Klagestrategie beim Sozialgericht

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papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

Hallo,

doch, das ist sehr wohl mein (subjektiver) Eindruck! Mein "Gutachten" der RV-Ärztin war ein Halbsatz mit 6 oder 7 Worten! Nicht ein medizinischer Begriff war dabei. Das ist jetzt neuerdings das Niveau von Gutachten eines der besten Gesundheitssysteme der Welt??? Wundert mich dann doch sehr, wie man damit durch ein Medizinstudium käme. Minimum zu einem Gutachten gehört dazu, WER es mit WELCHER Qualifikation verfasst hat. Ist wohl doch ein kleiner Unterschied, ob Donald Duck was schreibt oder Albert Einstein. Ich weiß bis heute nicht, ob die Ärztin irgendeine fachliche Qualifikation für mein Krankheitsbild hat. Das durfte ich KEINESFALLS erfahren. Weder die RV, noch das Gericht sah das als notwendig an. Wenn ICH RV wäre und Geld sparen wöllte, würde ich sicher einen Augenarzt die Kniepatienten begutachten lassen. Sie etwa nicht?? Ist auch ein Arzt... Oder glauben sie, die RV will dem Grunde nach kein Geld sparen? Ist da die Maxime: "helfen sie allen, die Hilfe wünschen" oder "sehen sie zu, daß wir nicht zu viel Geld ausgeben" angesagt? Was ist denn realistischer - übervolle oder klamme Rentenkasse??
Wie ich schon in einem Beitrag geschrieben habe, es muss schon einiges zusammenkommen, dass einem solchen Reha-Antrag aus medizinischen Gründen dann nicht entsprochen wird.
Den Zahn sollten sie sich unbedingt ziehen lassen. Es ist genau anders herum. Warum bekam ich dann keine medizinisch begründete Antwort im Gutachten?? Hätte man doch sagen können, daß diese oder jene med. Voraussetzung nicht bestünde. Dann wäre es auch fair und nachvollziehbar... Stattdessen einfach nur, ich wäre zu wenig und doch zu sehr krank für eine med. Reha - und das gleichzeitig. Verstehen sie das, wie das sein kann??? Und noch dazu unter der (angeblichen) Prämisse, eher doch den Bürgern helfen zu wollen?
Unser Gesundheitssystem ist eines der besten auf der ganzen Welt
Das mag sein, hat aber in dem Sinne erst mal nichts mit der Bewilligung einer med. Reha zu tun. Zu dem Punkt bin ich gar nicht erst gekommen, in den Genuss eines der besten Gesundheitssysteme der Welt - in Form einer med. Reha - zu kommen... Man hat mir vorher die Kelle vor den Latz geknallt.
und in einer "Bananenrepublik" leben wir schon gleich gar nicht.
DOCH, meiner Einschätzung und Erfahrungen nach schon. Und das begründet sich bei weitem nicht nur hier auf die Probleme, die ich mit der Beantragung der med. Reha hatte. Nach außen hin wird oftmals sonst wie getan, wie objektiv und fair alles ist, aber wenn man es mal doch mit dem System zu tun bekommt, merkt man, daß es oftmals nur Fassade ist... Andere Baustelle, aber auch typisch für diese Show sind Fördergeldtöpfe. Das wird so kompliziert gemacht, daß immer wieder die Antragstellung scheitert und dann sagt man: "die Fördergelder wurden gar nicht abgerufen - wir wissen gar nicht warum". Meiner Meinung nach ist das Verarschung... Und sich dann wundern, warum Reichsbürger und Konsorten wiederum ALLES infrage stellen und mit ihrem Unsinn dann auf der anderen Seite vom Pferd fallen.

VG, papamoll

winterspaziergang
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von winterspaziergang »

papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52

Wie ich schon in einem Beitrag geschrieben habe, es muss schon einiges zusammenkommen, dass einem solchen Reha-Antrag aus medizinischen Gründen dann nicht entsprochen wird.
Den Zahn sollten sie sich unbedingt ziehen lassen. Es ist genau anders herum. Warum bekam ich dann keine medizinisch begründete Antwort im Gutachten?? Hätte man doch sagen können, daß diese oder jene med. Voraussetzung nicht bestünde. Dann wäre es auch fair und nachvollziehbar... Stattdessen einfach nur, ich wäre zu wenig und doch zu sehr krank für eine med. Reha - und das gleichzeitig. Verstehen sie das, wie das sein kann??? Und noch dazu unter der (angeblichen) Prämisse, eher doch den Bürgern helfen zu wollen?
Die Irritation ist verständlich und Gutachter der Kostenträger sind eher dafür bekannt Sachverhaltsgrätschen zu unternehmen und wenig haltbare (zuweilen lächerliche) medizinische Aussagen zu treffen, wenn es darum geht Kosten nicht zu übernehmen .

Allerdings stimmt es, dass eine REHA selten abgelehnt wird. Es wird eine Vorgeschichte hierzu geben, die nicht unwichtig ist.
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
Meiner Meinung nach ist das Verarschung... Und sich dann wundern, warum Reichsbürger und Konsorten wiederum ALLES infrage stellen und mit ihrem Unsinn dann auf der anderen Seite vom Pferd fallen..
Extremisten reagieren mit Sicherheit nicht auf irgendein Unrecht, das ihnen irgendwo vermeintlich vom Staat zugefügt wurde oder weil alles so widersprüchlich ist, sondern haben ganz andere Probleme, von denen sie aber selbst nichts ahnen oder die sie nicht wahrhaben wollen.

Es ist ein merkwürdiger Zug, alles in Frage zu stellen, nur weil einem berechtigt oder nicht ein Anliegen nicht entsprochen wurde und das sowieso auf der Welt recht selten vorkommende Vergnügen einer "Kur" nicht bewilligt wurde. Kränkung und Verbitterung sind keine guten Ratgeber.

Old Piper
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Old Piper »

Ui - wusste gar nicht, dass es über die DRV auch schon Verschwörungstheorien gibt... :roll:
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
... Nicht ein medizinischer Begriff war dabei.
Sie hätten's also gerne auf Latein geshrieben? Ein Gutachten wird geschrieben, damit medizinische Laien eine Entscheidung treffen können. Je weniger fachchinesisch darin verwendet wird, desto besser.
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
Ist wohl doch ein kleiner Unterschied, ob Donald Duck was schreibt oder Albert Einstein.
Und was würde Ihnen das bringen, wenn Herr Einstein Ihr Knie begutachtet hätte?
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
Ich weiß bis heute nicht, ob die Ärztin irgendeine fachliche Qualifikation für mein Krankheitsbild hat. Das durfte ich KEINESFALLS erfahren.
Sie wissen wie die Ärztin heißt und wo sie ihre Praxis hat - denn Sie waren ja zur Begutachtung da. Mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit finden Sie durch max. 2 Min. Recherche auf der Suchmaschine Ihres Vertrauens den beruflichen Werdegang der Dame.
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
Ist da die Maxime: "helfen sie allen, die Hilfe wünschen" oder "sehen sie zu, daß wir nicht zu viel Geld ausgeben" angesagt?
Weder noch. Die Maxime, nach der die DRV - und übrigens auch die anderen Leistungsträger - handeln, lautet: "Helfen sie denen, die Hilfe brauchen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
papamoll hat geschrieben:
25.06.20, 00:52
Stattdessen einfach nur, ich wäre zu wenig und doch zu sehr krank für eine med. Reha - und das gleichzeitig. Verstehen sie das, wie das sein kann???
Als medizinischer Laie, der aus beruflichen Gründen unzählige medizinische Gutachten lesen und auswerten muss, kann ich das sehr gut verstehen. Lassen Sie sich das am besten von einem Arzt Ihres Vertrauens - falls es so einen gibt - erklären.

Und zur Bananenrepublik: Paradoxerweise ist es ein untrügliches Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine Bananenrepublik handelt, wenn man an jeder Ecke Bananen kaufen kann ohne Gefahr zu laufen, verhaftet zu werden.
MfG
Old Piper
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Czauderna
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Czauderna »

Hallo,
ich kann mich meinen beiden Vorschreibern nur anschließen - aber dann doch noch zu dem -
Den Zahn sollten sie sich unbedingt ziehen lassen. Es ist genau anders herum. Warum bekam ich dann keine medizinisch begründete Antwort im Gutachten?? Hätte man doch sagen können, daß diese oder jene med. Voraussetzung nicht bestünde. Dann wäre es auch fair und nachvollziehbar... Stattdessen einfach nur, ich wäre zu wenig und doch zu sehr krank für eine med. Reha - und das gleichzeitig. Verstehen sie das, wie das sein kann??? Und noch dazu unter der (angeblichen) Prämisse, eher doch den Bürgern helfen zu wollen?
das hier anmerken. Ich habe 48 Jahre Berufserfahrung bei einer GKV-Kasse hinter mir und habe dort u.A. auch solche Anträge (soweit wir Kostenträger waren) bearbeitet und entschieden. Ich kann daher aufgrund besseren Wissens schreiben, dass ich mir keinen "Zahn ziehen" lassen muss. Ich wiederhole es gerne noch ein mal. Es muss schon wirklich hart kommen, damit eine Reha aus medizinischen Gründen abgelehnt wird.
Ich ergänze aber gerne, wenn es um Reha-Anträge bei der DRV geht, das kann das schon mal passieren, wenn nämlich aus medizinischen Gründen eine Reha nicht als erfolgversprechend angesehen wird, sondern der Reha-Antrag gleich in einen Rentenantrag umgedeutet wird.
Gruss
Czauderna

papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

Old Piper hat geschrieben:
25.06.20, 09:02
Sie hätten's also gerne auf Latein geshrieben? Ein Gutachten wird geschrieben, damit medizinische Laien eine Entscheidung treffen können. Je weniger fachchinesisch darin verwendet wird, desto besser.
Was soll so eine unsinnige Antwort?? Das Gutachten lautete sinngemäß: "Reha wird Probleme nicht lösen". Wer kann damit was anfangen? Ich brauche das nicht in Latein.
Old Piper hat geschrieben:
25.06.20, 09:02
Und was würde Ihnen das bringen, wenn Herr Einstein Ihr Knie begutachtet hätte?
Noch so eine dumme Antwort?? Ist das ihre Qualifikation?
Old Piper hat geschrieben:
25.06.20, 09:02
Sie wissen wie die Ärztin heißt und wo sie ihre Praxis hat - denn Sie waren ja zur Begutachtung da. Mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit finden Sie durch max. 2 Min. Recherche auf der Suchmaschine Ihres Vertrauens den beruflichen Werdegang der Dame.
Was schreiben sie einfach nur für einen Unfug zusammen?! Ich war bei keiner Gutachterin vorstellig! Eine Suchmaschine habe ich selbstverständlich bemüht. Wollen sie mir unterstellen, ich könnte nicht den Namen einer Ärztin in eine Suchmaschine eingeben?? Diese Ärztin ist im Internet nicht auffindbar!! Die Landesärztekammer bestätigte mir telefonisch, daß diese Ärztin bei ihnen geführt ist, gibt aber aus Datenschutzgründen keinerlei Information über sie heraus.

Antworten sie bitte einfach nicht mehr auf diesen Thread, wenn nur so blödes Zeug von ihnen kommt!

papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

winterspaziergang hat geschrieben:
25.06.20, 06:35

Die Irritation ist verständlich und Gutachter der Kostenträger sind eher dafür bekannt Sachverhaltsgrätschen zu unternehmen und wenig haltbare (zuweilen lächerliche) medizinische Aussagen zu treffen, wenn es darum geht Kosten nicht zu übernehmen.
So sind auch meine Erfahrungen.
winterspaziergang hat geschrieben:
25.06.20, 06:35
Es ist ein merkwürdiger Zug, alles in Frage zu stellen, nur weil einem berechtigt oder nicht ein Anliegen nicht entsprochen wurde und das sowieso auf der Welt recht selten vorkommende Vergnügen einer "Kur" nicht bewilligt wurde. Kränkung und Verbitterung sind keine guten Ratgeber.
Das habe ich nicht gesagt, daß ICH verbittert oder gekränkt wäre. Ich ärgere mich darüber, wie nach außen hin immer getan wird, aber wenn man Sachen in Anspruch nehmen will, sieht es meist ganz anders aus.

papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

Czauderna hat geschrieben:
25.06.20, 10:00
Es muss schon wirklich hart kommen, damit eine Reha aus medizinischen Gründen abgelehnt wird. Ich ergänze aber gerne, wenn es um Reha-Anträge bei der DRV geht, das kann das schon mal passieren, wenn nämlich aus medizinischen Gründen eine Reha nicht als erfolgversprechend angesehen wird, sondern der Reha-Antrag gleich in einen Rentenantrag umgedeutet wird.
Ist die Aussage der Gutachterin von ihrem Schreibtisch aus, "Reha wird Probleme nicht lösen" für sie eine ausreichende medizinische Begründung? Von einem Rentenantrag bin ich Lichtjahre entfernt und war auch niemals Thema.

Broemmel
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Broemmel »

Wäre denn die Aussage: die medizinischen Voraussetzungen für eine Reha sind nicht erfüllt besser?

Das ist doch die Kernaussage. Es gibt doch einen behandelnden Arzt der die Reha befürwortet hat.
Dem sollte die Aussage des Gutachters vorgelegt werden. Der kann dann begründen warum die Reha die Probleme löst.

Es scheint, als wäre die medizinische Begründung bei der Antragstellung nicht ausführlich/verständlich genug. Das kommt häufig vor.

winterspaziergang
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von winterspaziergang »

papamoll hat geschrieben:
30.06.20, 18:06
winterspaziergang hat geschrieben:
25.06.20, 06:35
Es ist ein merkwürdiger Zug, alles in Frage zu stellen, nur weil einem berechtigt oder nicht ein Anliegen nicht entsprochen wurde und das sowieso auf der Welt recht selten vorkommende Vergnügen einer "Kur" nicht bewilligt wurde. Kränkung und Verbitterung sind keine guten Ratgeber.
Das habe ich nicht gesagt, daß ICH verbittert oder gekränkt wäre. Ich ärgere mich darüber, wie nach außen hin immer getan wird, aber wenn man Sachen in Anspruch nehmen will, sieht es meist ganz anders aus.
hab auch nicht gesagt, dass Sie das gesagt haben, sondern dass das schlechte Berater sind.

Kränkung und Verbitterung lassen sich annehmen, wenn jemand von Bananenrepublik spricht und Extremisten verstehen kann, nur weil einem die REHA versagt wurde.

:arrow: Offenbar ist aufgrund der Unterlagen nicht ersichtlich, dass nach einer REHA ein wesentlich anderer Gesundheitszustand erreicht werden kann, als er jetzt gegeben ist. Und zum Erholen ist die REHA nicht gedacht.

Daher zum allgemeinen rechtlichen Vorgehen, siehe @Broemmel

Old Piper
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Old Piper »

papamoll hat geschrieben:
30.06.20, 17:53
Ich war bei keiner Gutachterin vorstellig!
Also gibt es doch kein Gutachten? Gutachten nach Aktenlage gibt es bei der DRV nicht. Dann sind also wohl doch eher Sie derjenige, der Unsinn schreibt.
MfG
Old Piper
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papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

Broemmel hat geschrieben:
30.06.20, 22:19
Wäre denn die Aussage: die medizinischen Voraussetzungen für eine Reha sind nicht erfüllt besser?

Das ist doch die Kernaussage. Es gibt doch einen behandelnden Arzt der die Reha befürwortet hat.
Dem sollte die Aussage des Gutachters vorgelegt werden. Der kann dann begründen warum die Reha die Probleme löst.

Es scheint, als wäre die medizinische Begründung bei der Antragstellung nicht ausführlich/verständlich genug. Das kommt häufig vor.
Die med. Begründung bei Antragstellung war ausführlich und verständlich, nur die Ablehnung "Reha wird Probleme nicht lösen" ist aus meiner Sicht keine ausreichende medizinische Begründung. Nochmal in die Runde gefragt: wer hält "Reha wird Probleme nicht lösen" für eine ausreichende medizinische Begründung?? Benutzer "Czauderna" war doch Führungskraft in diesem Bereich. Ist das für sie eine ausreichende medizinische Begründung?? Und noch dazu mit dem Hintergrund, daß ich keinesfalls erfahren darf, ob die Gutachterärztin überhaupt Fachärztin für MEINE Erkrankung ist! Mein Arzt hat doch begründet, warum eine med. Reha für mich sinnvoll ist...

papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

Old Piper hat geschrieben:
01.07.20, 08:19
papamoll hat geschrieben:
30.06.20, 17:53
Ich war bei keiner Gutachterin vorstellig!
Also gibt es doch kein Gutachten? Gutachten nach Aktenlage gibt es bei der DRV nicht. Dann sind also wohl doch eher Sie derjenige, der Unsinn schreibt.
Old Piper, könnten sie sich bitte ihre unsinnigen Beiträge sparen?? Sie unterstellen mir, ich wollte die Ablehnung auf Latein haben, ich wüßte ja wo die Ärztin ihre Praxis hat und wäre wohl implizit zu blöd um zu lesen, was es für eine Fachärztin ist und ich könnte keine Suchmaschine bedienen, um Informationen über die Gutachterärztin herauszufinden. Ich weiß nicht, was sie antreibt, mich so diffamieren zu müssen. Mir reichen ihre Unterstellungen ein für allemal!

Ich war bei keiner Gutachterin vorstellig! Ich habe einen Antrag auf med. Reha eingereicht und wurde nicht persönlich von einem Arzt der DRV untersucht oder begutachtet. Quasi vom Schreibtisch aus wurde mein Antrag abgelehnt, aus meiner Sicht ohne eine medizinische Begründung. Neben dem Vermerk "Reha wird Probleme nicht lösen" befand sich ein Stempel mit "Gutachterärztin...". Außerdem verwies eine Mitarbeiterin der DRV in einem Schreiben an mich auf ihre Gutachterärztin. Was paßt ihnen da nun nicht daran??

Ich habe den Grund, warum ich mich von der DRV veralbert fühle, mehrfach genannt! OHNE med. Begründung und OHNE erfahren zu dürfen, ob die Ärztin überhaupt in MEINEM Fachgebiet tätig ist, wurde mein Antrag abgelehnt. Fasse ich das richtig auf? Sowas ist für alle in der Runde vollkommen in Ordnung???

papamoll
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von papamoll »

@winterspaziergang

Empfinden sie das dann in unserem Rechtsstaat als den richtigen Weg, daß man für eine medizinische Begründung einer Reha-Ablehnung erst Klage am Sozialgericht einreichen muss? Bin ich da vollkommen in der falschen Spur, wenn ich auf eine Reha-Ablehnung auch eine medizinische Begründung erwarte? Und ist es ihrer Ansicht nach richtig, daß man auch nur auf dem Klagewege erfahren könne, welche med. Fachqualifikation die ablehnende Ärztin überhaupt hat?? Mein Hausarzt sagte mir das wohl nicht vollkommen ohne Grund, daß er und ich gar nicht wisse, was für eine Fachärztin meinen Reha-Antrag abgelehnt hat. Und die DRV-Sachbearbeiterin hat mir auch klipp und klar gesagt, daß ich nur über eine Klage mitgeteilt bekäme, auf welchem Fachgebiet die Ärztin überhaupt tätig ist. Meinen sie, solche Dinge bedürfen den Klageweg?

Czauderna
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Czauderna »

papamoll hat geschrieben:
09.07.20, 15:51
Broemmel hat geschrieben:
30.06.20, 22:19
Wäre denn die Aussage: die medizinischen Voraussetzungen für eine Reha sind nicht erfüllt besser?

Das ist doch die Kernaussage. Es gibt doch einen behandelnden Arzt der die Reha befürwortet hat.
Dem sollte die Aussage des Gutachters vorgelegt werden. Der kann dann begründen warum die Reha die Probleme löst.

Es scheint, als wäre die medizinische Begründung bei der Antragstellung nicht ausführlich/verständlich genug. Das kommt häufig vor.
Die med. Begründung bei Antragstellung war ausführlich und verständlich, nur die Ablehnung "Reha wird Probleme nicht lösen" ist aus meiner Sicht keine ausreichende medizinische Begründung. Nochmal in die Runde gefragt: wer hält "Reha wird Probleme nicht lösen" für eine ausreichende medizinische Begründung?? Benutzer "Czauderna" war doch Führungskraft in diesem Bereich. Ist das für sie eine ausreichende medizinische Begründung?? Und noch dazu mit dem Hintergrund, daß ich keinesfalls erfahren darf, ob die Gutachterärztin überhaupt Fachärztin für MEINE Erkrankung ist! Mein Arzt hat doch begründet, warum eine med. Reha für mich sinnvoll ist...
Hallo,
na ja, dazu müsste man nun wirklich den genauen Text des Gutachtens kennen und Gutachten sind nun mal dafür da, medizinische Begründungen von den Antrag unterstützenden Ärzten zu begutachten bzw. zu beurteilen. Eine Reha kann durchaus nicht der Weisheit letzter Schluss sein und allein der Umstand, dass eine Reha sinnvoll erscheint, nicht gleichzeitig, dass sie auch medizinisch notwendig ist.
Der Kostenträger, egal ob Kasse oder Rentenversicherung entscheidet natürlich immer in eigener Zuständigkeit, aber er orientiert sich in hohem Maße am vorliegenden Gutachten.
Auch bei der Rentenversicherung gibt es Gutachten nach Aktenlage
Gruss
Czauderna

Czauderna
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Re: Klagestrategie beim Sozialgericht

Beitrag von Czauderna »

papamoll hat geschrieben:
09.07.20, 17:00
@winterspaziergang

Empfinden sie das dann in unserem Rechtsstaat als den richtigen Weg, daß man für eine medizinische Begründung einer Reha-Ablehnung erst Klage am Sozialgericht einreichen muss? Bin ich da vollkommen in der falschen Spur, wenn ich auf eine Reha-Ablehnung auch eine medizinische Begründung erwarte? Und ist es ihrer Ansicht nach richtig, daß man auch nur auf dem Klagewege erfahren könne, welche med. Fachqualifikation die ablehnende Ärztin überhaupt hat?? Mein Hausarzt sagte mir das wohl nicht vollkommen ohne Grund, daß er und ich gar nicht wisse, was für eine Fachärztin meinen Reha-Antrag abgelehnt hat. Und die DRV-Sachbearbeiterin hat mir auch klipp und klar gesagt, daß ich nur über eine Klage mitgeteilt bekäme, auf welchem Fachgebiet die Ärztin überhaupt tätig ist. Meinen sie, solche Dinge bedürfen den Klageweg?
Hallo,
obwohl nicht angesprochen trotzdem ein Kommentar dazu - ja, das ist so, wenn ein Antrag im Widerspruchsverfahren abgelehnt wird, bleibt nur der Klageweg übrig.
Es ist dabei unerheblich, ob die Qualifikation des Gutachter/Gutachterin seitens des Antragstellers anerkannt wird oder nicht. Das kann zwar im Klageverfahren u.U. eine Rolle spielen, vorher aber nicht.
Gruss
Czauderna

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