Rollstuhlrampen

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

Stefanie145
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3706
Registriert: 18.02.05, 17:01

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Stefanie145 » 04.09.19, 12:09

Ich kenne es schon so, dass (einige) Krankenkassen auch eigene Hilfsmittel haben, die diese bei bestimmten Sanitätshäusern gelagert werden. Diese Sanitätshäuser kümmern sich dann um die Auslieferung, Abholung und Reinigung der Hilfsmittel bevor diese erneut verliehen werden. Die Hilfsmittel selber gehören jedoch der Krankenkasse. Die Pauschale an die Sanitätshäuser ist für die Dienstleistungen Auslieferung, Abholung, Einlagerung etc. und nicht für die Verleihdauer, welche oft ja auch nicht vorhergesagt werden kann.

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19541
Registriert: 05.07.07, 07:27
Wohnort: Daheim

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Tastenspitz » 04.09.19, 12:30

Czauderna hat geschrieben:
04.09.19, 11:25
wenn ein zurückgegebenes Hilfsmittel wieder neu eingesetzt werden soll, muss es erst durch den "TÜV" - ob eine gebrauchte Rollstuhlrampe diesen TÜV nach mehrjährigem Einsatz dann noch schaffen würde, das wäre die Frage.Gruss
TÜV für zB. Pflegebetten? Hör ich zum ersten Mal.
Eine Sicherheitsprüfung ja, ein E-Check wenn notwendig auch. Aber TÜV...? :shock:
Wo ist das den geregelt, wann welches Mittel vom TÜV abgenommen wird?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 16199
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von SusanneBerlin » 04.09.19, 12:47

TÜV für zB. Pflegebetten?
Ja sicher. Erstens sind die elektrisch, und 2. Medizinprodukte. :)

Einfach mal eine Suchmaschine bemühen, das wird z.B. auf der Seite vom https://www.tuev-sued.de/ ausführlich erklärt.
Grüße, Susanne

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19541
Registriert: 05.07.07, 07:27
Wohnort: Daheim

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Tastenspitz » 04.09.19, 13:02

SusanneBerlin hat geschrieben:
04.09.19, 12:47
Erstens sind die elektrisch
...deshalb der E-Check. Ist aber kein TÜV, das macht fast jeder Elektriker.
SusanneBerlin hat geschrieben:
04.09.19, 12:47
Medizinprodukte
Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Rampe kein Medizinprodukt nach Definition des Gesetzes ist. Insofern läuft der TüV Link für den SV hier ins Leere. Sorry.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Czauderna
FDR-Mitglied
Beiträge: 65
Registriert: 07.05.19, 09:44

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Czauderna » 04.09.19, 13:06

Hallo,
ich habe den Begriff TÜV extra mit "" versehen, weil sich da jeder Leser dann vorstellen kann, was mit Sicherheitsüberprüfung zu verstehen ist. Bei einigen Hilfsmittel muss es zwingend eine offizielle Sicherheitsüberprüfung sein, bei anderen auf jeden Fall eine interne (durch den Lieferanten - Vertragssache). Das jetzt gezielt bei einer Rollstuhlrampe der richtige TÜV ran muesste, das kann ich nicht sagen, weil sich ja das Problem sowieso nicht ergibt.
Gruss
Czauderna

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 16199
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von SusanneBerlin » 04.09.19, 13:18

Tastenspitz hat geschrieben:
04.09.19, 13:02
SusanneBerlin hat geschrieben:
04.09.19, 12:47
Erstens sind die elektrisch
...deshalb der E-Check. Ist aber kein TÜV, das macht fast jeder Elektriker.
SusanneBerlin hat geschrieben:
04.09.19, 12:47
Medizinprodukte
Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Rampe kein Medizinprodukt nach Definition des Gesetzes ist. Insofern läuft der TüV Link für den SV hier ins Leere. Sorry.
Ach ja.
Ich wollte keiner website den Vorzug geben, deshalb der Aufruf selbst zu googeln.

Nord und Süd:

https://www.tuev-nord.de/de/weiterbildu ... ebetten-a/

https://www.tuev-sued.de/akademie-de/se ... ht/4611032
Grüße, Susanne

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19541
Registriert: 05.07.07, 07:27
Wohnort: Daheim

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Tastenspitz » 04.09.19, 13:49

Wie gesagt, was die Pflegebetten anbelangt bin ich bei Ihnen. Das nicht der TÜV als TÜV sondern als Umschreibung gemeint war - geschenkt.
Aber die Rampe ist nmE. kein Medizinprodukt.
Insofern bringt das hier dem TE wenig.
Wenn die Rampe irgendwann irgendwo wieder mal montiert wird, macht derjenige dann eine Sicherheitsüberprüfung. Dazu reichte einfache Sachkunde evt. sogar nur Fachkunde. Kriterien könnten sein: Ruschfestigkeit, Neigungswinkel, Befestigung-Stabilität, Kennzeichnung, wasweißich...
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

hespo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: 27.12.05, 10:02

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von hespo » 05.09.19, 09:05

Tastenspitz hat geschrieben:
04.09.19, 13:49
Aber die Rampe ist nmE. kein Medizinprodukt.
Die EU ist da ein wenig schwammig (siehe https://eur-lex.europa.eu/legal-content ... 32017R0745):
„Medizinprodukt“ bezeichnet ein Instrument, einen Apparat, ein Gerät, eine Software, ein Implantat, ein Reagenz, ein Material oder einen anderen Gegenstand, das dem Hersteller zufolge für Menschen bestimmt ist und allein oder in Kombination einen oder mehrere der folgenden spezifischen medizinischen Zwecke erfüllen soll:

— Diagnose, Verhütung, Überwachung, Vorhersage, Prognose, Behandlung oder Linderung von Krankheiten,
— Diagnose, Überwachung, Behandlung, Linderung von oder Kompensierung von Verletzungen oder Behinderungen,
— Untersuchung, Ersatz oder Veränderung der Anatomie oder eines physiologischen oder pathologischen Vorgangs oder Zustands,
— Gewinnung von Informationen durch die In-vitro-Untersuchung von aus dem menschlichen Körper — auch aus Organ-, Blut- und Gewebespenden — stammenden Proben
Aus dem hervorgehobenen Teil würde ich zmd nicht ausschließen wollen, dass jemand eine Rollstuhlrampe als Medizinprodukt ansieht.

Czauderna
FDR-Mitglied
Beiträge: 65
Registriert: 07.05.19, 09:44

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Czauderna » 05.09.19, 10:04

Hallo,
für Interessierte - hier ein Link zum Hilfsmittelverzeichnis (Pflegehilfsmittel) - https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband. ... ktId=66268
Gruss
Czauderna

Zafilutsche
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5913
Registriert: 24.07.07, 09:47
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet

Re: Rollstuhlrampen

Beitrag von Zafilutsche » 09.09.19, 09:14

Hm- scheinbar wird das Thema Medizinprodukterecht kontrovers innerhalb der EU diskutiert.
Hier ein Zitat aus einem Artikel einer ÄrzteZeitung
Mit dem MPAnpG-EU soll darüber hinaus das nationale Medizinprodukterecht technisch an die EU-Vorgaben angepasst werden. Ab 26. Mai 2020 will die EU alle Medizinprodukte, nicht nur die neu einzuführenden, zertifizieren lassen.
Kontrovers diskutiert wird, ob es in der Europäischen Union dafür überhaupt ausreichend qualifizierte Prüfinstitute („Benannte Stellen“) gibt wie in Deutschland zum Beispiel TÜV und DEKRA
Demnach könnte es ab 05/2020 so aussehen, dass der TÜV/Dekra oder jemand einer anderen "Benannten Stelle" (zugelassenen Stelle) eine Genehmigung erteilen darf für die Hersteller solcher Medizinprodukte. (Fertigungsüberwachung/Baumusterprüfung/Einzelabnahmen usw.)
Ich glaube das das die "Nachwehen" von den Brust Implantaten sind (Verwendung ungeeigneter Werkstoffe) und die Politik sich den Schuh nicht anziehen möchte.
Wir driften aber von der ursprünglichen Fragestellung ab, wer die Bohrlöcher der demontierten Rollstuhlrampe verschließen muß bzw wer die Kosten hierfür tragen muß :roll:
Vielleicht könnte man ein "Rechtsgutachen" in Auftrag geben? (So machen das regelmäßig die öffentlichen Stellen auch, wenn es um wichtige Fragestellungen geht)

Antworten