Krankenkasse, MDK

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Moderator: FDR-Team

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Guschtl
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Krankenkasse, MDK

Beitrag von Guschtl » 27.08.19, 20:14

Bitte um eure Meinung, oder muss ich das bei Medizinrecht rein setzen???
Hatte 2008 Brustkrebs links, wurde Brusterhaltend operiert, seid dem Schmerzen in der Brust.
Nun 2018 Brustkrebs rechts, Mastektomie mit Expander, Invasiv lobulärer Brustkrebs, geht gern auf die andere Seite.
Nun hatte ich den Brustaufbau mit Eigenfett in einer OP. Ich habe sehr grosse Angst das es wieder kommt und hatte darum gebeten
um die Mastektomie auch auf der linken Seite, da die Brust sowieso angeglichen werden muss, da sie viel grösser ist.
Meine ganzen Ärzte waren auch dafür, war auch bei Psychoonkologen die mir auch recht gaben. Hab von der Krankenkasse zwei mal die Ablehnung bekommen.
zwei Tage vorher haben sie gesagt sie gehen von der Leitlinie S3 ab und zahlen mir die Mastektomie aber den Brustaufbau muss ich selber zahlen.
Ich habe das dann auch selber bezahlt, die Schmerzen die ich da gehabt habe seid 2008 sind jetzt weg.Aber es stinkt mir total dass ich das zahlen musste. Habe auch einen Gentest machen lassen, er ist negativ ausgefallen, aber Verdacht auf .... und sie gehen davon aus das ich die Mastektomie machen lasse und dadurch auch mehr Chancen habe.Was meint ihr dazu???? was soll ich machen, meint ihr ich sollte zum Rechtsanwalt????
LG Guschtl

Tastenspitz
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Tastenspitz » 28.08.19, 05:43

Guschtl hat geschrieben:
27.08.19, 20:14
muss ich das bei Medizinrecht rein setzen???
Wohl eher, aber auch da gibt es keine konkrete Beratung. Schon gar nicht in einem solchen komplexen SV ohne die Fallakten zu kennen. Daher ist der Gang zum Anwalt wohl das Mittel der wahl (Stichwort Erstberatung)
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Czauderna
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Czauderna » 28.08.19, 08:14

Hallo,
wie mein Vorschreiber schon ausführte - da geht wohl nichts ohne den Rechtsweg. So, wie geschildert wurde der Antrag in 2018/2019 abgelehnt. Gibt es darüber ein MDK-Gutachten und einen schriftlichen Bescheid ?.
Offenbar wurde dann im letzten Moment seitens der Kasse doch eine Kostenübernahme, zumindest teilweise, erklärt. Wurde gegen den Widerspruch eingelegt ?.
Wie geschrieben, das wird ohne einen Rechtsanwalt (Fachanwalt) nicht gehen.
Gruss
Czauderna

Guschtl
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Guschtl » 28.08.19, 11:25

Ich hatte vor 3 Wochen ein Telefonat bekommen ob ich mit der Leitlinie S3 einverstanden wäre und sie nur die Mastektomie zahlen und dürfte dann keinen Wiederspruch stellen und müsste dann den Brustaufbau selber zahlen. Ja was macht man da 2 Tage vor der geplanten OP, dann habe ich ja gesagt. Ich habe dann ein Schreiben bekommen wegen meiner Historie treffen sie eine Einzelentscheidung und sie zahlen die Mastektomie aber nicht den Brustaufbau, steht aber nicht da das ich keinen Wiederspruch einlegen darf. Habe natürlich Angst das die nachher sagen, so jetzt zahlen sie alles.

Czauderna
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Czauderna » 28.08.19, 12:54

Guschtl hat geschrieben:
28.08.19, 11:25
Ich hatte vor 3 Wochen ein Telefonat bekommen ob ich mit der Leitlinie S3 einverstanden wäre und sie nur die Mastektomie zahlen und dürfte dann keinen Wiederspruch stellen und müsste dann den Brustaufbau selber zahlen. Ja was macht man da 2 Tage vor der geplanten OP, dann habe ich ja gesagt. Ich habe dann ein Schreiben bekommen wegen meiner Historie treffen sie eine Einzelentscheidung und sie zahlen die Mastektomie aber nicht den Brustaufbau, steht aber nicht da das ich keinen Wiederspruch einlegen darf. Habe natürlich Angst das die nachher sagen, so jetzt zahlen sie alles.
Hallo,
ich selbst war 48 Jahre bei einer GKV-Kasse beschaeftigt - bei uns war es immer klar, das solche Sachen im Nachgang einer CA-Behandlung auch Sache der Kasse war und dann in voller Höhe bei Vertragsbehandlung.
Ich persönlich halte die Vorgehensweise der Kasse für fragwürdig, aber das nützt dir ja nun sehr wenig. Du wirst um einen Rechtsanwalt nicht herunkommen wenn du mehr haben willst als die Kasse dir "bewilligt" hat.
Gruss
Czauderna

Guschtl
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Guschtl » 28.08.19, 18:42

danke für die Antwort,
sie sagen es ist medizinisch nicht notwendig, da ich auf der Seite jetzt keinen BK hätte,. Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch????

SusanneBerlin
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von SusanneBerlin » 28.08.19, 19:02

Lass dich doch beim VDK beraten - und das so schnell wie möglich!
Grüße, Susanne

Czauderna
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Czauderna » 29.08.19, 08:40

Guschtl hat geschrieben:
28.08.19, 18:42
danke für die Antwort,
sie sagen es ist medizinisch nicht notwendig, da ich auf der Seite jetzt keinen BK hätte,. Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch????
Hallo,
da die "Kostenübernahmezusage" kein belastender Verwaltungsakt war wird es wohl keine Rechtsbehelfsbelehrung gegeben haben - insofern gilt hier 1 Jahr als Widerspruchsfrist, allerdings
würde ich nicht solange warten sondern gleich handeln und mir professionelle Hilfe holen.
Gruss
Czauderna

Guschtl
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Re: Krankenkasse, MDK

Beitrag von Guschtl » 29.08.19, 20:18

Vielen Dank für eure Antworten

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