Wie gehen die IHK vorgehen?

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Zafilutsche
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von Zafilutsche » 15.04.19, 09:21

Vor der Berufsausbildung und einer späteren Umschulung sollte doch der einfache "Schulabschluss" erreichbar sein.
Wenn ich das richtig sehe, kann man diesen Abschluß auch über die "Fernuni" also quasi überwiegend von "Zuhause" gemacht werden. :wink:

matthias.
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von matthias. » 15.04.19, 09:40

Könnte man nicht evtl, die IHK am Sitz dieses Anbieters einbinden. Dass die die Ausbildung anerkennen.

Letztlich muss man doch nur ne IHK finden, die einem die Ausbildung anerkennt.

FM
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von FM » 15.04.19, 10:39

Die örtliche Zuständigkeit ist festgelegt.

Siehe https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA001.pdf S. 10 § 10 Abs. 3

ExDevil67
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von ExDevil67 » 15.04.19, 11:49

Tastenspitz hat geschrieben: Ich verstehe immer noch nicht, weshalb das eine Umschulung sein soll. Es ist eine Ausbildung zur Industriekauffrau.
Ich vermute mal das das bei den entsprechenden Anbietern unter dem Stichwort Umschulung läuft und wenn da ein Sachbearbeiter der Meinung ist das dieses Angebot zielführend ist und er einen passenden Topf hat aus dem das bezahlt werden kann, warum nicht.
Das unter Umschulung allgemein verstanden wird jemanden in Beruf B auszubilden weil er seinen erlernten Beruf A nicht mehr ausüben kann, würde ich als sprachliche Feinheit einsortieren. Zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an solchen Kursen ist das afaik nämlich nicht.
FM hat geschrieben:Die örtliche Zuständigkeit ist festgelegt.

Siehe https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA001.pdf S. 10 § 10 Abs. 3
Geht aber auch von einer "fremden" IHK sich prüfen zu lassen. Wobei ich jetzt passen muss wie wo warum man das beantragen muss und bewilligt bekommt.

matthias.
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von matthias. » 15.04.19, 11:57

FM hat geschrieben:Die örtliche Zuständigkeit ist festgelegt.

Siehe https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA001.pdf S. 10 § 10 Abs. 3

Könnte man den Sitz des Anbieters bei einem Onlinekurs nicht als Ausbildungsort ansehen?

FM
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von FM » 15.04.19, 13:52

Wenn der Text der Musterordnung übernommen wurde, ergibt sich aus den Voraussetzungen genau eine Zuständigkeit - das kann die des Wohnortes sein, oder die des Ausbildungsortes, aber nicht wahlweise.

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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von Tastenspitz » 16.04.19, 05:54

ExDevil67 hat geschrieben:Zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an solchen Kursen ist das afaik nämlich nicht.
Wir wollen hoffen, dass die zwingenden Voraussetzungen (wie auch immer die sein mögen) hier gegeben sind. Sonst ist das Ausbildungsziel nicht zu erreichen resp. der Abschluss wird nicht vergeben.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

mariameme
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von mariameme » 16.04.19, 16:22

Sonst ist das Ausbildungsziel nicht zu erreichen resp. der Abschluss wird nicht vergeben.
Deswegen schlägt man sich ja mit der IHK herum.
Dem Anbieter ist das egal, gegen entsprechende Vergütung kann da jeder im Kurs sitzen...

Ich habe eine solche Externenprüfung (so dürfte das nämlich korrekt heißen) zur Bürokauffrau bei der IHK gemacht, um danach mit dem staatl. gepr. Betriebswirt weitermachen zu können. Der Kurs vorher ist sehr idR empfohlen, aber nicht dringend/immer benötigt - Zugangsvoraussetzung ist normalerweise, dass man das 1,5-fache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit für den Beruf bereits in diesem Beruf gearbeitet hat und das auch nachweisen kann.

Nur wenn man das nicht kann muss man über andere Weise versuchen zu belegen, dass man die berufliche Handlungsfähigkeit erreicht hat. Das wird hier der Fall sein. Und da akzeptiert die IHK halt nicht jeden Kurs. Schließlich soll jemand am Ende wirklich auch das Wissen mitbringen, das nötig ist. Die IHKs sind da wählerisch, das ist richtig. Aber eben auch aus gutem Grund...

Quelle:
http://www.perspektive-berufsabschluss.de/de/501.php
:engel:

Chavah
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Re: Wie gehen die IHK vorgehen?

Beitrag von Chavah » 21.04.19, 20:05

Wie mein Vorschreiber es dargelegt hat, kenne ich es auch. Es gibt einmal die Externenprüfung, wenn man in dem Beruf schon für den Zeitraum xy tätig war oder aber man muss den vorgeschriebenen Ausbildungsweg gehen. Über die Qualität der Ausbildung kann man trefflich streiten. Gerade in dem Berufsfeld, wenn wir eine überwiegend schulische Ausbildung haben. Die war zumindest so vor 10-15 Jahren (damals hatte ich über längeren Zeitraum immer mal wieder mit dieser Problematik zu tun) teilweise so grottenschlecht, dass die Absolventen selbst bei bestandener Prüfung einfach nicht unterkamen. Da gab es dann gefühlt mehr arbeitslose auf Kosten der Arbeitsagentur Umgeschulte als Pflastersteine in der Gass. Gleichzeitig suchten die Betriebe verzweifelt Fachleute mit betrieblicher Ausbildung.

Auch wenn der Schulungsplatz an einem PC ist, so heißt das ja noch lange nicht, dass da nur schon präparierte Aufgaben abgearbeitet werden. Ich vermute mal, dass da irgendwo noch jemand sitzt, der guckt, was man so macht, und gegebenenfalls auch Hilfestellungen gibt oder Anweisungen.

Anstelle hier einen (aussichtslosen) Krieg gegen die IHK zu führen, würde ich mich bewerben, auf Ausbildungsplatz, aber auch auf Gehilfenjobs. Gleichzeitig z.B. mal das Programm der Volkshochschule durchforsten. Schreibmachine schreiben, 10-Finger-blind lernen, evtl. Buchhaltungskurs mitmachen, einfach alles, was in diesen Bereich fällt, der dich interessiert. Und wenn die Abschlüsse da sind, dann sollte es auch mit einem Ausbildungsplatz klappen, der dir auch eine realistische Beschäftigungsaussicht gibt.

Chavah

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