Agentur forder Kontoauszüge, was wenn in Bar/Partner zahlt?

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winterspaziergang
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Re: Agentur forder Kontoauszüge, was wenn in Bar/Partner zah

Beitrag von winterspaziergang » 12.04.19, 17:03

Kalex hat geschrieben: In diesem Szenario heißt das dann allerdings auch, dass der Auszubildende nicht seine Kostenhälfte der Miete dem Partner überwiesen/gezahlt hat, da es im täglichen Leben so geregelt ist, dass die Miete komplett vom Konto des Partners abgeht, die auszubildende Person dafür aber andere Kosten des täglichen (Zusammen-)leben von ihrem Konto aus zahlt. Sprit und dergleichen.
Die Frage bleibt daher, ob der Partner - auch wenn er die gemeinsame Miete von beiden dem Vermieter bzw. den "Schwiegereltern in Spe" überweist - er der Agentur für Arbeit zur Auskunft verpflichtet ist, obwohl er selbst gar keine Leistungen beantragt hat.
Nein, der ohne Leistungsantrag muss nichts nachweisen. Die Agentur wiederum muss sich nicht mit Erklärungen zufrieden geben, die im fiktiven Fall die fiktive Annahme nahe legen, dass das fiktive Paar im Nachhinein was zurecht legt.

Menschen, die nicht zusammen wirtschaften, trennen die Kosten, Miete ist Miete und Sprit ist Sprit. Man verrechnet selten die Miete in Sprit und sonstigen Kosten des Zusammenlebens, weil das viel undurchsichtiger und komplizierter ist, als wenn man eben separat für alles 50% zahlt.
Es ist im fiktiven Fall auch ein Problem der Glaubwürdigkeit, wenn man dann auch noch an die fiktiven (Schwieger)Eltern in spe "zahlt" und alle sich darauf berufen, dass sie dem Amt nichts nachweisen müssen und den Leistungsempfänger halt hängen lassen, weil der doch keinen Anspruch gegen sie hat.
[Aber aus einer Geldabhebung ergibt sich noch keine nachweisbare Zahlung von Miete...
Wenn man am Monatsersten immer den Betrag der Miete abhebt, verbessert das aber die Glaubwürdigkeit der Barzahlung.
Richtig, aber die Eltern wurden nicht zur Vorlage eines entsprechenden Zahlungseingangs von der Agentur aufgefordert und auch das auszubildende Kind hat keinen für mich ersichtlichen Anspruch gegen seine Eltern, dass ihr dieser Nachweis zur Vorlage ausgehändigt wird.
Richtig, keinen Anspruch. Das bedeutet aber im Umkehrschluss keinen Anspruch an die Agentur, auf Zuruf Leistungen auszuzahlen
Die Frage war, wie oben schon nochmal erläutert, darauf bezogen, dass wenn man in bar gezahlt hat, man der Logik halber - sofern keine Quittungen gegeben wurden - hinterher keinen Nachweis in der Hand hat. Das ist dumm, aber theoretisch und rechtlich ja möglich.
Theoretisch sollte man immer daran denken, dass man nicht der erste ist, der die originelle Geschichte erzählt von Barzahlungen ohne Beleg oder dem Partner, der die Miete gezahlt hat, aber sich weigert Belege zu liefern und Eltern, die auch die Vermieter sind, die sich weigern, die Einnahmen zu bestätigen

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