Wohngeld Einkommen Verlustvortrag

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tomjones99
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Wohngeld Einkommen Verlustvortrag

Beitrag von tomjones99 »

Angenommen Person X hat sich im Jahre 2016 selbständig gemacht und ein Darlehen über 30.000 aufgenommen.
Aus seiner Arbeit entnimmt er monatlich 1000 Euro für seinen Lebensunterhalt. Damit hat er Wohngeld beantragen können.
Für 2016 Ergab der Steuerberscheid für die Einkommenssteuer einen Verlustvortrag von 18.000 ; damit 0 zu versteuerndes Einkommen.

In 2017 hat X 10.000 vom Darlehen getilgt; weiterhin die 1000 mtl entnommen, kein Darlehen aufgenommen.
Auf dem Einkommenssteuerbescheid stand nun ein Einkommen für das Jahr 2017 von 22.000 ; zu versteuernder Betrag 4.000; da der Vorjahresverlust gegengerechnet wurde.

Die Wohngeldstelle hat jetzt in beiden Jahren welchen Wert zu nutzen?
in 2016 den Verlust oder die Summe 0 (was im Ergebnis gleich wäre)
in 2017 22.000 oder 4.000 ?

Ich habe schon gegoogelt und gefunden:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-i ... _SWII4.htm

14.101 Abs. (6) würde sagen ; dass die Wohngeldstelle der Verlust ignoriert und somit diese in 2016 die Verluste und in 2017 die 22.000 als Einkommen zur Berechnung nehmen würden.
Sozial Logisch ist es nicht wirklich, da die 10.000 zur Tilgung eines Kredites genommen wurden und vorher von einem Kredit kamen. Somit werden hier Einkommen angerechnet die keine sind, sonder Darlehen.

Oder sollte die Wohngeldstelle nicht eigentlich die monatlichen 1000 zu Berechnung nehmen. Diese dienten zumindest zur Glaubhaftmachung.

Wer weiß da Genaueres?

EDIT: noch besser:
14.106 Wohngeldrechtlicher Gewinn

(2) Sowohl in der Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung als auch im Einkommensteuerbescheid in den Positionen „Einkünfte aus selbständiger Arbeit“/„Einkünfte aus Gewerbebetrieb“/„Einkünfte aus Land- und Fortwirtschaft“ sind ein etwaiger vertikaler Verlustausgleich bzw. ein Verlustabzug nach § 10d EStG nicht enthalten. Letztere sind daher nicht von der Wohngeldbehörde von dem in der Anlage EÜR ausgewiesenen Steuerpflichtigen Gewinn abzuziehen und auch nicht aus dem im Einkommensteuerbescheid angegebenen Einkünften aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft herauszurechnen.

Ende

nur muss es ja nicht herausgerechnet werden, weil es das FA schon macht. Das Ergebnis in der EÜR ist ja kein ausgewiesenener steuerpflichtigen Gewinn

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