Reha vor Eu Rentenantrag

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picasso
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Reha vor Eu Rentenantrag

Beitrag von picasso »

Hallo ,
Herr A ist 58 J alt und wegen eines Ödems im Rückenmark und eines Herzinfarkts seit 7 Monaten durchgehend krank geschrieben. Nun hatte er vor 2 Monaten, wohl aufgrund der Medikamente eine Psychose mit Suizidversuch und war 3 Wochen in der Psychiatrie.
Herr A ist nun wieder zu Hause und bräuchte dringend eine Reha um vor allen Dingen körperlich wieder fitter zu werden. Der Hausarzt hat ihn weiterhin wegen Rücken und Herz krank geschrieben. Im Rehaantrag schreibt der Hausarzt er allerdings von der Psychose und dem Suizidversuch.
Nun ist die Frage ob Herr A den Rehaantrag selber stellen soll, oder ob es nicht besser ist abzuwarten bis die KK ihn zum Rehaantrag auffordert.Kann auch durch eine selbst beantragte Reha ohne vorherige Aufforderung der KK eine EU Rente folgen?
Kann eine EU Rente auch ohne vorherige Aufforderung zur Reha durch die KK z.B. auch durch den MDK bestimmt werden? Dann würde ja die Frist von 10 Wochen wegfallen?
Wie ist hier die Rechtslage?
Vielen Dank und bleibt gesund!!

ExDevil67
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Re: Reha vor Eu Rentenantrag

Beitrag von ExDevil67 »

Also für die Entscheidung ob eine Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, sind weder die Krankenkasse noch der MDK zuständig. Darüber entscheidet die Rentenversicherung. Und egal welcher Kostenträger die Reha am Ende übernimmt, entsprechende Befunde von den behandelnden Ärzten dürften in jedem Fall angefordert werden. Und auch wenn für den Patienten Rücken und Herz im Vordergrund stehen, auch die möglicherweise medikamentenbedingte Psychose gehört in meinen Augen in so einen Antrag rein damit die Rehaklinik entsprechend ausgewählt werden kann.

picasso
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Re: Reha vor Eu Rentenantrag

Beitrag von picasso »

Es geht eher darum ob Herr A besser warten soll bis er von der Kk zur Reha aufgefordert wird. Er möchte von sich aus keinen EU Rentenantrag stellen und hat jetzt Sorge das sein Antrag auf Reha in einen EU Rentenantrag umgewandelt wird.

Czauderna
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Re: Reha vor Eu Rentenantrag

Beitrag von Czauderna »

Hallo,
so, wie geschildert legt der Betroffene und auch sein Arzt wert auf möglichst baldige Reha - da wäre es schon empfehlenswert von sich aus einen solchen Reha-Antrag zu stellen. Auf die Kasse und deren Aufforderung zu warten macht da keinen Sinn. Was kann nach der Antragstellung passieren ? -
Zuerst wird die Kasse, nach Kenntnisnahme, das Gestaltungsrecht des Antragstellers einschränken.
Wenn nun die Rentenversicherung ( ich gehe davon aus, dass diese als Reha-Träger zuständig sein wird) den Antrag bewilligt, ist alles okay und geht seinen Gang.
Wenn sie ihn ablehnt, kann dies aus zweierlei Gründen passieren - einmal, die fehlende medizinische Notwendigkeit, nachdem der Reha-Träger eine Begutachtung (nach Aktenlage oder auch körperlich) veranlasst hat oder, dass der Antrag auf Antrag als Erwerbsminderungsrente gewertet wird, weil eine Reha keine Aussicht auf Erfolg haben wird.
Die Umdeutung als Rentenantrag kann auch dann erfolgen, wenn die Kasse zur Antragstellung aufgefordert hat.
Es bleibt hier die Frage - was will der Betroffene, eine baldige Reha oder hat das alles noch Zeit ?.
Gruss
Czauderna

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