Smart TV Recht

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Moderator: FDR-Team

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nu_aber
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Smart TV Recht

Beitrag von nu_aber »

Hi.

Ich hab ne Frage zur Betreuerregelung.

Muss ein gesetzlicher Betreuer in irgendeiner Form die Eröffnung eines Onlinebenutzer Kontos erlauben, überwachen oder für eventuelle Folgen gerade stehen? Ohne Referenzbankkonto können doch keine Kosten verusacht werden.

Die Frage bezieht sich auf einen Bewohner eines Wohnheimes (mit gesetzlicher Betreuung), der einen (Wortsperre: Firmename) TV Stick nutzen möchte (speziell die Youtube APP auf dem Gerät).

Dafür wird aber die Einrichtung eines Onlinebenutzer Kontos gefordert sowie ein (Wortsperre: Firmename) Konto.
Zuletzt geändert von ktown am 11.12.20, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Klarnamen entfernt
ktown
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Re: Smart TV Recht

Beitrag von ktown »

Nur weil man das Internet benutzt hat das nicht zwangsläufig was mit Computer- und Onlinerecht zutun.
Hab den Thread mal verschoben.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
nu_aber
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Re: Smart TV Recht

Beitrag von nu_aber »

Ah super, danke.

Kann mir vllt hier einer zu dem Thema weiterhelfen?
vikingz
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Re: Smart TV Recht

Beitrag von vikingz »

Hallo,

ich würde sagen, das kommt auf den Umfang der Betreuung an.

Es ist ja im Detail schriftlich geregelt, was der Betreute darf oder nicht darf bzw. inwieweit er geschäftsfähig ist, und wofür der Betreuer zuständig ist.
derrick
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Re: Smart TV Recht

Beitrag von derrick »

Grundsätzlich kann bzw. darf ein Betreuter eigenständig handeln. Sollte er sich hierbei aber (auch in finanzieller) Hinsicht gefährden, hat der Betreuer einzuschreiten - notfalls ggf. durch einen Einwilligungsvorbehalt. Wenn in dem o.g. Fall der Betreute die Zusammenhänge versteht und ausreichend Geld für das Online-Angebot hat (sofern dies überhaupt was kostet), kann er das machen.
Allerdings zeigt die Praxis, dass Betreute in puncto Internet-Geschäfte oftmals keinen Durchblick haben und leichtsinnig handeln. Als Betreuer würde ich daher solche Dinge grundsätzlich nicht unterstützen- auch wegen evt. umfangreicher und umständlicher Rückabwicklungstätigkeiten in diesem Bereich. Entweder der Betreute ist dazu in der Lage, solche Aktionen eigenständig durchzuführen und zu verstehen - dann ist gut, oder er versteht dies nicht, dann Finger weg von solchen Aktionen.
Der Betreuer muss grundsätzlich nur für das gerade stehen, was er selbst initiiert bzw. unterzeichnet hat.

mfg
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