Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

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Moderator: FDR-Team

SusanneBerlin
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von SusanneBerlin »

nannaa hat geschrieben: Also, es war ja übrigens so, dass die Sanitäter (Feuerwehr) gar nicht nach den Personalien gefragt haben - geschweige denn, dass man seine Krankenkassenkarte hätte vorzeigen müssen
Eigentlich eher unwahrscheinlich, dass ein Rettungsdienst ausrückt, den Verletzten auch findet aber weder nach dem Namen noch nach der Versicherungskarte fragt, weil der Rettungswageneinsatz auvh abgerechnet werden muss.
nannaa hat geschrieben: (Später dann aber wurden alle Folgekosten (z. B. MRT) von Anfang an über die BG abgerechnet, zumindest habe ich das jetzt so in Erinnerung.)
Dann verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Wenn die BG den Arbeitsunfall nicht anerkennt, dann hätte die BG auch die MRT-Aufnahme nichbezahlt.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 19.10.19, 23:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

Könnte evtl. doch sein, aber ich weiß, dass es noch mit dem Doktor diskutiert wurde und ER dann die Entscheidung traf, dies über die BG abzurechnen, so meine Erinnerung.... aber, das könnte man in der Arztpraxis ja nochmal nachfragen...

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

[/quote]Dann verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Wenn die BG den Arbeitsunfall nicht anerkennt, dann hätte die BG auch die MRT-Aufnahme nichbezahlt.
[/quote]

Naja, die Prüfung der BG über die Entscheidung der Kostenübernahme hat eben wohl Monate gedauert.
Es wurden ja auch einige Dutzend Physiotherapie-Behandlungen zwischenzeitlich von der BG bezahlt - und das soll nun von der Krankenkasse rückwirkend zurückgezahlt werden...

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

SusanneBerlin hat geschrieben:
19.10.19, 23:46
Eigentlich eher unwahrscheinlich, dass ein Rettungsdienst ausrückt, den Verletzten auch findet aber weder nach dem Namen noch nach der Versicherungskarte fragt, weil der Rettungswageneinsatz auvh abgerechnet werden muss.

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

...und dennoch war es ja nunmal so :!:
Vielleicht liegt es ja daran, dass es keine Ärzte waren - sondern die (freiwillige) örtliche Feuerwehr...

winterspaziergang
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von winterspaziergang »

nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 00:35
Also, es kann ja wirklich sein, dass die Dokumentation nicht gefunden werden konnte, weil es um 1.00 Uhr nachts ja bereits ein neuer Tag war (als unter 0.00 Uhr).
nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 00:35
Also, es war ja übrigens so, dass die Sanitäter (Feuerwehr) gar nicht nach den Personalien gefragt haben - geschweige denn, dass man seine Krankenkassenkarte hätte vorzeigen müssen - also, konnte auch mit einer Krankenkasse gar nichts abgerechnet werden...
Sie kamen, redeten kaum, schauten sich die Betroffene an und fuhren wieder weg...
nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 00:35
...und dennoch war es ja nunmal so :!:
Vielleicht liegt es ja daran, dass es keine Ärzte waren - sondern die (freiwillige) örtliche Feuerwehr...
Der gesamte Rettungsdienst aus Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, die entscheiden, ob und wie behandelt wird und die nicht mal nach den Personalien fragen ... :christmas :ostern:

SusanneBerlin
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von SusanneBerlin »

nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 00:35
...und dennoch war es ja nunmal so :!:
Vielleicht liegt es ja daran, dass es keine Ärzte waren - sondern die (freiwillige) örtliche Feuerwehr...
Nur weil Feuerwehr draufsteht, ist nicht ausgeschlossen, dass ein Arzt oder Rettungssanitäter drin ist. :idea:
http://www.feuerwehrverband.de/rettungsdienst.html

Oder sind Sie der Ansicht, die Feuerwehr schickt mit Feuerwehrleuten besetzte Rettungswagen los, von denen keiner medizinisch ausgebildet ist?


Wen wollen Sie hier eigentlich veräppeln, oder glauben Sie den ganzen Unsinn den Sie hier verbreiten auch noch selber?
Grüße, Susanne

FM
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von FM »

Bei einer FFW ist eher denkbar, dass es First Responder waren. Aber auch die dokumentieren jeden Einsatz, und im Regelfall folgt ein Rettungswagen.

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

FM hat geschrieben:
20.10.19, 14:09
Bei einer FFW ist eher denkbar, dass es First Responder waren. Aber auch die dokumentieren jeden Einsatz, und im Regelfall folgt ein Rettungswagen.
Also, ich denke auch, dass es keine Dokumentation gab, liegt dann wohl an der falschen Uhrzeit/falschen Tag. (Ich hatte ja auch nur mit überlegt, woran die fehlende Doku liegen könnte, daher kam ich auf die freiwillige Feuerwehr...)


Vor den Beiträgen einer Dame aus Berlin werde ich mich daher auch nicht mehr rechtfertigen, kann ja keinen zwingen, das zu glauben.
Habe nun erkannt, dass es wohl Personen gibt, die trotz plausibler Erklärung(sversuche) meinerseits, noch das Haar in der Suppe suchen, Dinge daher unnötig zerpflücken - nur finde ich diese Beschuldigungen und Unterstellungen zutiefst anmaßend, da man ja immerhin noch eine fremde Person vor sich hat und sich manche Urteile mal einfach nicht erlauben sollte :!:

Über die vielen konstruktiven Antworten bin ich daher aber umso mehr dankbar!

FM
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von FM »

nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 16:54
Vor den Beiträgen einer Dame aus Berlin werde ich mich daher auch nicht mehr rechtfertigen, kann ja keinen zwingen, das zu glauben.
Richtig, in einem Forum muss man sich nicht rechtfertigen, darf sich aber auch - bei einem solchen Sachverhalt - nicht über Nachfragen wundern.

Von der BG könnten allerdings ganz ähnliche Fragen kommen, und da führt eine Antwortverweigerung eben einfach zur Ablehnung des Leistung.

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

Über Nachfragen wundere ich mich natürlich nicht - habe ja auch stets versucht diese zu beantworten - und auch ohne etwas zu beschönigen!
"Gewundert" habe ich mich eben nur über die Reaktion darauf... (s. o.).

Und...mir würde auch NICHT in den Sinn kommen, eine Antwort der BG zu verweigern (wie Sie schreiben) - im Gegenteil...suchte ja wie gesagt ursprünglich nach "Schadensbegrenzung". :)

SusanneBerlin
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von SusanneBerlin »

nannaa hat geschrieben:
20.10.19, 22:34
Und...mir würde auch NICHT in den Sinn kommen, eine Antwort der BG zu verweigern (wie Sie schreiben) - im Gegenteil...suchte ja wie gesagt ursprünglich nach "Schadensbegrenzung". :)
Ja nee, is klar. Die BG hat ja auch nicht nachfragt, ob man sich EVENTUELL bei der Zeitangabe geirrt hat, und ob die Uhrzeit des Unfalls WIRKLICH stimmt.
Man wäre natürlich bereit, diese Nachfragen zu beantworten, aber die BG fragt nicht.
Grüße, Susanne

nannaa
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von nannaa »

...lassen wird das - denn Ich fürchte die Antwort darauf wird Ihnen nicht passen, da Sie es ja sowieso wieder besser wissen. :roll:

Tastenspitz
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von Tastenspitz »

Nun.
Für mich ist das so gelaufen.
nanaa meldet den Unfall seinem AG mit falschem Datum und Uhrzeit. AG macht eine auf den Angaben basierende Meldung an die BG. Die wiederum holt sich dann die Infos von den Rettungseinsätzen und entdeckt die erhebliche Diskrepanz der Angaben AG und den Daten der Rettungsdienste. Es folgt eine Rückfrage an den AG. Und der gibt an, dass die Arbeitszeit des AN eben wesentlich früher endet. Und damit ist die BG raus.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Czauderna
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Re: Berufsgenossenschaft lehnt Arbeitsunfall ab

Beitrag von Czauderna »

Hallo,
solche Fälle hatte ich schon einige in der Praxis.
Zunächst ist es so, dass bei Vorliegen von Arbeitsunfähigkeit der bescheinigende Arzt entweder den Arbeitsunfall selbst attestiert oder den/die Versicherte an den D-Arzt (Durchgangsarzt) der BG. weiter verweist.
Wird der Arbeitsunfall oder ggf. auch die Berufserkrankung medizinisch bestätigt, dann ist auch die BG. grundsaetzlich der Kostenträger. Wenn die BG. die Kostenträgerschaft ablehnt tritt automatisch die Krankenkasse als Leistungsträger ein. Im Umkehrfall, also es wird zunächst kein Arbeitsunfall attestiert, stellt sich aber zweifelsfrei später als ein solcher heraus, tritt die BG. als Leistungserbringer auf. Es gibt da entsprechende Abkommen zwischen BG. und Krankenkassen.
In dem geschilderten (fiktiven) Fall habe ich es so verstanden, dass zunächst die Krankenkasse in Anspruch genommen war, weil es keine medizinische Begründung für das Voliegen eines Arbeitsunfalls gab. Erst viel später, als die Unfallfolgen nicht behoben waren kam man auf den Gedanken, es könnte sich doch um einen Arbeitsunfall gehandelt haben. Das ist natürlich dann nicht so einfach, denn wie auch schon hier beschrieben, wird zum Einen der erstbehandelnde Arzt nach dem Unfallhergang gefragt haben und zum Anderen auch die Krankenkasse mittels eines "Unfallfragebogens". und wenn da nicht wahrheitsgemäss geantwortet wurde, ist das natürlich nicht so gut. Die Frage ist aber hier, welchen Vorteil hätte den der /die Versicherte, das nicht zu erwähnen und die Kasse mit den Kosten zu "belasten" - eigentlich keinen, eher im Gegenteil, denn bei bleibenden Schäden kann es zur Zahlung einer Unfallrente kommen, eine Leistung, die die Krankenkasse nicht kennt, die BG. aber schon. Also kann man hier von Vorsatz nicht sprechen, zumal es dann Sache der Kasse wäre da tätig zu werden, aber es gibt ja den "Regressanspruch" von der Kasse an die BG. - also kein Problem.
Was hier in diesem (fiktiven) Fall passieren könnte wäre die Inbetriebnahme der Mühlen der Bürokratie (Arbeitsunfall ja oder nein), und das wäöre mit sehr viel Schriftwechsel, Gutachten und viel Zeit verbunden.
Gruss
Czauderna

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