Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

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Kuschelwuschel
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 23.03.19, 14:00

SusanneBerlin hat geschrieben:Und wenn Sie behaupten, das Kind ist nicht von Ihnen, dann können Sie doch gar nicht wissen, ob es auf "normalen Weg" oder nicht normalen Weg gezeugt wurde.

So oder so, müssten Sie sich im Fall einer Vaterschaftsanfechtung eine bessere Begründung einfallen lassen. "Kind wurde im Krankenhaus vertauscht" kann ja jeder Vater behaupten. Und vor allem müssen es Anhaltspunkte sein, die erst in den letzten 2 Jahren aufgetaucht sind, denn nach 2 Jahren der Kenntnis ist der Anfechtungsgrund verjährt. Dass das Kind Unterhalt fordert, ist kein Grund für eine Vaterschaftsanfechtung. (BGB § 1600d )

Entschuldigung, ich habe mich wohl falsch ausgedrückt. Meine Vermutung bezieht sich nicht auf das Vertauschen des Kindes, sondern auf das Vertauschen meiner Spermaprobe.
Und das wäre ja nicht das erste mal, dass so etwas vertauscht wurde.

SusanneBerlin
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von SusanneBerlin » 23.03.19, 14:30

Als "Umstand, der gegen die Vaterschaft spricht" ist "es könnte ja sein" immer noch zu dünn, denn das trifft auf jedes Kind zu das jemals geboren wurde, dass der biologische Vater nicht derjenige ist, der in der Geburtsurkunde steht. Und das wäre sicherlich nicht das erste mal.
Grüße, Susanne

Hanomag
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Hanomag » 23.03.19, 22:22

SusanneBerlin hat geschrieben:2. Nein, aus der Berechnung des Studentenwerks geht nicht hervor, wieviel Unterhalt einer Studierenden von Ihren Eltern zusteht und das Studentenwerk macht auch keine Unterhaltsberechnungen.
Doch doch, man sieht den zustehenden (Gesamt-)Förderbedarf, von dem das - aus dem Einkommen der Eltern errechnete - anzurechnende Einkommen abgezogen wird. Wobei das anzurechnende Einkommen der Anteil ist, den die Eltern leisten müssen. Hierauf darf das Kindergeld angerechnet werden.
6. Ja Sie haben auch einen Anspruch auf die Einkommensnachweise der Mutter. Die Nachweise können Sie von Ihrer Tochter oder vom Anwalt der Tochter fordern.
Da bin ich mir nicht so sicher, die Tochter hat den für ihren Antrag. Der Vater muss sich möglicherweise mit einer Kopie des BAföG-Bescheides begnügen, der aber auch das Einkommen der Mutter auflistet.
Kuschelwuschel hat geschrieben:Ich werde auf die Unterlagen beharren, meine eigene Berechnung durchführen und dementsprechend zahlen.
Also ich würde statt auf die Einkommensnachweise der Mutter auf eine Kopie des BAföG-Bescheides bestehen.

Kuschelwuschel
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 24.03.19, 18:42

Erst einmal vielen Dank, für die tatkräftige Unterstützung. Und an erster Stelle Frau Susanne aus Berlin.



SusanneBerlin hat geschrieben:
Nachdem ich dem Anwalt geschrieben hatte, dass auch ich von ihm alle Unterlagen erwarte, die er von mir haben will, kam selbstverständlich prompt die Antwort.
Niemand hat im thread geschrieben, dass Sie die Vorlage der Einkommensnachweise verweigern dürfen, solange Sie keine Nachweise der Mutter haben und der Grund dafür liegt auf der Hand:
Wenn die Kindsmutter ebenfalls so verfahren würde, entsteht eine Pattsituation und das Kind könnte niemals Unterhalt verlangen.

Es wurde nur geschrieben, dass Sie die Zahlung verweigern dürfen, solange Sie nicht prüfen können, wie hoch der auf Sie entfallende Unterhalt ist.

Das habe ich doch auch gar nicht behauptet.

Ich habe nur die Faxen dicke, dass immer die Gegenseite alles fordert, selber aber nichts liefert. Und ich sehe langsam nicht mehr ein, warum ich als erster liefern soll, wo ich genau weiß, dass anschließend nichts kommt.



SusanneBerlin hat geschrieben:
Wenn die Kindsmutter ebenfalls so verfahren würde, entsteht eine Pattsituation und das Kind könnte niemals Unterhalt verlangen.
Klingt logisch, muss dann aber für beide Seiten gelten.

Nur mit dem kleinen Unterschied, dass angeblich alle von mir geforderten Unterlagen beim Anwalt liegen. Warum rückt er sie nicht raus?
Da kann es für mich nur einen Grund geben. Alles möglichst rausziehen, um so viel Geld wie möglich zu verdienen.

Ich werde mich trotzdem nicht drauf einlassen. Dann soll er mich verklagen.
Die Begründung möchte ich dann vor dem Richter hören, warum er die Herausgabe verweigert hat.

Ich habe bisher immer alles bezahlt, was zu bezahlen war, habe auch kund getan, dass ich es auch weiterhin machen werde.
Ab nächsten Monat werde ich unter Vorbehalt eine monatliche Summe bezahlen, den März dementsprechend nachzahlen und dann möchte ich den Richter sehen, der diesem Anwalt dann bei einer Klage Recht gibt.

Kuschelwuschel
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 24.03.19, 18:45

SusanneBerlin hat geschrieben:Als "Umstand, der gegen die Vaterschaft spricht" ist "es könnte ja sein" immer noch zu dünn, denn das trifft auf jedes Kind zu das jemals geboren wurde, dass der biologische Vater nicht derjenige ist, der in der Geburtsurkunde steht. Und das wäre sicherlich nicht das erste mal.

Das wird wohl genau so sein, wie Sie es beschreiben.

Dann werde ich wohl mit dieser Ungewissheit leben müssen.
Ich habe mich siebzehn Jahre um sie gekümmert, dann werde ich die nächsten drei Jahre auch noch hinbekommen.

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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 24.03.19, 18:53

Hanomag hat geschrieben:
6. Ja Sie haben auch einen Anspruch auf die Einkommensnachweise der Mutter. Die Nachweise können Sie von Ihrer Tochter oder vom Anwalt der Tochter fordern.
Da bin ich mir nicht so sicher, die Tochter hat den für ihren Antrag. Der Vater muss sich möglicherweise mit einer Kopie des BAföG-Bescheides begnügen, der aber auch das Einkommen der Mutter auflistet


Der ist ja vorhanden

Hanomag hat geschrieben:
Also ich würde statt auf die Einkommensnachweise der Mutter auf eine Kopie des BAföG-Bescheides bestehen.[/quote]


Den habe ich, allerdings auch der Anwalt.

Warum muss ich mich dann mit der Kopie vom BAföG Amt begnügen und der Anwalt nicht?
Ich hatte doch meine Unterlagen dort alle hin gesendet.

SusanneBerlin
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von SusanneBerlin » 24.03.19, 19:38

Ich habe mich siebzehn Jahre um sie gekümmert, dann werde ich die nächsten drei Jahre auch noch hinbekommen.
Wann wird die Tochter 18?
Dann wohnt die Tochter derzeit wohl bei der Mutter?
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 24.03.19, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 24.03.19, 19:42

SusanneBerlin hat geschrieben:Wann wird die Tochter 18?
Sie wird jetzt 21 Jahre alt.

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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von SusanneBerlin » 24.03.19, 19:45

Ach so. Das mit den 17 Jahren lang kümmern brachte mich auf diesen Trugschluss sie könnte 17 Jahre alt sein. Dann ist wohl eher die Trennung mit der Mutter 17 Jahre her.
Grüße, Susanne

Kuschelwuschel
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Kuschelwuschel » 24.03.19, 19:58

SusanneBerlin hat geschrieben:Ach so. Das mit den 17 Jahren lang kümmern brachte mich auf diesen Trugschluss sie könnte 17 Jahre alt sein. Dann ist wohl eher die Trennung mit der Mutter 17 Jahre her.
Nein, ich habe mich als Vater siebzehn Jahre lang um meine Tochter gekümmert. Wie man es als anständiger Vater macht.
Dann ist sie mit ihrer Mutter ausgezogen.

winterspaziergang
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von winterspaziergang » 24.03.19, 20:04

Kuschelwuschel hat geschrieben: Aber nachdem meine Tochter jetzt so dermaßen bösartig mit mir umgeht und ich nun auch von verschiedenen anderen Personen darauf aufmerksam gemacht werde und wurde, dass niemand in der Familie so einen bösen Charakter hat ...
Eine andere Erklärung wäre dieses hier:
Meiner Tochter ist allerdings so stur und von ihrer Mutter beeinflusst, ....
oder
.
.. selbst ihre Mutter, die sie jahrelang gegen mich aufgehetzt hat, versucht da jetzt schon zu schlichten. Und das soll schon was heißen..
Etwas spät und scheinheilig, wenn die Mutter beim Kind/Jugendlichen erst hetzt und nun bei der 21jährigen schlichten möchte.
und zum OT des TE
Warum müssen damit die Eltern oder der Staat belastet werden, damit der Studierte anschließend ein finanziell eher "besseres Leben" hat?
Es gibt tatsächlich Eltern, die ihre Kinder gern fördern, ihnen dieses bessere Leben ermöglichen wollen, stolz sind und sich an ihrem Erfolg freuen können, statt den Unterhalt als Last und Belastung zu sehen, die man schnellstmöglich ablegen sollte. Immerhin hat das Kind sich nicht ausgesucht, auf die Welt zu kommen.

Man kann das aber natürlich auch anders sehen.

Hanomag
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Re: Bafög abgelehnt, Aufteilung Unterhalt

Beitrag von Hanomag » 24.03.19, 22:29

Kuschelwuschel hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Also ich würde statt auf die Einkommensnachweise der Mutter auf eine Kopie des BAföG-Bescheides bestehen.
Den habe ich, allerdings auch der Anwalt.

Warum muss ich mich dann mit der Kopie vom BAföG Amt begnügen und der Anwalt nicht?
Ich hatte doch meine Unterlagen dort alle hin gesendet.
Möglicherweise will er prüfen, ob Du beim BAföG-Amt richtige Angaben gemacht hast? Von daher hast Du wohl recht mit der Gegenforderung.

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