Hat man Anspruch auf Kapitalisierung der Betirebsrente/Pension?

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csveni33
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Hat man Anspruch auf Kapitalisierung der Betirebsrente/Pension?

Beitrag von csveni33 »

Angenommen ein unselbständiger Arbeitnehmer hat lange Jahre in die betriebliche Rentenversicherung einbezahlt und erwartet daraus später eine Pension.

Nun will dieser Arbeitnehmer eine Immobilie erwerben und bräuchte ein wenig mehr Kapital dafür.

Hat er einen Anspruch auf Kapitalisierung seiner Betriebsrente? D.h. dass die Pensionskasse ihm einen Einmalbetrag sofort ausbezahlt und dafür im Gegenzug die betrieblichen Rentenansprüche streicht?

Wenn ja wie nennt sich das Verfahren?
Liegt das im Ermessen des jeweiligen Unternehmens oder ist das gesetzlich vorgeschrieben?

VG
Claudia Svensson

webelch
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Re: Hat man Anspruch auf Kapitalisierung der Betirebsrente/Pension?

Beitrag von webelch »

Das kommt darauf an was im Vertrag dazu vereinbart ist.

Celestro
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Re: Hat man Anspruch auf Kapitalisierung der Betirebsrente/Pension?

Beitrag von Celestro »

webelch hat geschrieben:
09.01.20, 00:31
Das kommt darauf an was im Vertrag dazu vereinbart ist.
Eher nicht ...

csveni33 hat geschrieben:
08.01.20, 17:49
Hat er einen Anspruch auf Kapitalisierung seiner Betriebsrente? D.h. dass die Pensionskasse ihm einen Einmalbetrag sofort ausbezahlt und dafür im Gegenzug die betrieblichen Rentenansprüche streicht?
Er hat nicht nur keinen Anspruch, sondern:
Der Gesetzgeber schreibt sehr deutlich vor, dass eine Auszahlung der Beiträge erst mit Erreichen des Rentenalters erfolgen darf. Wer seine bAV kündigen, sich auszahlen lassen will und dadurch beispielsweise einen finanziellen Engpass überbrücken möchte, hat demzufolge schlechte Karten.

https://www.arbeitsrechte.de/betrieblic ... kuendigen/
das Einzige was er kann ist also, diese Idee zu knicken. Bei den derzeitigen Zinssätzen verstehe ich aber auch nicht, wieso man über sowas auch nur eine Sekunde nachdenkt.

ExDevil67
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Re: Hat man Anspruch auf Kapitalisierung der Betirebsrente/Pension?

Beitrag von ExDevil67 »

Celestro hat geschrieben:
09.01.20, 00:48
Bei den derzeitigen Zinssätzen verstehe ich aber auch nicht, wieso man über sowas auch nur eine Sekunde nachdenkt.
Das kann schon nötig werden. Nur weil die Zinsen aktuell im Keller sind, heißt das nicht das jeder auch jeden gewünschten Kredit bekommt.

Und wenn ich die Angabe "hat lange Jahre" aus der Eingangsfrage mal interpretiere, kommt da bei mir ein Mitarbeiter raus der so Mitte 50- 60 Jahre alt ist. Zwar kann man auch schon mit Ende 20 jahrelang eingezahlt haben, das dann vorhandene Kapital dürfte aber für einen Immobilienkauf kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein.
Und bei dem Alter dürfte die Bank intern anders kalkulieren. Und dann mögen die Zinsen noch so gering sein. Wenn die Bank Tilgungsraten fordert die eine Rückzahlung bis zum Rentenbeginn ergeben, dürfte das Budget des potenziellen Käufers schnell gesprengt sein.

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