

Hallo prof_haase
prof_haase hat geschrieben:1) Wie viel KV zahlt M von den 100€? Die vollen 100% der 50% die RV, 50% er?
Warum sollte die RV "Ihren" Anteil an der KV zahlen für ein Einkommen, das gar nicht von ihr kommt?
prof_haase hat geschrieben:Fall 2
1) Wie viel? Die 14,6% (Pflegevers. lassen wir mal weg und Extrabeiträge auch, es geht um das Verständnis), oder 7,3% und die anderen 7,3% von der RV?
siehe oben
prof_haase hat geschrieben:2) Steht F frei das Geld auf einen Schlag zu zahlen, oder muss sich F hier den Forderungen der Versicherung „beugen“?
Bei der Einkommensanrechnung nach § 97 SGB VI werden derartige Zahlungen in ein fiktives mtl. Einkommen umgerechnet. Ich vermute mal ganz stark, dass die KV das ähnlich macht und daher mtl. Beiträge aus diesem fiktiven Einkommen berechnet. Die Beiträge werden dann natürlich auch mtl. fällig
MfG
Old Piper
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Behörden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mäßig, aber meistens rechtmäßig.

Evariste
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Re: Pensionskassen, Rente, Witwe, Krankenversicherung....

Beitrag von Evariste »

Rechtsgrundlage ist § 240 SGB V in Verbindung mit der Satzung der jeweiligen Krankenkasse. Siehe z. B. BSG, Urteil vom 27.01.2010 - B 12 KR 28/08 R.

Üblicherweise werden mit Einmalzahlungen durch 120 geteilt und darauf ein monatlicher Beitrag von 100% erhoben. Die 83 Euro pro Monat dürften aber unter der Geringfügigkeitsgrenze liegen, wenn außer der Witwenrente sonst keine Einnahmen vorliegen.

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