Familienversicherung

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

Antworten
Micha-Nds
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 10.10.19, 12:15

Familienversicherung

Beitrag von Micha-Nds »

Hallo an alle,

A ist selbstständig, 58 Jahre und in der PKV versichert, seine Ehefrau ist in der GKV versichert.

A wird zum 31.12.2019 seine Selbstständigkeit aufgeben und somit zu 01.01.2020 ohne Beschäftigung sein (ein Anspruch auf ALG besteht nicht).
A möchte sich ab 01.01.2020 in der GKV über die Familienversicherung seiner Frau krankenversichern.
Pro Monat darf dann sein Gesamteinkommen nicht mehr als 445 Euro betragen oder bei einem Minijob 450 Euro pro Monat.

Wie sieht es aus wenn A dann im Januar oder Februar 2020 (oder später) ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis (Vollzeit)
eingeht:
Kann A dann in der GKV bleiben oder muss er sich dann doch wieder privat versichern?
Wo kann man die rechtlichen Vorschriften für o.g. Fall nachlesen?

Danke jetzt schon für Ihre Antworten.

Czauderna
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 156
Registriert: 07.05.19, 10:44

Re: Familienversicherung

Beitrag von Czauderna »

Hallo,
also, wenn wir davon ausgehen, dass ab dem 01.01.2020 die Familienversicherung in der GKV durchgeführt wird, dann ergibt sich folgende Lage. Wenn diese Familienversicherung endet, dann fragt die Krankenkasse den Betroffenen bzw. die Betroffene wie denn der Krankenversicherungsschutz ab dem Folgetag aussieht. Weist der/die Betroffene einen anderweitigen Krankenversicherungsschutz nach, egal ob PKV oder GKV, dann ist für die Krankenkasse die Sache erledigt. Wird kein anderweitiger Krankenversicherungsschutz nachgewiesen, dann setzt sich die Versicherung als eigene Versicherung im Rahmen der OAV (Obligatorische Anschlussversicherung) fort bei der bisherigen Krankenkasse - eine Vorversicherungszeit ist hier nicht erforderlich. Das heisst also auch, dass bei Aufnahme einer Tätigkeit als Arbeitnehmer auch die volle Krankenversicherungspflicht greift und das Alter keine Rolle spielt. Auch bei Aufnahme einer Tätigkeit als Selbständiger ändert nichts daran, dass die Anschlussversicherung in der GKV greift.
Früher gab es da noch eine Mindestvorversicherungszeit von 12 Monaten - das ist Geschichte. Nachlesen kannst du das im SGB V.
Gruss
Czauderna

Hetta75
Interessierter
Beiträge: 18
Registriert: 12.06.19, 19:16

Re: Familienversicherung

Beitrag von Hetta75 »

Eigentlich, kann er doch nicht mehr in die GKV, da er privat krankenversichert war und die Altersgrenze überschritten hat.

Czauderna
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 156
Registriert: 07.05.19, 10:44

Re: Familienversicherung

Beitrag von Czauderna »

Hetta75 hat geschrieben:
11.10.19, 13:46
Eigentlich, kann er doch nicht mehr in die GKV, da er privat krankenversichert war und die Altersgrenze überschritten hat.
Hallo,
das ist grundsaetzlich richtig, wenn da nicht der Weg über die Familienversicherung wäre. Für die Familienversicherung gibt es keine Altersgrenze und auch keine Vorversicherungszeiten, d.h.
wer den Anspruch auf Familienversicherung erfüllt (keine hauptberufliche Selbständigkeit, keine Ausschlussgründe, wie z.B. Beamter/Beamtin und keine Einkünfte über 445 € bzw. 450,00 € ), der kommt in die GKV-Familienversicherung und wenn diese endet, egal aus welchen Gründen, dann greift die OAV.
Gruss
Czauderna

Antworten